Eschenbach
27.03.2022 - 12:17 Uhr

Eschenbacher Kinder malen für den Kimaschutz

Auf der Obersee-Dammstraße werden Spaziergänger und Wanderer in den nächsten Monaten über viele Kunstwerke junger Eschenbacher stolpern. Die farbenfrohe Aktion hat einen ernsten Hintergrund.

Die Dammstraße war am Freitagnachmittag für den Verkehr gesperrt. Für kurze Zeit sorgte sogar eine Polizeistreife für die Sicherheit der rund 20 begeisterten kleinen Akteure. Grund war eine große Malaktion, bei der Anna Fichtl Regie führte, unterstützt von einigen Mamas. Auf Nachfrage von Oberpfalzmedien verwies sie auf ihre Tochter Freya. Diese hatte vor Wochen, als in der Schule das Thema Kinderwünsche behandelt worden war, neben Alltagswünschen auch vorgebracht: „Erderwärmung stoppen!“ Zu Hause sei das in Gesprächen weiterverfolgt worden. Nach dem Aufruf von Fridays for Future zur „Aktion Klimastreik“ gab es dann einen örtlichen Appell mittels Facebook.

Zum Startschuss für die Malaktion harrte vor einem Tisch mit viel Vollabtönfarbe eine muntere, erwartungsfrohe Kinderschar. Ihr und den etwas abseits stehenden Eltern rief Fichtl zu: „Ich freue mich außerordentlich, dass ihr heute hier seid und bei der Malaktion ,Kinder für Klimaschutz‘ mitmachen wollt. Wir sind heute hier ein Teil von etwas ganz Großem, bei dem Menschen auf der ganzen Welt sich für das Klima einsetzen." Fichtl zitierte Greta Thurnberg: "Ich habe gelernt, dass man nie zu klein dafür ist, einen Unterschied zu machen." Genau darum gehe es bei der Malaktion.

Jeder, der nun die Dammstraße entlangspaziert, werde auf die Klimakrise aufmerksam gemacht und „stolpert gedanklich über eure Bilder“. Anna Fichtl versicherte den jungen Malern, dass sie die Menschen mit ihren Bildern dazu motivieren können, Blumen zu säen als Nahrung und Lebensraum für Bienen, Schmetterlinge und Marienkäfer, oder auch dazu, dass mehr regionales Obst und Gemüse und weniger Fleisch gegessen werde.

Mit Farbbecher und Pinsel eilten die Kinder zu den vorbereiteten Motiven, die auszumalen waren. Kreidezeichnungen wie Schmetterlinge, Bienen, Blumen, Windrad, Sonne mit Kollektor oder Hausdach mit Blumen waren ergänzt mit Texten wie „There is no Planet B“, „Hilfe Plastik“, „Bio Region“ oder „Unser Zuhause geht kaputt“. Zur Stärkung der kleinen Rubens‘ und Picassos hatten Freya und Justus Fichtl Frühlings-Oster-Plätzchen gebacken.

Nach zwei Stunden im Malatelier Oberseedamm zeigte sich Anna Fichtl „total happy“ und bilanzierte: „Zirka 20 Kinder zeigten sich unentwegt engagiert und motiviert und brachten sehr schöne Bilder auf die Fahrbahn.“ Die Verkehrsteilnehmer waren größtenteils rücksichtsvoll. Nur ein Freizeitradler achtete nicht auf die frischen Farben. Er konnte offensichtlich nur geradeaus fahren.

Es war nicht die erste derartige Aktion. Vor einem Jahr hatte Kathleen Walberer, Mitarbeiterin am Kindergottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde, für das Osterfest eine Stationenwanderung rund um den Rußweiher initiiert, die am Oberseedamm ebenfalls zu Malangeboten geführt hatte. Neben der Beobachtungskanzel nutzten Kinder das Angebot mit Straßenmalkreide auf die österliche Freudenzeit einzustimmen. Neben Ostereiern in allen Größen, Herzen, Blumen, Osterhasen und der Sonne war zu lesen „Happy Easter“ und „Ti amo“.

 
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