Eschenbach
17.02.2021 - 16:28 Uhr

Komfortabler Kindergartencontainer: Erlebnisoase für Hasengruppe

Im Kindergarten-Alter ist eigentlich längst jeder kleine Eschenbacher in der Kita gut aufgehoben, sagt Bürgermeister Marcus Gradl. Bei der Einweihung der "Zwischenlösung Kindergartencontainer" sieht man in freudige Gesichter.

Anstelle des bisherigen offenen Spielbereiches entstand ein heller und freundlicher Mulitunktionsraum Bild: do
Anstelle des bisherigen offenen Spielbereiches entstand ein heller und freundlicher Mulitunktionsraum

Die Stadt Eschenbach engagiert sich als Träger spürbar. Bemerkenswert sind laut einhelliger Meinung die Pläne für weitere Kita-Plätze und – weil die Tagesstätte schon jetzt aus allen Nähten platzt – eine bedarfsgerechte Zwischenlösung, die in den vergangenen Monaten in Rekordzeit gefunden wurde. „Wenn alles klappt, können wir mit dem Erweiterungsbau noch heuer beginnen“, versicherte Bürgermeister Marcus Gradl. Die Pläne von Architekt Günther Lenk zur Neuausrichtung seien jüngst vom Stadtrat abgesegnet worden und auch der Grunderwerb von Nachbargrundstücken sei in trockenen Tüchern. Grund genug, sich in „paradiesischer Umgebung“ zu freuen, so Gradl.

Gelungenes Provisorium

Der Anlass für diesen Optimismus war die Einweihung einer „temporären Zwischenlösung“, um den Kita-Eltern für ihren Nachwuchs einen Kita-Platz zu garantieren. Strahlende Kinderaugen, dankbares pädagogisches Personal, ein zufriedener Planer und ein glücklicher Bürgermeister: besser hätten die Voraussetzungen für einen besonderen Tag nicht sein können, als Stadtpfarrer Thomas Jeschner und seine evangelische Kollegin Anne Utz dem vermeintlichen Provisorium, das sich in seiner Containerbauweise perfekt in die bestehenden Gebäulichkeiten eingliedert, den kirchlichen Segen zu erteilen.

Wunderbare Wohlfühloase

Dem Segen ging herzliche Anerkennung voraus. Pfarrerin Utz sprach von einem wunderbaren Wohlfühlort und stellte fest: „Ihr seid nicht alleine. Die Liebe Gottes begleitet Euch bei Eurem Tun“. Stadtpfarrer Thomas Jeschner zitierte aus dem Markus-Evangelium: „Lasst die Kinder zu mir kommen“. Die Container-Lösung des Anbaues verglich der Seelsorger mit einem Containerschiff unter dem Kommando eines Kapitän, mit Besatzung und Reeder. „Sie alle sind bei ihrer Reise in die Zukunft dem Schutz Gottes anvertraut“.

In schwerer Zeit Bildungschancen wahren

Von einer „himmlischen Heimstätte“ schwärmte auch Gradl. Der Rathauschef dankte dem Architekturbüro Lenk für die überzeugende Projektlösung und der Kindertagesstätte für das Verständnis während der Belästigungen durch die Baustelle, um schließlich festzustellen: „Wir sind eine kindgerechte Stadt, die auch in schwerer Coronazeit gehandelt, die Bildungschancen für die Kinder gewahrt und die Eltern entlastet hat“. Mit Blick auf die Segnung der Einrichtung, der Kids und des Personals versicherte Gradl eine Erziehung im Sinne christlicher Werte.

Eschenbach17.09.2020

Containerlösung bis zu einem Neubau

Bauliche Erläuterungen gab Architekt Günther Lenk. So besteht die Containeranlage aus einer Grundfläche von zirka 100 Quadratmetern und umfasst Gruppenraum, Intensivraum, sanitäre Anlagen und einen großzügigen Verbindungsflur. Nutzungsmöglichkeiten bestehen für eine Kita-Gruppe oder alternativ für eine altersgemischte Kindergarten- und Kinderkrippengruppe. Lenk verwies zudem auf die praktische Lösung, den bisher halboffenen überdachten Spielbereich in einen hellen und freundlichen Mehrzweckraum umzugestalten.

Die Verbindung zwischen dem Bestandskindergarten und der Containeranlage führt zu einem Speiseraum mit Einbauküche. Als „temporäre Zwischenlösung“ eingerichtet, sei nach Fertigstellung des Krippenneubaues mit Mensa und der Generalsanierung der Kindertagesstätte der Rückbau der Container-Lösung geplant, betonte Lenk. Die Baukosten bezifferte Bürgermeister Gradl auf zirka 400.000 Euro.

Ein Dankeschön für das gute Miteinander zwischen Stadt, Planer, Bauarbeitern, dem Personal und dem Verständnis von Eltern und Kindern kam von Kita-Leiterin Elvira Brand. In den Erweiterungsbau wird die „Hasengruppe“ einziehen. Weil Rosenmontag, verteilte sie an die Gruppenleiterin Maike Marx und Kinderpflegerin Mintehe Ekmen Hasenorden. Brand lobte den neuen „Hasenbau“ als besondere Erlebnisoase.

Den kirchlichen Segen erteilten dem Kita-Erweiterungsbau Stadtpfarrer Thomas Jeschner und Pfarrerin Anne Utz Bild: do
Den kirchlichen Segen erteilten dem Kita-Erweiterungsbau Stadtpfarrer Thomas Jeschner und Pfarrerin Anne Utz
An der Einweihung nahmen Christina Braun vom Planungsbüro Lenk, Architekt Günther Lenk, Kinderpflegerin Mintehe Ekmen, Gruppenleiterin Maike Marx, Bürgermeister Marcus Gradl und Kita-Leiterin Elvira Brand (von links) teil. Bild: do
An der Einweihung nahmen Christina Braun vom Planungsbüro Lenk, Architekt Günther Lenk, Kinderpflegerin Mintehe Ekmen, Gruppenleiterin Maike Marx, Bürgermeister Marcus Gradl und Kita-Leiterin Elvira Brand (von links) teil.
Der Speiseraum ist mit einer Einbauküche ausgestattet Bild: do
Der Speiseraum ist mit einer Einbauküche ausgestattet
 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.