22.07.2021 - 14:37 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Monatsversammlung des BRK Erbendorf: Wie Krisen im Katastrophenfall gemeistert werden

Passender konnte das Thema zur ersten Monatsversammlung des BRK Erbendorf seit Oktober 2020 nicht sein: Denn die Ehrenamtlichen erfuhren an diesem Abend, wie die Führungsgruppe Katastrophenschutz arbeitet.

Regierungsdirektorin Regina Kestel vom Landratsamt Tirschenreuth war die Leiterin der Führungsgruppen Katastrophenschutz in beiden bayernweiten Katastrophenfällen aufgrund der Corona-Pandemie.
von fksProfil

Regierungsdirektorin Regina Kestel vom Landratsamt Tirschenreuth folgte gerne der Einladung von Bereitschaftsleiter Sven Lehner, um darzustellen, wie im Katastrophenfall die Behörden aufgestellt sind und versuchen, eine Krise zu meistern. Gelegenheit gab es dazu reichlich: Denn seit Beginn der Corona-Pandemie wurde in Bayern bereits zweimal der Katastrophenfall ausgerufen. "In den einzelnen Landkreisen werden dann die Führungsgruppen Katastrophenschutz (FügK) einberufen", erläuterte die Referentin. Deren Aufgabe bestehe vor allem darin, alle beteiligten Behörden, Dienststellen, Organisationen und Dienstkräfte zu koordinieren und die Aufgaben aufeinander abzustimmen.

Beobachten von Trends

Aber auch die Beurteilung der aktuellen Lage und das strenge Beobachten von Trends obliegt der Führungsgruppe um Kestel. "Wir treffen auch Entscheidungen, die umgesetzt werden müssen", stellte die Regierungsdirektorin die Wichtigkeit der Katastrophenführung dar. Dabei stützt sie sich auf alle Informationen, die sie von den unterschiedlichen Stellen bekommt, wie von den Krisenstäben der Feuerwehr und des Roten Kreuzes. "Alle Informationen laufen bei uns zusammen", erklärte sie weiter. Mitglieder der FügK seien zudem nicht nur auf Behörden beschränkt, auch ereignisspezifische Mitglieder könnten berufen werden. Dies seien beispielsweise das Gesundheitsamt, die Kliniken Nordoberpfalz, Feuerwehr und Rettungsdienst, Polizei und viele mehr.

Zur Bewältigung der Pandemie initiierte der Landkreis eine Koordinierungsgruppe "Corona", die mindestens wöchentlich zusammenkam. Anfangs geschah dies nur im "kleinen Kreis", bestehend aus Leitung, Führungsassistenz, Gesundheitsamt und BRK. Später reichte dies jedoch nicht mehr aus und eine entsprechend größere Runde tagt nunmehr.

Trotz Pandemie viel gemacht

Nach dem Vortrag und der Diskussion mit der FügK-Leiterin berichtete Lehner von allerhand Aktivitäten der vergangenen Monate. So gab es im Kreisverband Tirschenreuth Neuwahlen, bei denen unter anderem das Erbendorfer BRK-Mitglied Christian Stahl als Kreisbereitschaftsleiter bestätigt wurde. Zudem sei seit den Wahlen eine Justiziarin im Vorstand des BRK-Kreisverbandes.

Rückblickend bedankte sich der Bereitschaftsleiter bei allen Ehrenamtlichen, die trotz der Pandemie weiter für den Nächsten einstehen. Als Beispiele nannte er zwei Spendenaufrufe und die Verteilung von Infomaterial zur Altkleidersammlung, Blutspendetermine, das Betreuen der Corona-Schnellteststation, die vielen Einsätze der Helfer vor Ort Krummennaab und der Organisierten Ersten Hilfe Erbendorf und die Reinigung des Rot-Kreuz-Zentrums.

Aktuell betreut der Erbendorfer Sanitätsdienst mit anderen Gruppen aus dem Landkreisen Tirschenreuth und Wunsiedel die Luisenburgfestspiele. "Mindestens zwei Helfer müssen vor und während der Vorstellungen anwesend sein", erklärte Lehner die Aufgaben. Anschließend schloss der Versammlungsleiter diesen Fortbildungsabend und bedankte sich bei den Verantwortlichen der Stadt Erbendorf für die Überlassung der Stadthalle.

"Alle Informationen laufen bei uns zusammen."

Regina Kestel vom Landratsamt Tirschenreuth

Nach neun Monaten pandemiebedingter Zurückhaltung fand wieder eine Versammlung der Mitglieder der BRK-Bereitschaft Erbendorf statt. Tagungsort war die Stadthalle, denn im Rot-Kreuz-Zentrum seien die geforderten Abstände nicht einzuhalten.

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