Die Imkerei erfüllt ihn. Er schwärmt für seine Honigbienen. Seit über 70 Jahren begeistert Josef Stopfer sich für die Bienenzucht. Eine innige Beziehung. Reich ist der rüstige und kernige Rentner aber auch an Lebensringen. Am Wochenende hieß es nachzählen. Tatsächlich: 90 Lenze sind es seit vergangenen Freitag.
Honig als Gesundbrunnen?
Das kann doch gar nicht sein, dachten sich die vielen Gratulanten, unter ihnen Stadtpfarrer Johannes Bosco, Bürgermeister Marcus Gradl und eine Delegation des Eschenbacher Imkervereins mit Vorsitzenden Reinhold Gietl. Da präsentierte sich den Gratulanten ein Junggebliebener mit rustikal bajuwarischer Statur, offenbar versehen mit einer großen Portion Immunität gegen das Altern. Vielleicht gehört der Honig zum Gesundbrunnen des Jubilars, scherzten die Geburtstagsgäste. Jedenfalls bietet seine Aufgeschlossenheit gegenüber Natur und Umwelt beste Voraussetzungen, viele weitere Lebensringe hinzuzufügen.
Vom Schuhmacher zum Forstarbeiter
Diese wünschten auch die Feuerwehr. Vorsitzender Korbinian Dunzer und Kommandant Christian Götz gratulierten einem langjährigen und zuverlässigen Kameraden. 42 Jahre lang aktiver Brandschützer ist Josef Stopfer nun 72 Jahre Mitglied der Wehr. Der Lebensweg des 90-jährigen Jubilars ist eng mit dem Truppenübungsplatz verbunden. Geboren im Übungsplatz wuchs er in einer „Holzhauer-Familie“ auf. Mit der Gebietserweiterung des Übungsgeländes mussten auch die Stopfers den Platz verlassen. Es folgte der Wohnhausneubau in Apfelbach.
Als Jungspund entschied sich der Jubilar für eine Lehre als Schuhmacher im Schuhhaus Keck in Grafenwöhr. Doch die Industrialisierung der Schuhproduktion zwang ihn zum Berufswechsel. Nach Zwischenstationen bei verschiedenen Gewerbebetrieben ging er der besonderen Neigung, der Liebe zu Natur und Wald nach. Der Beruf des Forstarbeiters wurde zur Berufung. Bis zum Rentenbeginn gehörte er als Heger und Pfleger des deutschen Waldes zu den Forstwirten des Bundesforstes. Zu den Gratulanten gesellten sich auch viele Nachbarn, ehemalige Berufskollegen und der Präsident der Gesellschaft Frohsinn. Begeistert ließen auch Ehefrau Rosina, die Kinder Karl, Irmgard und Rosi, die Geschwister, Schwiegersöhne und Enkelkinder, unter ihnen schon wieder zwei Jungimker/innen, den Geburtstagsjubilar hochleben.













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