28.11.2019 - 11:42 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Fördertöpfe für Städte gut gefüllt

Wenn es um Städtebauförderung geht, ist die Stadt Erbendorf ein Paradebeispiel. Bauminister Dr. Hans Reichhart überzeugte sich vor Ort von einem Vorzeigeobjekt.

Stellvertretender Landrat Alfred Scheidler, CSU-Vorsitzender Johannes Reger, Abgeordneter Tobia Reiß, Bauminister Hans Reichhart und Landratskandidat Roland Grillmeier (von links) lauschen den Ausführungen von Erbendorfs Bürgermeister Hans Donko.
von Carolin BöcklProfil

Von der Industriebrache zum gut gehenden Tagungshotel - der Umbau der ehemaligen Kofferfabrik Bermas ist ein Beispiel. Hans Reichhart, bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, besuchte die CSU-Zukunftswochen in Erbendorf und ließ sich im Vorfeld der Wohnbaukonferenz von Bürgermeister Hans Donko und Betreiber Martin Weiß vom Großprojekt "Aribo-Hotel" berichten.

Laut Donko sei nicht infrage gekommen, das alte Bermas-Gebäude einfach abzubrechen. Auch bedingt durch die Lage am Radweg reifte schließlich die Idee, aus der Fabrik ein Hotel zu machen. Ein Projekt, das mit Gesamtkosten von gut 8 Millionen Euro für die Stadt allein keineswegs zu schultern gewesen wäre. Möglich war die Umsetzung nur durch die erfolgreiche Aufnahme ins Städtebauförderungsprogramm.

Mit der Gesellschaft für Freizeit- und Hoteleinrichtungen war auch bald eine Betreiberin gefunden. Deren Geschäftsführer Martin Weiß begeisterte Donko für seinen Vorschlag, statt eines Wellnesshotels ein Tagungshotel zu bauen. "Im Nachhinein betrachtet war diese Entscheidung absolut richtig." Weiß bestätigt: "Derzeit haben wir eine Auslastung von 80 Prozent."

Laut CSU-Landratskandidat Roland Grillmeier könne das Erbendorfer Projekt auch Vorbild und Inspiration für andere Kommunen sein: "Diese Sternstunde der Städtebauförderung zeigt, was dank der Unterstützung durch die Staatsregierung im ländlichen Raum alles möglich ist." Die Fördertöpfe seien gut gefüllt, man müsse sie nur nutzen.

"Wir würden uns natürlich freuen, wenn die eine oder andere Tagung hier bei uns in der Nordoberpfalz stattfinden würde", lautete der Wunsch Donkos an den Minister, auch einmal Gäste aus München im Hotel unterzubringen.

Eine Besonderheit ist, dass das Hotel als Inklusionsbetrieb geführt wird: "Mindestens 30 Prozent der Beschäftigten sind schwerbehindert. Eine wirklich tolle Chance für viele Menschen, die sich auf dem Arbeitsmarkt schwer tun." Die Hotelgäste bekommen davon in der Regel nicht viel mit, wie Weiß hinzufügt. "Die Gäste sind zufrieden, wenn das Essen schmeckt, der Service und die Zimmer ansprechend sind. Und ob das leckere Essen ein Mensch mit oder ohne Behinderung gekocht hat, spielt dabei überhaupt keine Rolle."

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