23.06.2021 - 12:40 Uhr
ErbendorfOberpfalz

Steinwald-Allianz: Wanderwege und Parkplätze im Blick

Was steckt hinter der „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“? Das erfuhren die Mitglieder der Steinwald-Allianz in der Verbandsversammlung. Zudem verabschiedete sich ein wichtiger Partner.

Die Steinwald-Allianz hat bereits passende Wege für eine mögliche „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ gemeldet.
von Externer BeitragProfil

Das Fichtelgebirge will eine „Qualitätsregion Wanderbares Deutschland“ werden. Darauf verwies Tourismusfachkraft Nina Lang in der Verbandsversammlung der Steinwald-Allianz. „Es gibt erst vier Regionen in Deutschland, die dieses Prädikat haben, und die Anforderungen sind hoch“, beschrieb Nina Lang den Prozess und erläuterte dies anhand von Kriterien. „Wanderwege dürfen zum Beispiel nur einen geringen Anteil von Teerstraßen haben, die Wanderparkplätze müssen in einem guten Zustand sein und die Gastgeber sollten ihren Service dem Wandern ausrichten“, machte die Tourismusfachkraft laut einer Pressemitteilung deutlich.

Passende Wege gemeldet

Die Steinwald-Allianz ist als Mitglied in der Tourismuszentrale Fichtelgebirge in der Lenkungsgruppe und hat bereits passende Wege gemeldet, die der Fichtelgebirgsverein aktuell prüft. Passend dazu stellte Geschäftsführer Martin Schmid die Initiative „Wanderparkplätze“ vor. „Wir haben die Steinwald-Allianz gedanklich geviertelt und bereisen in Abschnitten alle bekannten und in Karten aufgenommenen Wanderparkplätze“, sagte er. Es sei zunächst eine grundlegende Bestandsaufnahme notwendig, um dann Maßnahmen wie Wandertafeln oder Beschilderungen zu ergänzen oder zu erneuern. „Manche Parkplätze haben Wanderer auserkoren, manche stören vielleicht bei der Waldbewirtschaftung, ein paar sind im Lauf der Jahre verwachsen“, fasste er die Situation in den 17 Mitgliedskommunen zusammen. Ziel sei es, dem Gast ein ansprechendes Netz an Parkplätzen anzubieten und zum Beispiel mit Sammelbestellungen die Kommunen zu unterstützen, heißt es in der Mitteilung weiter.

Der Steinwald-Allianz-Geschäftsführer freute sich, dass im Projekt „Feuerwehrabgasabsauganlagen“ ein nächster Schritt begangen werden konnte. Der Einbau von Abgasabsauganlagen in Feuerwehrhäusern sei notwendig, und die Steinwald-Allianz habe für 44 Gerätehäuser Angebote eingeholt. Es seien dazu die Feuerwehrführungskräfte zu Rate gezogen worden, eine gemeinsame Bearbeitung könne zu Synergieeffekten führen.

Starker Wandel

Leitender Baudirektor Thomas Gollwitzer vom Amt für Ländliche Entwicklung verabschiedete sich in der Versammlung nach 13 Jahren als Behördenleiter von der Steinwald-Allianz in den Ruhestand. „Ihr partnerschaftliches Handeln, Ihr Einsatz und Ihr Blick auf künftige Herausforderungen des ländlichen Raums sind nicht nur bezeichnend für Ihre Behörde, sondern vor allem für Ihr persönliches Handeln“, sagte Erbendorfs Bürgermeister Johannes Reger, Vorsitzender der Steinwald-Allianz. Das Amt für Ländliche Entwicklung sei seit der Gründung der Steinwald-Allianz im Jahr 2004 der starke Partner an der Seite des interkommunalen Bündnisses, wie es in der Pressemitteilung heißt.

Gollwitzer machte deutlich, dass keine andere Behörde in Bayern einen so starken Wandel erfahren habe. „Der Weg von der Flurbereinigungsdirektion zum Partner des ländlichen Raums ist mit vielen dynamischen Veränderungsprozessen geschafft worden. Alleine in die Steinwald-Allianz flossen in den letzten Jahren rund 14 Millionen Euro an Zuschüssen für die Dorferneuerung und die integrierte ländliche Entwicklung.“

Gollwitzer gab der Steinwald-Allianz auf den Weg, sich an Zukunftsthemen auszurichten. „Vor allem im Bereich von Klima- und Naturschutz sind künftig große Anstrengungen notwendig. Aufkommende Herausforderungen und die Gesellschaft verlangen dies von der öffentlichen Hand“, betonte er. Reger überreichte zum Abschied einen Geschenkkorb mit regionalen Spezialitäten aus der Öko-Modellregion.

Eintägiger Workshop

Das nächste Treffen der Steinwald-Allianz steht unter dem Titel der „Evaluierung“. Sachgebietsleiter Michael Neft vom Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz erläuterte den Ablauf des eintägigen Workshops, organisiert von der Schule der Dorf- und Landentwicklung in Plankstetten. Vormittags geht es dabei um die Projekte, die in den vergangenen Jahren bearbeitet wurden. Am Nachmittag richtet sich die Arbeit in die Zukunft und die Einleitung eines neuen Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzepts für die Steinwald-Allianz.

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Erbendorf
Thomas Gollwitzer (links) geht in den Ruhestand. Dank im Namen der Steinwald-Allianz sagten Geschäftsführer Martin Schmidt (rechts) und Vorsitzender Erbendorfs Bürgermeister Johannes Reger (Mitte).

"Alleine in die Steinwald-Allianz flossen in den letzten Jahren rund 14 Millionen Euro an Zuschüssen für die Dorferneuerung und die integrierte ländliche Entwicklung.“

Thomas Gollwitzer, Leiter des Amts für Ländliche Entwicklung Oberpfalz

„Wir haben die Steinwald-Allianz gedanklich geviertelt und bereisen in Abschnitten alle bekannten und in Karten aufgenommenen Wanderparkplätze.“

Martin Schmid

 

 

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