28.06.2020 - 13:08 Uhr
EschenbachOberpfalz

Beitrag im Fernsehen: Nur eine Sekunde für "Flying Boots"

Die Enttäuschung bei den "Flying Boots" ist groß. Sie ließen für die ARD die Stiefel fliegen, standen für Interviews bereit. Am Ende waren sie im Beitrag der ARD am Donnerstag nur gut eine Sekunde zu sehen.

Als "very good" bezeichnete Tom Lasch die deutsch-amerikanische Freundschaft vor Ort. Der US-Angehörige hat in die "Flying Boots" eingeheiratet. Die ARD-Zuschauer konnten am Ende davon aber nichts erfahren.
von Walther HermannProfil

Geradezu versetzt fühlen sich die „Flying Boots“ von der ARD. Die Line Dancer, die einen festen Platz beim alljährlichen deutsch-amerikanischen Volksfest haben, waren am 15. Juni unerwartet zu Fernsehaufnahmen am 16. Juni gebeten worden. Hintergrund war ein angekündigter Beitrag zur deutsch-amerikanischen Freundschaft, wie sie im Raum Grafenwöhr-Eschenbach praktiziert wird.

Die Aufnahmen der ARD am Rußweiher

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Das Aufnahmetrio aus Nürnberg weilte nach Gesprächen und Aufnahmen in Grafenwöhr für zirka eine Stunde auch in Eschenbach. Auf der Seebühne im Rußweiher ließen die Tänzer um Rainer Pech die Stiefel fliegen und stellten sich mehreren Einzelinterviews. Auf Nachfrage von Oberpfalz-Medien kündigte die Aufnahmeleiterin für die Flying Boots eine Sendezeit von etwa drei Minuten an.

Sendezeit für "Flying Boots"-Beitrag steht fest

Eschenbach

Seit Freitag vergangener Woche nehmen sehr deutliche Äußerungen der Enttäuschung und des Unmuts zu. Am Donnerstag war in der ARD-Sendung „Kontraste“ nach nur einem Bild vom Stadtplatz Grafenwöhr die "Flying Boots" für etwa eine Sekunde zu sehen. Hintergrund der Sendung waren die Schimpftiraden, die Feindbild-Äußerungen und die Truppenabzugsankündigungen des US-Präsidenten Donald Trump. Ausführlich dagegen wurde die Situation am US-Standort Baumholder dargestellt. Entsprechend groß ist die Enttäuschung bei den Tänzern. Sie meinen, die Arbeit des von den "Flying Boots" und dem Rußweiher-Flair begeisterten Aufnahmeteams war „für die Katz“, und die vielfältigen Aktivitäten deutsch-amerikanischer Freundschaft rund um den europaweit größten und bedeutendsten US-Standort und Übungsplatz Grafenwöhr haben bei der ARD kein Interesse gefunden.

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