Erbendorf
25.07.2018 - 17:17 Uhr

Positives herausstellen

Die Europawahl 2019 wirft ihre Schatten voraus. Der SPD-Ortsverein wählte aus ihren Reihen die Delegierten zur Unterbezirks-Europakonferenz. Ortsvorsitzende Brigitte Scharf ging auf aktuelle Themen ein.

Die Delegierten zur Unterbezirks-Europakonferenz des SPD-Ortsvereins mit SPD-Ortsvorsitzender Brigitte Scharf (zweite von links), Franz Bauer junior (dritter von rechts) und Reinhold Kastner (rechts) sowie die Ersatzdelegierten (von links) Christine Trenner und Olga Lamm. njn
Die Delegierten zur Unterbezirks-Europakonferenz des SPD-Ortsvereins mit SPD-Ortsvorsitzender Brigitte Scharf (zweite von links), Franz Bauer junior (dritter von rechts) und Reinhold Kastner (rechts) sowie die Ersatzdelegierten (von links) Christine Trenner und Olga Lamm.

In der Sportgaststätte im Kreinzl trafen sich die Genossen zur Mitgliederversammlung, um die Weichen für die Europawahl 2019 zu stellen. Für die Unterbezirks-Europakonferenz wählten die Mitglieder als Delegierte Brigitte Scharf, Reinhold Kastner und Franz Bauer junior. Ersatzdelegierte sind Martin Gallersdörfer, Christine Trenner und Olga Lamm.

„Über das, was die SPD in der Bundesregierung erreicht hat, müssen wir reden.“ Mit diesen Worten ging SPD-Ortsvorsitzende Brigitte Scharf auf die aktuelle Politik ein. Was die SPD in der Koalition bisher erreicht habe, komme nach ihren Worten nicht so ganz bei den Menschen an.

„Ein wichtiges sozialpolitisches Signal ist, dass bei den Krankenkassenbeiträgen die Arbeitgeber bald wieder gleich viel zahlen“, so Scharf. „Das entlaste die Bürger. Besonders freute sie sich auch darüber, dass beim Thema Rente die SPD ihre Standpunkte durchsetzen konnte. „Vor allem bei der Erwerbsminderungsrente wird es Verbesserungen geben.“ So werde die Zurechnungszeit dieses Jahr auf 62,5 Jahre und ab dem kommenden Jahr auf 65 Jahre angehoben. „Für die Betroffenen eine gewaltige Rentenanhebung.“

Bei der Höherbewertung der Kindererziehungszeiten habe sich nach Ortsvorsitzender Scharf die SPD in der Koalition ebenfalls durchgesetzt. „Jetzt wird auch die Erziehung von Kindern, die vor 1992 geboren worden sind, umfangreicher bei der Rentenberechnung berücksichtigt.“

„Gedanken müssen wir uns noch im Arbeitsrecht über langjährige Arbeitslose machen“, stellte Scharf fest. Eine Absage erteilte sie über befristete Arbeitsverträge im Öffentlichen Dienst. „Es kann nicht sein, dass Lehrer am letzten Schultag ausgestellt werden, um sie im neuen Schuljahr wieder einzustellen“, sagte sie als Beispiel. „Befristungen gehen mit der SPD nicht.“

Nicht zuletzt sprach sie die „CSU-Geschenke“ an die Bürger an. Hier nahm die Ortsvorsitzende vor allem das Landespflegegeld mit jährlich 1000 Euro ins Visier, das ab September noch ausgezahlt werden soll. Sie kritisierte, dass vor allem Ältere in Pflegeheimen, deren Unterbringungskosten durch den Bezirk übernommen werden, leer ausgehen. „Das Geld geht dann direkt an den Bezirk und die Betroffenen haben dann davon nichts“, so Scharf. „Christlich sozial ist das nicht mehr“, wetterte sie. „Die Ärmsten kriegen nichts, wo bleibt da die Solidarität.“

Im lokalen Bereich freute sich Scharf sehr darüber, dass in der Steinwaldstadt eine Tagespflege errichtet wird. Sie kündigte an, dass es zu diesem Thema in den kommenden Monaten eine Informationsveranstaltung der AsF und des Müttervereins geben werde. Als Referent ist BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl im Gespräch.

Nicht zuletzt verwies sie auf das „Bubble-Ball“-Turnier am Samstag, 1. September ab 13 Uhr auf dem alten Fußballplatz am Bergwerk. Interessierte Gruppen, die beim Wettkampf teilnehmen möchten, können sich bei Spielleiter Reinhold Kastner melden.

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