16.05.2019 - 10:28 Uhr
EschenbachOberpfalz

Eindrucksvolle Rundfahrt

Wer Freunden von „auswärts“ Besonderheiten seiner Heimat zeigen will, unternimmt mit ihnen eine Rundfahrt auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Das dachte sich zumindest "Frohsinn"-Vorsitzender Erwin Dromann.

Erwin Dromann (links), Vorsitzender der Gesellschaft „Frohsinn“, und die Berchtesgadener Gäste stellen sich zur Erinnerung an die Rundfahrt auf dem Grafenwöhrer Truppenübungsplatz zu einem Foto auf.
von Georg PaulusProfil

Erwin Dromann lud kurzerhand eine Abordnung aus dem Gastronomiebereich der Stadt Berchtesgaden, die dem Eschenbacher Geselligkeitsverein einen Gegenbesuch abstattete, dazu ein, den Truppenübungsplatz bei einer Rundfahrt kennen zu lernen. Als Reisebegleiter war Stabsfeldwebel Christopher Dippel vom Bundeswehrstandort dabei. Staunend registrierten die Berchtesgadener die Größe des Truppenlagers und des Sportzentrums für die US-Soldaten. Ein Besuch wurde auch dem Südlager in Vilseck, das als Standort der Stryker Cavalry Brigade sehr bekannt ist, abgestattet.

Dem Mittagessen in einem Landgasthof in Kürmreuth folgte ein Besuch der „Wolfsschützenkapelle“, die zum Dank für die Rettung vor einem Wolf errichtet worden war. Diese Kapelle wird von der Bundevorstverwahltung gepflegt und ist die einzige Kapelle, die im Übungsplatz noch existiert. Nächste Station war der „Ursprung“, ein Quellgebiet, dessen Wasser ständig in Bewegung ist und den sich darin spiegelnden Wald in ein magisches Farbenspiel verwandelt.

Interessant war auch der Bleidornturm auf dem „Schwarzen Berg“. Dass sich Elvis Presley während seiner Dienstzeit in der US-Army hier verewigt hatte, erstaunte die Berchtesgadener ebenso wie die Tatsache, dass der Turm nach Rudolf Bleidorn, General der Artillerie im ersten Weltkrieg, benannt worden war. Vom Turm aus hat man eine gute Sicht, sogar der Rauhe Kulm und Ochsenkopf im Fichtelgebirge sind von dort aus erkennbar.

In Hopfenohe, einem einst blühenden Ort, der im Jahr 1938/39 der Erweiterung des Übungsplatzes zum Opfer fiel, endete die Tour. Vom Ort ist nur noch die Ruine der Pfarrkirche zu sehen, die auch mit Hilfe der Army vor dem Verfall gerettet wurde. Nicht nur Nachfahren einstiger Bewohner besuchen diese Erinnerungsstätte an dem einst blühenden Ort. Dromann berichtete den Gästen außerdem, dass am Flugplatz der Army für das 233 Quadratkilometer große Übungsgelände eine Feuerwehr stationiert worden ist. Auch das eigene Schul- und Einkaufszentrum der amerikanischen Familien sowie Netzaberg Chapel bekam die Berchtesgadener Abordnung zu sehen.

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