01.03.2021 - 11:31 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Halleluja, sag' ich: Gott ist auch ein Künstler

Mit Kunst in Erbendorf und dem neuen Kunstverein haben sich die beiden Pfarrer auseinandergesetzt. Martin Besold und Christoph Zeh wollen geistigen Beistand leisten. Wie, darüber sinnieren sie in einem kabarettistischen Youtube-Video.

Pfarrer Martin Besold (links) und Pfarrer Christoph Zeh unterhalten sich über KuKuvE, Gott als den ersten Künstler der Welt und darüber, wie auch die beiden Konfessionen einen Beitrag zur Kunst am Ort leisten können.
von Ulla Britta BaumerProfil

Christoph Zeh, evangelischer Pfarrer von Erbendorf, möchte "im Walzertakt das Sanktus schnitzen". Seine künstlerischen Ambitionen hat Jürgen Frischholz geweckt, der Vorsitzende des neuen Vereins KuKuvE: der Kunst- und Kulturverein Erbendorf. Ob Zeh schon tätig war, ist nicht bekannt.

Dass er sich in Kunst versuchen möchte, hat Zeh zumindest in einem Youtube-Video angekündigt, in dem er sich beim Gespräch mit seinem katholischen Kollegen, Martin Besold, darüber verliert, ob Kunst in Erbendorf notwendig sei und was dabei die Rollen der beiden Pfarrer sein könnten. Freilich dreht sich in diesem Zwiegespräch alles um Kunst mehr von der humorigen Seite aus gesehen. Dennoch ist es den beiden Geistlichen durchaus ernst mit ihrem geistigen Beistand für den Verein.

Martin Besold scheint wenig begeistert von Zehs Idee mit Tanz und Schnitzen. "Lieber nicht", rät er ihm besorgt ab. Was die beiden Pfarrer im Plauderton auf Youtube weitergeben über den neuen Kunst- und Kulturverein KuKuvE, darf nicht ganz ernst genommen werden. Der humorige Dialog aber ist tatsächlich aus der Idee von Jürgen Frischholz entstanden, auch die beiden Geistlichen ums Mitwirken im Verein zu bitten.

Jürgen Frischholz ist der Vorsitzende des jungen Vereins, der gerade ausgerechnet in der Startphase so gar nicht tätig sein kann wegen Corona. Was nicht heißt, dass Kunst nicht zu Hochleistungen animieren kann, selbst ohne Bühne. Allein das kleine Video beweist: Auch Pfarrer haben eine künstlerische Ader.

Aufnahmen auf Abstand

Das Zwiegespräch ist in seiner technischen Ausführung ausgesprochen künstlerisch gelungen. Sollte sich jemand über die "Nähe" der beiden Geistlichen so Schulter an Schulter wundern oder gar beschweren wollen: Stopp! Natürlich ist das eine Fotomontage, was wiederum den Beweis von Professionalität bei der Ausarbeitung zeigt.

Kamere, Set, Technik: Regie hat dabei Pfarrer Christoph Zeh geführt. Er war auch Techniker, Schneider und selbst Darsteller im Video. In der Textarbeit wiederum zeigen sich beide Geistliche gemeinsam äußerst kreativ. Sogar ein Gedicht wurde am Ende des kleinen Gesprächs über Kunst und Kultur für Erbendorf geschrieben und im Wechsel aufgesagt.

Auch während des Lockdowns ist der KuKuVe aktiv

Erbendorf

Zeh und Besold sprechen über Kunst, Gottes Rolle in Sachen Kunst und über frohlockende Engel. Dass Gott auch die schöne Oberpfälzer Natur gemacht habe, heißt es unter anderem einmal unter anderem. "Er ist auch ein Künstler. Sag' ich doch!", so das Fazit. Ob wohl jetzt auch sie als Pfarrer kultiviert werden sollen? Selbst darüber sinnieren die beiden und selbstverständlich sind sich beide einig, dass Kultur unbedingt gefördert werden müsse. Zu besagter Förderung haben Martin Besold und Christoph Zeh mit ihrem netten Video-Beitrag bereits viel Anteil geleistet. Der kleine Film wurde bereits knapp 1600 Mal aufgerufen, mit steigender Tendenz.

Schnittstellen beleuchten

Jürgen Frischholz freut's. Er erzählt, er habe mit Vorstandsmitglied Bernhard Schmidt die Pfarrer aufgesucht, um ihnen den Verein vorzustellen und sie zu ihrem Standpunkt in Sachen Kunst und Kultur zu befragen. Viele Themen seien dabei positiv diskutiert worden. Die Pfarrer seien sofort begeistert gewesen. Schnittstellen zwischen Kultur und Konfessionen zu beleuchten, sei ihnen ein großes Anliegen gewesen. Das sei sehr wichtig in diesen schwierigen Zeiten, habe es geheißen. Im Gespräch, so Frischholz, sei die Idee entstanden, für eine künftige Zusammenarbeit mit einem Dialog zwischen den Pfarrern zu starten. Jürgen Frischholz war, als er das Ergebnis sah, selbst hin und weg vor Begeisterung. Auch vom Talent zur Schauspielerei mit Hang in Richtung Kabarett der beiden Geistlichen.

Service:

Zu finden ist das Video auf Youtube unter "KuKu-Was?! - Kunst und Kultur in Erbendorf" sowie auf der Homepage der Evangelischen Kirche und auf Facebook.

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.