03.12.2019 - 09:52 Uhr
EschenbachOberpfalz

Lokalschau Eschenbach: Bemerkenswerte Zuchterfolge bestätigt

Die alljährliche Lokalschau wird für die Kleintierzüchter auch zum Erntedank. Es gab am Wochenende viel zu danken für ein erfolgreiches Zuchtjahr und für Züchter, die das Tierwohl auf ihre Fahnen schreiben

Die Lokalschau des Kleintierzuchtvereins Eschenbach gehört zu den größten im Land. Die alljährliche öffentliche Präsentation macht auch viele junge Familien neugierig. Ehrenvorsitzender Werner Kennel senior die Vielfalt des ausgestellten Federviehs.
von Robert DotzauerProfil

Stolz blickten die aktiven Mitglieder des Kleintierzuchtvereins Eschenbach auf die Zeugnisse der Preisrichter des Landesverbandes Bayerischer Rassegeflügel- und Rassekaninchenzüchter, die nach der Begutachtung an den Volieren und Tierkäfigen hingen. Da entdeckten die Besucher Bemerkungen wie zum Beispiel vorzügliche Kopfbildung und glänzender Federschmuck, beispielhafte Fellstruktur, feine Farbe und hervorragende Vertreter ihrer Rasse. Der beste Zuchtstand und die hochfeinen Formen und Haltungen, so weitere Formulierungen, verbanden die acht Preisrichter, die aus ganz Nordbayern anreisten, mit vielen Höchstnoten.

Für die 22 Aussteller, darunter fünf Jugendliche, war die Lokalschau wieder die Krönung für ein Zuchtjahr voller Zuwendung für das Geschöpf Tier. Da kam das Lob der Richter zum richtigen Zeitpunkt. Vorzüglich oder „V“, die Bestmarke jeder Bewertung, war an insgesamt 17 Käfigen zu entdecken. Nicht nur die Züchter freuten sich über diese vorgezogenen Weihnachtsgeschenke. Offensichtlich bekam auch die Tierwelt die Anerkennung mit. Ein Symphonieorchester voller Töne schallte durch die herbstlich geschmückte Ausstellungshalle und erzeugte eine riesige Geräuschkulisse. Auch für die Ausstellungsleiter Wolfgang Dobmeier, Werner Kennel und Annegret Kennel Musik in den Ohren.

369 Hühner, Enten, Tauben und Gänse gackerten und schnatterten, gurrten und krähten um die Wette, so, als wollten sie schon mit ihrem stimmlichen Potential allen beweisen: Hört her, wir sind die Besten. Nur die Kaninchen konnten auf diese Weise nicht auf sich aufmerksam machen. Die 68 Langohren aus den Ställen der Altzüchter und Jugendlichen ersetzten die lauten Töne des bunten Federviehs durch treuherzige Blicke und durch seiden-glänzende Festkleider. Die Kaninchen nach dem Preisrichterentscheid dem fachkundigen Publikum zu präsentieren, oblag den Ausstellungsleitern Josef Dötterl und Alexander Sporr.

Als rekordverdächtig nannte Vorsitzender Werner Kennel das Großereignis, das alle Jahre wieder auch zahlreiche Besucher anlockte. Mit dem großen Einzugsgebiet der Mitglieder gehört der Verein zu den größten seiner Art in der nördlichen Oberpfalz. Angetan von Zucht und Organisation waren auch die Preisrichter. Sie kommen gerne zu einem der größten und erfolgreichsten Kleintierzuchtvereine weit und breit und sprachen von einem Vorbildcharakter der Schau „Eine solche Atmosphäre erlebt man in Nordbayern nur selten“, hieß es aus den Reihen der Gutachter. Zum Rundumpaket der Lokalschau gehörte auch ein riesiger Glückshafen mit 500 Treffern. Die Lose waren in wenigen Stunden verkauft. In der Gaststätte sorgte Wirtin Rosa für das leibliche Wohl.

Am Sonntagabend zogen Vorstand und Ausstellungsleiter mit Blick auf die leuchtenden Sieger-Rosetten an den Käfig-Türchen Bilanz und zeigten sich mit den Züchtern überglücklich. Vorzüglich, hervorragend und sehr gut hießen die Bewertungen in der Züchtersprache, die sich anhörten wie vorgezogene Weihnachtsgeschenke.

Doch bevor für die Kleintierzüchter etwas ruhigere Zeiten beginnen, rückt ein weiterer Höhepunkt im Vereinsjahr näher. Am Samstag, 14. Dezember kommt es im Züchterheim zur Ehrung der Meister. Dann gibt es bei der Vielzahl von Höchstbewertungen für die zwei- und vierbeinigen Schätze bei den Züchtern erneut Grund zum Strahlen. Schon am Sonntagabend galt der Dank der Ausstellungsleitung den vielen Helfern und der Jugendabteilung. Die Buben und Mädchen übernahmen die Nachtwachen. Nun besteht wieder „Freie Fahrt“ für die beliebten Taubenmärkte, die jeweils am Freitagabend im Züchterheim stattfinden.

Mit großer Leidenschaft begleitet Ausstellungsleiter und Kreiszuchtwart Josef Dötterl (rechts) die Bewertungen der Preisrichter für die Kaninchen.
Die Preisrichter verstehen sich auch als Berater. Die Gutachter fachsimpeln mit Wolfgang Dobmeier, dem Ausstellungsleiter für Tauben.
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