Kein Autoscooter, kein Karussell, kein Michaeli-Markt und keine Zeltkirwa des Rauchclubs. Corona hat alles fest im Griff. Doch ganz vergessen ist die "Andorfer Kirwa" nicht. Auch wenn das weltliche Fest heuer ausfällt, feiert die katholische Pfarrgemeinde die Kirchweih der Mariä-Himmelfahrts-Kirche an diesem Wochenende mit festlichen Gottesdiensten.
Bei den Gottesdiensten am Samstag um 18 Uhr sowie am Sonntag um 8.30 Uhr wird als Festprediger der Ständige Diakon i. R. Rudolf Hofmann aus Ebnath zu Gast sein. In der Sonntagsmesse um 10.30 Uhr werden Gemeindereferentin Roswitha Heining und Pfarrer Martin Besold der Bedeutung des Kirchweihfestes auf den Grund gehen und in diesem Familiengottesdienst in kindgerechter Weise erläutern. Pfarrer Besold weist darauf hin, dass zu allen Gottesdiensten, wie jeden Sonntag, aufgrund der Hygienebestimmung eine vorherige Anmeldung über die Homepage oder über das Pfarramt nötig ist.
Darüber hinaus laden die Verantwortlichen der Pfarrgemeinde am Kirchweih-Samstag Pfarrangehörige und Interessierte um 19.30 Uhr zur Pfarrversammlung in den großen Saal des Kolpinghauses ein. Neben Beiträgen des Pfarrgemeinderates und Informationen aus der Kirchenverwaltung steht die Vorstellung einer neuen Orgel für die Pfarrkirche im Mittelpunkt. "Dieser wichtigen Entscheidung ist es geschuldet, dass die Pfarrversammlung unter allen bekannten Sicherheitsvorkehrungen und mit begrenzter Zahl von 80 Plätzen im großen Saal stattfindet", informiert der Pfarrer. Eine Voranmeldung sei hierfür aber nicht nötig. "Sehen wir den Ausfall der weltlichen Kirwa-Feier heuer als Chance, wieder neu Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden im Gebet und christlichen Leben wertzuschätzen."
Die katholische Pfarrkirche ist Mariä Himmelfahrt geweiht. Gefeiert wird das Patrozinium am 15. August. Warum wird die Kirchweih erst im September gefeiert? Ursprünglich gab es zu Mariä Himmelfahrt einen Jahrmarkt, über den schon 1416 berichtet wird. Aufgrund einer Kirchenweihe an einem Michaelstag wurde der Mariä-Himmelfahrt-Jahrmarkt auf St. Michael im September verlegt. Seit dieser Zeit feiern die Erbendorfer ihre Kirchweih an Michaeli. In den Akten taucht die "Michaelikirchweih" erstmals im Jahr 1729 auf.

















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