Erbendorf
31.03.2026 - 14:34 Uhr
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US-Soldaten werfen bei Erbendorf Böller auf Autos: Zeugen melden sich bei Polizei

Drei US-Soldaten sollen am Montagabend auf der Bundesstraße bei Erbendorf aus einem Geländewagen heraus explodierende illegale Feuerwerkskörper auf andere Verkehrsteilnehmer geworfen haben. Das ist der Stand der Ermittlungen.

Wie die Polizeiinspektion Kemnath am Dienstag mitteilte, sollen drei US-Soldaten am Montagabend auf der B 299 zwischen Reuth bei Erbendorf, Erbendorf, Pressath und Grafenwöhr aus ihrem SUV andere Verkehrsteilnehmer mit illegalen explodierenden Feuerwerkskörpern attackiert haben, teilweise sogar gezielt. Gegen 20.40 Uhr habe ein Zeuge den Notruf abgesetzt. Umgehend hätten Einsatzkräfte der Polizeiinspektionen Kemnath und Eschenbach Fahndungsmaßnahmen nach dem Geländewagen in ständigem telefonischen Kontakt zum Mitteiler eingeleitet.

Drei junge Soldaten im Auto

Die mutmaßlichen Täter seien mit teils nicht angepasster Geschwindigkeit von Erbendorf aus über die B 299 in Richtung Pressath nach Grafenwöhr gefahren. Währenddessen sollen sie in unregelmäßigen Abständen, etwa 20 bis 30 Mal, weiter Knallkörper gezielt und ungezielt auf den Gegenverkehr sowie auf das Fahrzeug, in dem der Zeuge und dessen Lebensgefährtin saßen, geworfen haben.

Polizeibeamte hätten das verdächtige Fahrzeug schließlich in Grafenwöhr angehalten und kontrolliert, heißt es in der Mitteilung weiter. Im SUV seien drei US-Soldaten im Alter von 20 bis 21 Jahren gesessen. Die Polizisten hätten viele in Deutschland illegale Feuerwerkskörper und Böller sowie eine erhebliche Menge an Liquids für elektronische Zigaretten sichergestellt, die die Männer zuvor offensichtlich in der Tschechischen Republik erworben und eingeführt haben sollen. Die Tatverdächtigen seien noch vor Ort an die US-Militärpolizei übergeben worden. Die Polizeiinspektion Kemnath habe die Ermittlungen übernommen und stehe hinsichtlich der sichergestellten Liquids im Austausch mit dem Zoll.

Autofahrer gefährdet

Da nach Angaben der Zeugen auch gezielt Böller auf Fahrzeuge im Gegenverkehr geworfen worden und die Fahrer dadurch offensichtlich gefährdet worden seien, bittet die Polizei um weitere Hinweise. Verkehrsteilnehmer, die am Montag zwischen 20.35 und 20.50 Uhr auf der B 299 zwischen Reuth bei Erbendorf und Erbendorf oder auf der B 299 zwischen Erbendorf, Pressath und Grafenwöhr aus einem weißen Hyundai-SUV mit AS-Zulassung mit Knallkörpern beworfen oder attackiert worden seien, sollten sich bei der Polizei Kemnath unter der Telefonnummer 09642/92030 melden. Weitere Zeugen, die Hinweise geben können, werden ebenfalls gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Am Dienstagvormittag hatte es nach Angaben der Inspektion in Kemnath ein erhöhtes Aufkommen an Zeugenanrufen und -meldungen gegeben. Darunter waren auch vier betroffene Personen, die aber nicht verletzt worden seien, bestätigte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz in Regensburg auf Anfrage von Oberpfalz-Medien. Der Fall werde im Laufe der Woche der Kriminalpolizei übergeben. Ob die US-Militärpolizei auch eingebunden werde, müsse mit der Staatsanwaltschaft geklärt werden, informierte der Sprecher weiter.

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