Der große Tag des Naturparks Hirschwald ist abgesagt worden, wie so viele Veranstaltungen in der Region. "Da müssen wir also noch warten", meint Maximilian Köpl mit Blick auf die damit ebenfalls gestrichene Uraufführung seines Hirschwald-Musikstücks. Hören kann man seine Komposition nun aber trotzdem. Der Freizeit-Komponist, der mit seiner Lebensgefährtin Helga Meißner die Musikschmiede Erlheim betreibt, hat sein Werk dort in seinem kleinen Tonstudio eingespielt. Die Musik hat er mit Bildern aus dem Hirschwald illustriert, viele davon aus dem Archiv von Isabel Lautenschlager, Geschäftsführerin des Naturparks Hirschwald: So entstand in Zusammenarbeit mit dem Naturpark das Hirschwald-Video, das seit kurzem bei Youtube im Internet abrufbar ist.
Musik-Video "Unterwegs im Hirschwald"
Wandern im Dreivierteltakt
"Ein musikalisches Bilderbuch aus dem Herzen der Oberpfalz", so beschreibt Köpl sein jüngstes Werk. Darin verknüpft der Erlheimer Naturbetrachtungen mit Foto-Sequenzen, die Lust machen sollen, den Hirschwald kennenzulernen, all dies unterlegt mit Musik im Dreiviertel-Takt. Dieses bewegte Tempo habe er ganz bewusst gewählt, weil es für ihn die passende Begleitmusik zum Wandern und Radfahren durch den Wald ist. Die Tier- und Pflanzenwelt im Naturpark ist auf den Foto-Überblendungen ebenso zu sehen wie die typischen Wald-, Fels- und Flusslandschaften der Hirschwald-Region.
Zeitgleich mit dem Hirschwald-Video hat Köpl noch ein weiteres bei Youtube veröffentlicht – "Die Oberpfalz-Hymne". So lautet der Titel des Dreiminüters im Internet, Köpl merkt dazu aber an, dass es natürlich eine "inoffizielle Hymne" sei. Auch hier stammen Musik und Text aus seiner Feder.
Weidener Kammerchor singt
In diesem Fall gab es tatsächlich eine Uraufführung – zum Abschluss des Chorfests des fränkischen Sängerbunds im Juli 2019 präsentierte der Weidener Kammerchor Maximilian Köpls "Oberpfalz-Hymne" erstmals vor Publikum vor dem Weidener Rathaus. Der Kontakt zu den Sängern war zufällig zustande gekommen: Köpl hatte übers Internet einen Chor gesucht, der das bis zu achtstimmige Lied dieser Musikrichtung singen könnte – und der Weidener Kammerchor sagte spontan zu.
Nicht nur Köpl war mit dem Ergebnis hoch zufrieden: Die Uraufführung in Weiden habe "sehr viel Applaus" bekommen, freut sich Köpl, dem daraufhin recht bald die Idee kam, auch diese Hymne in einem Video im Internet zu verewigen. Der Weidener Kammerchor sang das Stück daraufhin noch einmal ein, diesmal in Weiden an der Stadtmauer. Köpl verknüpfte Bild- und Tonaufnahmen von diesem "Auftritt" mit Bilder aus seinem Archiv, die die besungene Schönheit und Charakteristika der Oberpfalz illustrieren.















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