25.06.2021 - 14:29 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Grünes Licht für Bauvorhaben in Nachbarkommunen

Der Erbendorfer Stadtrat beschäftigte sich mit den jeweiligen Bebauungsplänen für einen neuen Bauhof in Krummennaab und das Projekt "neue Realschule" in Kemnath. Einwendungen wurden nicht erhoben. Das jeweilige Votum war einstimmig.

Die Gemeinde Krummennaab möchte auf einer Brachfläche - unweit des Bürgerparkes - einen neuen Bauhof errichten. Die Erbendorfer Stadträte gaben dafür "Grünes Licht." Belange der Stadt Erbendorf würden nicht berührt, stellte Bürgermeister Reger in der Sitzung fest.
von Werner RoblProfil

In seiner Sitzung am 11. Mai hatte der Krummennaaber Gemeinderat den Bebauungsplan für das Sondergebiet „Kommunaler Bauhof“ in der Fichtelnaab-Gemeinde gebilligt. Das Krummennaaber Projekt war aktuell ein Thema im Erbendorfer Stadtrat, der aufgefordert war, auch als Vertreter der Nachbarkommune über das Projekt zu diskutieren.

Über die näheren Details informierte Bürgermeister Johannes Reger: Der neue Bauhof in Krummennaab soll auf einer 0,3 Hektar großen Fläche der ehemaligen Porzellanfabrik Seltmann errichtet werden. Das derzeit brachliegende Areal befindet sich im östlichen Teil des Bürgerparks an der (Krummennaaber) Trautenberger Straße. Die Aufstellung des Bebauungsplans erfolgt im beschleunigten Verfahren. Die künftige Bebauung beträgt – so kann man der Mitteilung aus Krummennaab entnehmen – rund 675 Quadratmeter. Vorgesehen sei eine Gebäude-Wandhöhe von vier Metern. Reger fasste zusammen: „Belange der Stadt Erbendorf werden durch das geplante Bauvorhaben der Gemeinde Krummennaab nicht berührt." Der vorhabenbezogene Bebauungsplan „Kommunaler Betriebshof Gemeinde Krummennaab“ wurde von den Stadträten daher einstimmig befürwortet.

Schreiben aus Kemnath

Vor rund zwei Wochen hat die Stadt Erbendorf auch aus Kemnath ein Schreiben mit entsprechenden Anlagen erreicht. Der Betreff lautete: "Aufstellung eines Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan Realschule Kemnath“. Gleichzeitig informierte die Stadt Kemnath über die in die Maßnahme eingebundene 28. Änderung des Flächennutzungsplanes. Die Stadt Erbendorf werde um Stellungnahme gebeten, kommentierte Bürgermeister Reger die Inhalte des mit 15. Juni 2021 datierten Informationspaketes. Wie aus dem Begleitschreiben hervorgeht, wurden die entsprechenden Unterlagen bereits öffentlich ausgelegt.

Das Stadtoberhaupt schilderte die Thematik: Nach dem Ergebnis einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2017 sei eine Generalsanierung der bestehenden staatlichen Realschule in Kemnath – so Reger wörtlich – „nicht funktional und wirtschaftlich umzusetzen". Reger fuhr fort: "Von Seiten des Ministerialbeauftragten für die Realschulen in der Oberpfalz wurde daher ein Neubau angeregt." Der Landkreis Tirschenreuth beabsichtige deshalb den Neubau der staatlichen Realschule in Kemnath, ergänzte Reger.

Das rund 5,3 Hektar große Planungsgebiet befindet sich westlich des Kemnather Schulzentrums und der Mehrzweckhalle. Ausgewiesen werden Bedarfsflächen für Bildung, Aus- und Fortbildung, Spiel, Sport und soziale Gemeinbedarfsflächen (Schulgebäude und Sporthalle). In der Sitzung ging Reger auch auf den (von den Zahlen her nach oben beziehungsweise unten gerundeten) Flächenbedarf ein: Gemeinbedarfsflächen: 16.000 Quadratmeter; Spiel- und Sportanlage: 16.000 Quadratmeter; Verkehrsflächen: 5500 Quadratmeter; Grünflächen: 5500 Quadratmeter. Den Bedarf für Ausgleichsflächen bezifferte die Stadt Kemnath auf rund 6700 Quadratmeter. Zudem merkte die Stadt an, dass im sogenannten Parallelverfahren (zur Aufstellung des Bebauungsplanes) der bestehende Flächennutzungsplan geändert werden müsse. Reger zitierte: „Das bisher als Grünfläche dargestellte Gebiet wird entsprechend auf Gemeinbedarfsflächen und Flächen für Sport- und Spielanlage umgeplant."

Einstimmiges Votum

„Einwendungen werden nicht erhoben. Die Belange der Stadt Erbendorf werden durch die vorliegende Bauleitplanung der Stadt Kemnath nicht berührt“, stellte Bürgermeister Reger fest. Einstimmig folgte der Stadtrat der Empfehlung, dem Anliegen der Stadt Kemnath das Votum zu erteilen.

„Belange der Stadt Erbendorf werden durch das geplante Bauvorhaben der Gemeinde Krummennaab nicht berührt."

Bürgermeister Johannes Reger

In der Stadtratssitzung ging es auch um Straßen

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