Eschenbach
04.10.2018 - 17:00 Uhr

Ein Fest der Nationen

Gemeinschaftsunterkunft feiert mit Ehemaligen und Tagungsgästen.

Zweiter Bürgermeister Karl Lorenz (vorne) frönt in internationaler Gesellschaft Gaumengenüssen. Beim Sommerfest in der Gemeinschaftsunterkunft sind unter anderem auch GU-Verantwortliche Alexandra Adam (hinten, Zweite von links), Fritz Betzl vom Arbeitskreis Asyl und Wolfgang Klink, Koordinator beim Landratsamt Neustadt/WN (hinten, Dritter und Vierter von rechts) mit von der Partie. Bild: rn
Zweiter Bürgermeister Karl Lorenz (vorne) frönt in internationaler Gesellschaft Gaumengenüssen. Beim Sommerfest in der Gemeinschaftsunterkunft sind unter anderem auch GU-Verantwortliche Alexandra Adam (hinten, Zweite von links), Fritz Betzl vom Arbeitskreis Asyl und Wolfgang Klink, Koordinator beim Landratsamt Neustadt/WN (hinten, Dritter und Vierter von rechts) mit von der Partie.

Das Geschehen in und um die Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Flüchtlinge und Asylbewerber hat oberpfalzweit Vorzeigecharakter (wir berichteten). Wegen der Tagung der Mitarbeiter der Regierung der Oberpfalz in Gemeinschaftsunterkünften verschoben der Arbeitskreis Asyl (AKA) und GU-Verantwortliche Alexandra Adam das Sommerfest und banden nach Tagungsende die Gäste in ihre internationale Feierrunde ein.

AKA-Leiter Fritz Betzl führte die Teilnehmer eingangs in die Kleiderkammer hinter der Bergkirche. Wie untertrieben diese Bezeichnung ist, zeigte sich im ersten Stock des zuletzt als Hauptschule genutzten Gebäudes. Die Besucher kamen beim Gang durch die Räume aus dem Staunen nicht heraus. Besonders den Regensburgern offenbarte sich nun, warum sie aus Eschenbach "Hilfslieferungen" erhalten können. Betzl dankte den zahlreichen Spendern.

Weiteres Erstaunen setzte ein, als die gesellige Festlichkeit im Hof der GU zu einem Fest der Nationen wurde, dem auch die Bürgermeister Peter Lehr und Karl Lorenz die Referenz erwiesen. Zu den derzeitigen Bewohnern der GU gesellten sich viele Ehemalige, die als anerkannte Flüchtlinge inzwischen in Eschenbach, Kirchenthumbach, Trabitz oder Weiden eine eigene Wohnung gefunden haben und weiterhin den Kontakt mit ihnen vertrauten Mitarbeitern des AKA suchen und pflegen. Die vermittelten Arbeitsplätze reichen bis nach Bayreuth und Weiden. "So wie bei euch findet das Miteinander sonst nirgends statt", lautete der Kommentar der Gäste, die Eschenbach ein Alleinstellungsmerkmal zusprachen. Zwischen ihnen und den Mitarbeitern das AKA kam es zu einem regen Erfahrungsaustausch.

Ein reichhaltiges warmes Büfett war Garant für internationale Gaumengenüsse. Dazu trugen neben dem AKA auch Tschetschenen und Eritreer bei. An den über den gesamten Hofraum verteilten Tischgruppen herrschte Festtagsstimmung und Freude über erste Erfolge der Eingliederung. Auch 90 Prozent der Flüchtlinge aus Eritrea gelten bereits als "anerkannt". Im beschwerdefreien Zusammenleben von Einheimischen und Flüchtlingen sehen Adam und Betzl einen Erfolg des AKA.

 
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