09.03.2020 - 16:28 Uhr
EschenbachOberpfalz

Briefwahl im Vierstädtedreieck äußerst beliebt

Ihre Kreuzchen gemütlich von der Couch aus zu verteilen, das machen immer mehr Bürger. Bei der Kommunalwahl 2020 steigt die Zahl der Briefwähler im Vierstädtedreieck sogar noch einmal deutlich an - mit einer Ausnahme.

Immer mehr Bürger gehen nicht mehr ins Wahllokal, sondern geben ihre Stimme per Briefwahl ab.
von Anne Wiesnet Kontakt Profil

Lieber in die Wahlkabine gehen, oder sich die Briefwahlunterlagen nach Hause schicken lassen? Vor jeder Wahl stehen die Bürger vor dieser Frage. Viele entscheiden sich mittlerweile für die geheime Wahl vom Esstisch oder der Couch aus. Das ist auch bei der Kommunalwahl 2020 nicht anders. Im Vierstädtedreieck haben sogar bereits mehr Bürger als sonst fleißig ihre Kreuzchen gemacht.

In der Verwaltungsgemeinschaft Pressath, zu der auch Schwarzenbach und Trabitz gehören, sind es bis Montagvormittag gegen 10.30 Uhr 2666 von insgesamt 5521 wahlberechtigten Bürgern, die die Briefwahlunterlagen beantragt haben. Im Jahr 2014 waren es noch 2355. Besonders in Schwarzenbach mit bislang 390 und Trabitz mit 540 Briefwählern ist der Anstieg groß. Vor sechs Jahren waren es in Schwarzenbach noch 276 und in Trabitz 404 Briefwähler, berichtet Rudi Fuchs für die Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pressath. "Ich habe mich darauf eingestellt, man hat die Tendenz erkennen können", sagt er. Deshalb habe er 3500 Briefwahlgarnituren bestellt und ist zuversichtlich, dass dieses Mal die 3000er-Marke geknackt wird. Dass der Anstieg der Briefwähler auch mit dem Coronavirus zusammenhängen könnte, sieht er "noch nicht" so. Für ihn sei es momentan eine "normale Entwicklung".

Anders ist die Lage in Grafenwöhr: Laut Holger Cibis wollen dieses Mal bislang weniger Bürger per Brief abstimmen. 1660 Briefwähler sind es am Montagnachmittag, bei der Kommunalwahl 2014 waren es 2099. "Könnte sein, dass es nicht ganz so viele wie letztes Mal sind", meint er. Die Bürger haben aber auch noch ein paar Tage Zeit, um den Rückstand zu 2014 aufzuholen.

In Eschenbach sieht es ähnlich wie in Pressath aus. Die Stadt zählt bislang 1450 Briefwähler. "Das sind schon mehr als bei der letzten Kommunalwahl", berichtet Christofer Neukam. Auch in Neustadt am Kulm und Speinshart, die zur Verwaltungsgemeinschaft gehören, sind viele Briefwähler dabei: 520 und 420 haben die Unterlagen bereits beantragt. Neukam erklärt sich den Anstieg mit der Bequemlichkeit, aber auch mit dem Umfang der Wahlzettel: "Es ist ein riesiger Kreistagszettel dabei." Bis die 60 Stimmen an die Kreisräte vergeben seien, dauere es schon eine Weile. Das sieht auch Reinhold Lindner von der VG Kirchenthumbach so. Deshalb verwundert es ihn nicht, dass bereits 1383 Kirchenthumbacher, 314 Schlammersdorfer und 339 Vorbacher Gemeindebürger die Briefwahlunterlagen beantragt haben - über 50 Prozent der Wahlberechtigten.

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