Eschenbach
14.05.2020 - 12:47 Uhr

Bürgermeister Marcus Gradl vereidigt

„Wann, wenn nicht jetzt! Wo, wenn nicht hier! Wer, wenn nicht wir!“ Mit diesem Appell wendet sich der neue Eschenbacher Bürgermeister Marcus Gradl zu Beginn der neuen Sitzungsperiode an den Stadtrat.

Karl Lorenz nimmt als lebensältester Stadtrat dem neuen Bürgermeister Marcus Gradl den Diensteid ab. Bild: rn
Karl Lorenz nimmt als lebensältester Stadtrat dem neuen Bürgermeister Marcus Gradl den Diensteid ab.

Nach einer ökumenischen Andacht in der Pfarrkirche St. Laurentius diente die Aula der Markus-Gottwalt-Schule dem Stadtrat, bedingt durch die Corona-Pandemie, erneut als Tagungsstätte. Mandatsträger und Gäste wurden zur konstituierenden Sitzung des neu gewählten Gremiums mit einem Getränk empfangen.

In seiner Antrittsrede bekannte Gradl: „Heute stehe ich hier vor Ihnen mit den gleichen Gefühlen wie vor knapp zwei Monaten, als das Wahlergebnis feststand. Dankbar, glücklich und demütig habe ich damals auf die Zahlen gestarrt und langsam realisiert, dass der neue Bürgermeister von Eschenbach Marcus Gradl heißen wird.“ Er versicherte, dass der Realisierungsprozess inzwischen abgeschlossen sei, sich an seiner Dankbarkeit, Freude und Demut jedoch nichts geändert habe.

„Der heutige Tag ist für die Stadt Eschenbach kein gewöhnlicher“, räumte das neue Stadtoberhaupt mit Blick auf die zu Ende gegangene zwölfjährige Amtszeit von Peter Lehr ein. An ihn gewandt bekräftigte er: „Ich habe diese Sitzung ganz bewusst dazu gewählt, um im Namen aller Eschenbacher 'Danke' zu sagen für Deinen Einsatz und Dein Engagement, mit dem Du Eschenbach in den vergangenen Jahren gestaltet hast.“

Dem Beginn einer jeden Sitzungsperiode schrieb Gradl üblicherweise große Erwartungen zu, insbesondere dann, wenn ein neuer Bürgermeister, noch dazu von einer anderen Partei, sein Amt antritt. „Und das ist gut so“, betonte er und räumte auf seine Person bezogen ein: „Denn dafür bin ich angetreten, dafür bin ich gewählt worden.“ Er zeigte sich bewusst, dass die neue Aufgabe nicht einfach und eine große Herausforderung und der Versuch, es allen recht zu machen, sicher zum Scheitern verurteilt sein werde.

„Ich werde ein Bürgermeister für alle Einwohner unserer schönen Stadt sein", versprach Marcus Gradl und fügte hinzu: "Jeder Einzelne ist aufgerufen, seine Stadt mitzugestalten, sich einzubringen und andere mit seiner Leidenschaft für Eschenbach anzustecken. Wir alle gemeinsam können und werden Eschenbach fit für die Zukunft machen. Ich werde jeden Tag hart dafür arbeiten.“

Obwohl es der Rußweiherstadt gut gehe, sah er für die nächsten Jahre, wie auch bei anderen Kommunen, keine einfachen Zeiten voraus. Weiterzuentwickeln gelte es jedoch eine attraktive Innenstadt, gesunde Wirtschaft, boomenden Tourismus und eine intakte Natur. „Konzepte für all diese Bereiche liegen in der Schublade, jetzt geht es darum, diese Ideen zielführend und nachhaltig umzusetzen.“

„Bei aller politischen Gestaltungsfreiheit ist mir das gemeinschaftliche Miteinander im Stadtgremium enorm wichtig“, betonte der Bürgermeister. Fest überzeugt zeigte er sich davon, dass Eschenbach dann am stärksten sei, wenn eine echte Mehrheit, fernab von Fraktionen, an einem Strang ziehe und Lösungen zusammen mittrage.

Zur Frage nach dem Idealtyp des Bürgermeisters erkannte Gradl als Lösung eine Mischung aus korrektem Verwaltungsfachmann, dynamischem Wirtschaftsmanager, visionärem Stadtplaner und bürgernahem Vereinsmenschen. Dies alles nehme er in großen Teilen für sich in Anspruch, erklärte er selbstbewusst.

Um aber die großen Teile davon zu einem kompletten Ganzen machen zu können, bat er um Unterstützung in Stadtverwaltung, Unternehmen und überall dort, wo es um neue, mutige Schritte hinein in eine erfolgreiche Zukunft gehe. Denn: „Ein Bürgermeister kann nur so gut sein wie die Unterstützung, die er erfährt. Ich kann nur so gut sein, wie Sie mich unterstützen.“

Der neue Bürgermeister betonte, es kaum zu erwarten zu können, anzufangen und anzupacken. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit den Stadträten „für unsere wunderbare Stadt Eschenbach“.

Nach den Vorgaben des Wahlbeamtengesetzes war nun Karl Lorenz gefordert. Als lebensältester Stadtrat nahm er Marcus Gradl den Diensteid mit dem Schwur zur gewissenhaften Erfüllung seiner Amtspflichten ab. Für den letzten Teil des Zeremoniells war Mund- und Nasenschutz angesagt. Lorenz hängte Gradl das äußere Zeichen der Bürgermeisterwürde um, die Amtskette.

Korrektur:

Dunzer und Wiesent für CSU/ÜCW

In unserem gestrigen Bericht über die konstituierende Sitzung des Stadtrats sind bei der Nominierung der Fraktionssprecher zwei Namen falsch genannt worden. Für die CSU/ÜCW-Fraktion sind nicht Dr. Sabine Schultes und Reinhart Wiesent, sondern Korbinian Dunzer und Reinhart Wiesent zuständig.

Der Übergabe der Amtskette folgt der "Corona-Handschlag". Bild: rn
Der Übergabe der Amtskette folgt der "Corona-Handschlag".
 
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