08.07.2018 - 14:36 Uhr
EschenbachOberpfalz

Gut gelaufen

Was für eine Veranstaltung: Beim 27. Eschenbacher Triathlon überquert nach nur 1:10:57 Stunden Frank Dietrich als schnellster Eschenbacher nur acht Minuten nach dem 28 Jahre jüngeren Tagessieger, Andreas Besold, die Ziellinie.

von Walther HermannProfil

Der Volkstriathlon der Breitensportabteilung des SCE hat nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Er wurde erneut zu einem Treffen begeisteter Sportler - aus der Oberpfalz und darüber hinaus. Für viele der knapp 100 Starter wurde er auch zu einem Freundschaftstreffen. Kämpften die einen um Zeiten und Plätze, stand bei den anderen der olympische Gedanke im Vordergrund: dabei sein bei einer Vielfältigkeitsveranstaltung, die begeistert und als Test der eigenen Leistungsfähigkeit betrachtet wird. Zeugnis dafür war das Alter der Teilnehmer. Vertreten waren die Jahrgänge 1954 bis 2000. Einen Sonderpreis erhielt erneut das geradezu opulente Kuchenbuffet. Wie von Seiten der Bäckerinnen nach Ende der Veranstaltung zu hören war, übertrafen sich die Teilnehmer nach Ende ihrer Disziplinen im Schwärmen ob der Vielfalt, Auswahl und Qualität der kulinarischen Angebote. Dass diese bereits einen hohen Bekanntheitsgrad unter der Triathlenfamilie haben, beweist eine von vielen Lobpreisungen: „Wir kommen nur wegen eurem Kuchenbuffet.“
Nach der Kontrolle der Fahrräder und Wettkampfbesprechung hießen Schirmherr Bürgermeister Peter Lehr, Abteilungsleiter Karl Lorenz und SCE-Vorsitzender Matthias Haberberger das startbereite Teilnehmerfeld willkommen, wünschten faire Wettkämpfe und riefen zur Vorsicht auf der Radstrecke auf. Lorenz dankte BRK, den Feuerwehren Eschenbach und Tremmerdorf, Motorradclub „Pilots“, Polizei, Wasserwacht, freiwilligen Helfern und Spendern für Unterstützung und Mithilfe.
Kräftige Armschläge peitschten durch das Wasser, als Bürgermeister Lehr um 14 Uhr den Startschuss für die Schwimmstrecke gab. Überwacht wurden die Schwimmer von der allseits präsenten Wasserwacht. Als Erster stieg nach 7,25 Minuten Julian Wohlfahrt (Laface Team Weiden) aus dem Wasser und wechselte auf die Radstrecke. Als schnellste Schwimmerin der Frauen verließ nach eigener Aussage nur 10 Sekunden nach Wohlfahrt Katrin Schwabl den Rußweiher. Nach 16,5 Minuten nahmen am Ausstieg zwei Helferinnen den letzten Teilnehmer - aus der Seniorenklasse - in Empfang.
Für die Raddisziplin über 25 Kilometer musste die Strecke Freibad – Holzmühle – Tremmersdorf zweimal gewältigt werden. An der Wendestelle vor dem Freibad hatten sich Scharen von Schlachtenbummlern versammelt, die die Radfahrer mit kräftigen Anfeuerungsrufen auf den zweiten Streckenabschnitt schickten. An der Wendestelle lag Wohlfahrt noch in Führung. Bald darauf musste er allerdings wegen eines Radschaden aufgeben.
Die Laufstrecke führte traditionsgemäß um den Rußweiher. Noch viele Radfahrer waren unterwegs, als Andreas Besold vom RSC Marktredwitz nach einer Stunde zwei Minuten und 43 Sekunden das Zielband durchlief. Als Beste der Frauen folgte ihm nach 1:13:53 Stunde Julia Merk vom Laface Team Weiden. Sonderapplaus erhielt Joachim Behrend vom Skiclub Schwandorf, der in der Seniorenklasse 3 (1964) die drei Disziplinen in 1:51:34 Stunde bewältigte.
Nach einer kurzen Verschnaufpause berichtete der 26-jährige Tagessieger Besold Oberpfalz-Medien, dass er wegen Verletzungen den Fußballsport aufgegeben hat und seit 2013 Laufen in der Langdistanz trainiert. Er zeigte sich überrascht darüber, „wie gut es hier am Rußweiher gelaufen ist“. Wertete er die Schwimmdisziplin mit „heute ein schlechter Tag“, sprach er positiv über die Laufstrecke: „Laufen ist mein Steckenpferd, ich ging die Runde ziemlich entspannt an.“ Als bisherige Erfolge nannte er seine Triathlon-Siege in Weiden und Bamberg und den 2. Platz in Kulmbach. Julia Merk sah im Volkstriathlon Eschenbach eine „supergeile Veranstaltung“, zu der sie immer wieder gerne kommt.
Vor der Siegerehrung verteilte Bürgermeister Lehr Anerkennungs- und Erinnerungspräsente. Als jüngste Teilnehmer (Jahrgang 2000) freuten sich Karin Rösch (Wintersportverein Nabburg) und Micha Grosch (TSV Zirndorf) über eine Schmucktasse der Stadt. Den ältesten Teilnehmer (1954) Gregor Wirth gratulierte Lehr mit Eschenbach-Sekt für die erbrachte Leistung. Die weiteste Anreise hatte Astrid Bardenheuer aus Kassel. Sie benutzt künftig einen Schirm mit dem Aufdruck „Mein Herz schlägt für Eschenbach“.
Auch der vom Verband beauftragte Kampfrichter Christian Kraus spannt bei Regen künftig einen Eschenbach-Schirm auf.
Der Triathlon wird stets auch als Stadtmeisterschaft gewertet. Unter Berücksichtigung der Altersklassen überreichte Lehr Meisterschaftspokale an Frank Dietrich (Seniorenklasse 3, 1964, 1:10:57 Stunde), Matthias Schwemmer (Altersklasse 4, 1983, 1:15:54 Stunde) und Max Reiß (Seniorenklasse 2, 1970, 1:16:29 Stunde). Zum Eschenbach-Triathlon gehört seit Jahren eine Tombola. Für 30 Preise (Gutscheine und Sachpreise) zog Peter Lehr die Nummern.

Sieger und Zeiten

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