19.03.2020 - 13:07 Uhr
EschenbachOberpfalz

20 Millionen Euro Einlagen: Bei Bürger-Energiegenossenschaft knallen die Sektkorken

Was bei der Gründung vor zehn Jahren niemand zu träumen wagte, ist eingetroffen: Die Einlagen der Bürger-Energiegenossenschaft haben die Traumsumme von 20 Millionen Euro erreicht.

Vorstand und Aufsichtsrat der Bürger-Energiegenossenschaft begießen ein "freudiges Ereignis".
von Walther HermannProfil

Bei der monatlichen Sitzung von Vorstand und Aufsichtsrat schlug diese Nachricht einer Bombe gleich ein. Was knallte, waren allerdings Sektkorken.

Den zweiten Teil der Tagung im Hotel „Rußweiher“ gestaltete Bezirkskaminkehrer Richard Plössner. „Das Klimaschutzpaket 2030 der Bundesregierung wird beeinflussen, wie wir in Zukunft heizen. Ab 1. Januar 2026 treten für Hauseigentümer erhebliche Einschränkungen für Ölheizungen in Kraft“, erklärte er.

Der Gebäudeenergieberater befasste sich mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG) der Bundesregierung, mit dem die bisherige Energie-Einsparverordnung (ENEV) und das Erneuerbare-Energie-Gesetz (EEG) zusammengefasst werden. „Paragraf 72 des GEG enthält ein Betriebsverbot für Ölheizungen“, verkündete der Referent und sprach von einer erheblichen Förderung für Maßnahmen, die zu einer deutlichen Minderung von Kohlendioxid führen: Wärmedämmung von Wänden, Dachflächen und Geschoßdecken, Erneuerung von Außenfenstern und -türen sowie von Heizanlagen.

Er untermauerte seine Aussagen mit einer Förderübersicht zum „Heizen mit erneuerbaren Energien 2020“. In ihr sind für bestehende Gebäude Fördersätze mit Austauschprämie für eine Ölheizung angekündigt. Als Folge des neuen GEG sah der Kaminkehrer eine Überlastung der Heizungsbauer voraus. Ab dem Jahr 2021 kündigte er zudem Mehrkosten für Heizöl an.

Plössner stellte sich bei seinem Vortrag Zwischenfragen der interessierten Zuhörer und ging ergänzend auf die Energetische-Sanierungsmaßnahmen-Verordnung im Steuerrecht mit ihren Abschreibungsmöglichkeiten ein. Da es sich um komplexe Abschreibungsvorgaben handele, empfahl er den Gang zum Steuerberater. Als förderfähig bezeichnete er auch die Kosten für einen Energieberater.

Ein Filmbeitrag vertiefte die Inhalte des Vortrags und gab zu erkennen, dass für die Umsetzung der Vorgaben des GEG viel Fachwissen erforderlich ist. „Erneuerbare Heizungen werden deutlich attraktiver. Die Zeit ist reif für klimafreundliche Heizungen. Ein Umdenken ist gefragt“, lautete das Fazit des Bezirkskaminkehrermeisters.

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