07.09.2020 - 17:42 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Hygiene wird bei Organisierter Erster Hilfe groß geschrieben

Seit 01. Juli 2020 dürfen Ersthelfergruppen wie die Organisierte Erste Hilfe (OEH) Erbendorf wieder alarmiert werden. Ein Hygienekonzept des BRK Kreisverbandes Tirschenreuth vermittelt wichtige Hygieneregeln.

von Redaktion ONETZProfil

Bereits Ende Juni absolvierten zahlreiche Ersthelfer der OEH Erbendorf eine Onlineschulung zum neuen Hygienekonzept für Ersthelfergruppen des Kreisverbandes Tirschenreuth im Bayerischen Roten Kreuz (BRK). Acht Ehrenamtliche aus Erbendorf fanden sich Ende August unter Wahrung aller Hygieneregeln für eine vor-Ort-Schulung zusammen. Damit haben nun fast alle aktiven Einsatzkräfte diese neue Pflichtfortbildung durchgeführt.

Kreisbereitschaftsleiter Christian Stahl diskutierte ausgiebig und mit vielen Beispielen das neue Hygienekonzept. Natürlich war Einsatzhygiene schon immer ein Thema für die Ersthelfer, aber im Umgang mit dem neuen Coronavirus, gebe es einige neue Verhaltensregeln zu beachten.

Erweiterte Schutzausrüstung bei COVID Verdacht

Sollte bei einer Alarmierung ein Verdacht auf Erkrankung mit Covid-19 bestehen, müssen die Ersthelfer nicht ausrücken. Der Schutz der eigenen körperlichen Unversehrtheit gilt hier im besonderen Maße. Wird trotzdem der Einsatz angenommen, muss eine erweiterte Schutzausrüstung angelegt werden. Neben den zum Standard gehörenden Jacken, Hosen und Handschuhen müssen in diesem Fall auch Schutzmaske, -brille und -schild aufgesetzt werden. Hinzu kommt ein Einweg-Schutzanzug, der über die normale Einsatzkleidung gezogen wird.

Bestätigt sich der Verdacht, warten auf die Ersthelfer nach Rückkehr vom Einsatz intensive Reinigungsarbeiten: die Einsatzkleidung wird verpackt und zur zentralen Wäscherei gegeben, das Einsatzfahrzeug und die Ausrüstung gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Um dies ein wenig zu vereinfachen, beschaffte OEH-Leiter Fabian Keppler-Stobrawe kürzlich Einwegschutzbezüge für die Autositze, wie sie auch in Werkstätten verwendet werden. Im Feuerwehrhaus der Feuerwehr Erbendorf wurden auch zahlreiche Desinfektionsbecken und -mittel aufgestellt und für die eigene Körperpflege zusätzliche Handtücher und Hygieneartikel.

Seit Wiederalarmierung Anfang Juli wurden die Ersthelfer aus Erbendorf bis vergangen Freitag bereits 24 Mal alarmiert. 15 Einsätze gab es allein im August, was eine neuerliche Höchstzahl an Einsätzen innerhalb eines Kalendermonats bedeute, sagte Keppler-Stobrawe. „Ein Covid-infizierter Patient war unseres Wissens noch nicht dabei“, erklärte der OEH-Leiter gegenüber Oberpfalz-Medien, der an dieser Schulung verhindert war.

Stahl bedankte sich bei den Teilnehmern für die gute Diskussion sowie ihre Einsatzbereitschaft und wünschte allen erfolgreiche und vor allem infektionsfreie Einsätze.

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