20.02.2020 - 16:58 Uhr
EschenbachOberpfalz

„Ideen machen Mut“

„Super Gespräche“ am Marktplatz, eine Erstwählerparty im Altstadt-Café, bei der die "RFT Music" ordentlich einheizt, und ein Weißwurstfrühschoppen: Die CSU-Wahlkämpfer Ortsverbandes und ihre Unterstützer haben in kurzer Zeit viel zu tun.

Vor vollem Haus spricht Bürgermeisterkandidat Marcus Gradl beim Weißwurstfrühstück des CSU-Ortsverbandes Eschenbach.
von Jürgen MaschingProfil

Viele Gäste hatten sich zum Weißwurstfrühschoppen "beim Burger“ eingefunden, darunter Landrat Andreas Meier sowie CSU-die Kreistagskandidaten Tanja Schiffmann und Gerald Morgenstern. Meier betonte, dass ihm die Veranstaltung in der Rußweiherstadt sehr wichtig sei. Er war nach einer Diskussion mit Albert Nickl - zeitgleich fand der Lichtmess-Empfang in Speinshart statt - ins Gasthaus "Weißes Ross" gekommen, um Marcus Gradl den Rücken zu stärken.

„Politische Schwerpunkte von uns werden nicht aus dem Hut gezaubert oder sind nicht neu“, sagte Meier. Solide Finanzen seien ihm sehr wichtig: Der Kreis sei schuldenfrei. „Dem Landkreis kann es nur gutgehen, wenn es den Gemeinden gut geht“, betonte der Landrat. Er verwies auf die Sanierung des alten Landratsamtes am Marktplatz, die „richtig Geld kostet“. Auch die Digitalisierung von Schulen sei ein großes Thema: „Datenanbindungen müssen im Vordergrund stehen.“

Zum Stichwort "Baxi" erklärte Meier: „Es wird sehr, sehr gut angenommen." Die Linien und Haltestellen seien "nicht in Stein gemeißelt". Diese könnten auch noch verschoben werden, "je nach Bedarf“. Am Ende seiner Rede wies der Landrat darauf hin, dass er nicht der Erfinder oder Ideengeber des "Baxi" sei: „Es ist auch nicht die SPD im Landkreis, sondern der Landkreis Tirschenreuth.“

Bürgermeisterkandidat Marcus Gradl merkte danach in seiner Ansprache an, dass er ein Wahlprogramm aufgestellt habe, das Zeit brauche: „So etwas kann man nicht alles sofort umsetzen.“ Er stehe für Ideen, Machen und Mut. Wichtig seien ihm zum Beispiel die Eschenbach-App, eine Bereicherung der Innenstadt und eine Transparenz für die Bürger: Von einem „Einkaufszentrum am Netzaberg erfährt man aus der Zeitung“, merkte Gradl dazu an. Er hob zudem die Bedeutung von Netzwerken hervor, ob im Landkreis, in Bayern oder in Deutschland. „Ideen machen Mut“, beendete er seine kurze Rede.

Es folgten rege Diskussionen; unter anderem ging es wieder um die zweite Zufahrt zum Industriegebiet „Am Stadtwald“. Viele Gäste stimmten dem CSU-Bürgermeisterkandidaten zu, dass hier zeitnah etwas geben müsse. Angesprochen wurden auch eine öffentliche Toilette, Funklöcher im Bereich Eschenbach und Konsequenzen aus der Schweinepest. Dazu wurde angeregt, auf den Parkplätzen entlang der B 470 - wie auf den Autobahnen - Hinweise in allen Sprachen anzubringen, damit niemand Essensreste hinterlässt.

Altbürgermeister Robert Dotzauer richtete zum Schluss noch etwas strengere Worte in Richtung der jetzigen Stadtoberhäupter. Während sich die SPDler "aus wahltaktischen Gründen vom Acker machen, soll nun ein Nachfolger das Feld bestellen, dem das Insiderwissen über die Stadt und ihre Interessenslage fehlt. Die Voraussetzungen für ein solches Amt sehen anders aus“, sagte Dotzauer. „Marcus Gradl ist der Bessere.“

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