Die „Vogelfreistätte Großer Rußweiher“ hat eine Bereicherung erfahren. Lockten auf der Dammpromenade bisher zwei große Informationstafeln über den König der Lüfte, handwerkliche Kunstwerke zu Flügelspannweiten vom Eisvogel bis zum Adler und Beiträge für den 4,5 Kilometer langen Informationsweg zum Thema „Naturschätze vor unserer Haustür“ zum Betrachten und Verweilen, wendet sich nun das Landestheater Oberpfalz erstmals mit Gedichten und Versen an Wanderer und Spaziergänger. Auf großen Tafeln mit Beispielen ruft es auf zum Texten von „Anregungen, Lob und Poesie-Momenten“ und bittet diese an poesie[at]landestheater-oberpfalz[dot]de zu schicken.
Unter „Dreidimension“ wendet sich Ina May an den Leser mit den Zeilen: „Die eine hängt dir an, seit dem Tag als alles begann … Was du sein wirst, musst du erst werden … Nimm jeden einzelnen Tag und frag nicht was er bringt.“ In ihren Gedanken zum „Gedicht bis an den Rand“ ruft Ursula Troche nach dem Bekenntnis, dass die Seite in ihrem Heft voll mit Wörtern ist, dazu auf: „Also scheiben wir, fangen wir doch an, mit Worten mit Gedichten Grenzen durchdringen, überschreiten, Fortschritt machen, mit Gedichten Geschichten schreiben, das hat Kraft, das war eigentlich immer schon so, erinnern: Am Anfang war das Wort.“
Nicht vor Corona, sondern vor „Rabenschnabelschnupfen“ und „Krallenrheuma“ warnt Manfred Kyner mit heiteren Reimen. Auch Joachim Ringelnatz lässt grüßen: „In Hamburg lebten zwei Ameisen, die wollten nach Australien reisen. Bei Altona, auf der Chaussee, da taten ihnen die Beine weh, und da verzichteten sie weise dann auf den letzten Teil der Reise.“













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