Die Stadt Eschenbach engagiert sich als Träger spürbar. Bemerkenswert sind laut einhelliger Meinung die Pläne für weitere Kita-Plätze und – weil die Tagesstätte schon jetzt aus allen Nähten platzt – eine bedarfsgerechte Zwischenlösung, die in den vergangenen Monaten in Rekordzeit gefunden wurde. „Wenn alles klappt, können wir mit dem Erweiterungsbau noch heuer beginnen“, versicherte Bürgermeister Marcus Gradl. Die Pläne von Architekt Günther Lenk zur Neuausrichtung seien jüngst vom Stadtrat abgesegnet worden und auch der Grunderwerb von Nachbargrundstücken sei in trockenen Tüchern. Grund genug, sich in „paradiesischer Umgebung“ zu freuen, so Gradl.
Gelungenes Provisorium
Der Anlass für diesen Optimismus war die Einweihung einer „temporären Zwischenlösung“, um den Kita-Eltern für ihren Nachwuchs einen Kita-Platz zu garantieren. Strahlende Kinderaugen, dankbares pädagogisches Personal, ein zufriedener Planer und ein glücklicher Bürgermeister: besser hätten die Voraussetzungen für einen besonderen Tag nicht sein können, als Stadtpfarrer Thomas Jeschner und seine evangelische Kollegin Anne Utz dem vermeintlichen Provisorium, das sich in seiner Containerbauweise perfekt in die bestehenden Gebäulichkeiten eingliedert, den kirchlichen Segen zu erteilen.
Wunderbare Wohlfühloase
Dem Segen ging herzliche Anerkennung voraus. Pfarrerin Utz sprach von einem wunderbaren Wohlfühlort und stellte fest: „Ihr seid nicht alleine. Die Liebe Gottes begleitet Euch bei Eurem Tun“. Stadtpfarrer Thomas Jeschner zitierte aus dem Markus-Evangelium: „Lasst die Kinder zu mir kommen“. Die Container-Lösung des Anbaues verglich der Seelsorger mit einem Containerschiff unter dem Kommando eines Kapitän, mit Besatzung und Reeder. „Sie alle sind bei ihrer Reise in die Zukunft dem Schutz Gottes anvertraut“.
In schwerer Zeit Bildungschancen wahren
Von einer „himmlischen Heimstätte“ schwärmte auch Gradl. Der Rathauschef dankte dem Architekturbüro Lenk für die überzeugende Projektlösung und der Kindertagesstätte für das Verständnis während der Belästigungen durch die Baustelle, um schließlich festzustellen: „Wir sind eine kindgerechte Stadt, die auch in schwerer Coronazeit gehandelt, die Bildungschancen für die Kinder gewahrt und die Eltern entlastet hat“. Mit Blick auf die Segnung der Einrichtung, der Kids und des Personals versicherte Gradl eine Erziehung im Sinne christlicher Werte.
Containerlösung bis zu einem Neubau
Bauliche Erläuterungen gab Architekt Günther Lenk. So besteht die Containeranlage aus einer Grundfläche von zirka 100 Quadratmetern und umfasst Gruppenraum, Intensivraum, sanitäre Anlagen und einen großzügigen Verbindungsflur. Nutzungsmöglichkeiten bestehen für eine Kita-Gruppe oder alternativ für eine altersgemischte Kindergarten- und Kinderkrippengruppe. Lenk verwies zudem auf die praktische Lösung, den bisher halboffenen überdachten Spielbereich in einen hellen und freundlichen Mehrzweckraum umzugestalten.
Die Verbindung zwischen dem Bestandskindergarten und der Containeranlage führt zu einem Speiseraum mit Einbauküche. Als „temporäre Zwischenlösung“ eingerichtet, sei nach Fertigstellung des Krippenneubaues mit Mensa und der Generalsanierung der Kindertagesstätte der Rückbau der Container-Lösung geplant, betonte Lenk. Die Baukosten bezifferte Bürgermeister Gradl auf zirka 400.000 Euro.
Ein Dankeschön für das gute Miteinander zwischen Stadt, Planer, Bauarbeitern, dem Personal und dem Verständnis von Eltern und Kindern kam von Kita-Leiterin Elvira Brand. In den Erweiterungsbau wird die „Hasengruppe“ einziehen. Weil Rosenmontag, verteilte sie an die Gruppenleiterin Maike Marx und Kinderpflegerin Mintehe Ekmen Hasenorden. Brand lobte den neuen „Hasenbau“ als besondere Erlebnisoase.


















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