Eschenbach
25.02.2019 - 15:09 Uhr

Senioren feiern stimmungsvoll Fasching

Krapfen, stimmungsvolle Musik, Büttengesang, Schunkeln, Sketch, Gulaschsuppe und Faschingsgardenauftritt machten die Faschingsveranstaltung des Seniorenclubs und des evangelischen Seniorenkreises zu einem Kulterlebnis.

Maria Förster, Leiterin des Seniorenclubs, Maria Cronenberg, Leiterin des evangelischen Seniorenkreises, (von rechts) und das Clubteam stimmten die Seniorengemeinschaft auf einen unterhaltsamen und schwungvollen Nachmittag ein. Bild: rn
Maria Förster, Leiterin des Seniorenclubs, Maria Cronenberg, Leiterin des evangelischen Seniorenkreises, (von rechts) und das Clubteam stimmten die Seniorengemeinschaft auf einen unterhaltsamen und schwungvollen Nachmittag ein.

Wieder einmal gingen die Senioren auf Wanderschaft. Dort wo bereits farbenprächtige Kanarienvögel und Papageien gezwitschert haben, verströmte eine bunte Seniorengemeinschaft bei vielstimmigem Gesang Frohsinn und Heiterkeit. Im Heim der Kleintierzüchter war in Anlehnung an die Aufgabe des Engels Aloisius Frohlocken angesagt, in das auch Bürgermeister Peter Lehr einstimmte.

Das Empfangskomitee blieb beim Begriff „Wanderschaft“, als es sich nach einem Sektprosit zur Melodie „Mein Vater war ein Wandersmann“ mit einem neunstrophigen Begrüßungsakt an die muntere Gemeinschaft wandte, die sich gerade dem Verzehr frischer Krapfen hingab. Die Sängerinnen riefen unter anderem dazu auf: „Wir laden euch zum Frohsinn ein, denn Lachen ist gesund. Das könnt ihr wohl am bestens sein in unsrer frohen Rund. – Senioren können lustig sein und sich des Lebens freu‘n. Wir haben uns viel ausgedacht und große Müh gemacht.“

Für schwungvolle Musik mit Schunkelrunden war wieder das Vorbacher Duo Gerd und Werner mit Teufelsgeiger Bruno zuständig. Nicht minder stimmungsvoll wirkte der Sketch „Aschenputtel“ mit Eifersucht, einer gütigen Fee, einem Mitternachtsverlust des gläsernen Schuhs, „soo hässlichen Schwestern“ und schließlich glücklichem Leben mit vielen Kindern. Viel Applaus erntete die Krümelgarde der Faschingsgesellschaft, die mit viel „Lalepapp“ in den Saal stürmte und mit „Schön ist es auf der Welt zu ein“ und dem Fliegerlied für „Candy-Stimmung“ sorgte.

Zu Zwerchfellimpulsen reizte ein Bittgang mit einem besonderen Anliegen: „Unser ganzer Jungfrauenbund, gut erhalten und kerngesund, geht auf Wallfahrt heit zu Fuß, weil für uns a Bräutigam her muss.“ Aus einer Prozession mit vielem Flehen ertönte es: „Wir suchen scho so lang, hom umanandergschaut und überall gfragt, ober koiner hat uns as Heiratn versprochen.“ Ihre vergeblichen Anfragen bei Liedertafel, Stadtrat, Männerverein und Krieger- und Reservistenverein kommentierten sie jammernd: „Koana hat uns gmigt.“ Ihrem Auditorium riefen sie zu: „Wos solln mir bloß doa, mir san so alloa, mir san so orm dra, mir mechtn endlich an Ma.“ Und dann kamen Zusicherungen wie: „Wenn er bucklert wa – wenn er gwampert wa – wenn er gschiaglert wa – wenn er zahnluckert wa: Dann nehmert man a.“ Mit den Füßen stampfend folgte die erneute Klage: „Es erbarmt sich koiner mit uns armen Frauen“, denen sogar Schnupfen, Saufen, Grantln oder Wirtshausgehen „nix ausmachert“. Da alles Wallfahrten nichts brachte verkündeten sie angriffslustig: „Und holn ma uns vo eich da an schainstn Ma!“

Nach dieser anstrengenden Wallfahrt kündigte aromatischer Duft aus der Küche Stärkung an. Die Gulaschsuppe fand regen Zuspruch. Nach dem Gratulationsgesang für die Geburtstagskinder der vergangenen Wochen waren Gstanzlsänger angesagt, deren Texte einer gesungenen Büttenrede glichen. Die reimgewandten Clubdamen tönten mit Versln in den Saal wie: „Heit san alle kumma, zur Rosa ins Kleintierzüchterheim. Da wolln wir alle heit sehr lustig sei. / Seit einem Jahr ist der Club auf der Flucht, denn das Dammbauernhaus ist zu klein und keine Wucht. / Das neue Pfarrheim lässt auf sich warten. Da hat der Pfarrer bei den Eschenbachern keine guten Karten.“ Zum Refrain fiel der Seniorenchor stimmgewaltig ein mit „Holla diria, holla dio …“.

Bei viel Musik und Gesang ging ein sehr langer Nachmittag zu Ende. Mit einem Gedicht verabschiedete sich Clubleiterin Maria Förster mit ihrem Team, in dem sie von Zartem und Lautem, selbst Verfasstem und Geklautem, von Heitrem, Schönem und Unangenehmen sprachen, das in das Programm eingeflossen war und räumten ein , dass man älter und gscheiter wird und das Leben stets weiter geht.

Mit Musik und Gesang steigerten Gerd, Werner und Bruno die Stimmung im "Hehnerheim". Bild: rn
Mit Musik und Gesang steigerten Gerd, Werner und Bruno die Stimmung im "Hehnerheim".
Bei Sekt, Krapfen, Gulaschsuppe und vielen Schunkelrunden verbrachten die Eschenbacher Senioren einen langen Nachmittag. Bild: rn
Bei Sekt, Krapfen, Gulaschsuppe und vielen Schunkelrunden verbrachten die Eschenbacher Senioren einen langen Nachmittag.
 
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