Eschenbach
13.02.2022 - 11:49 Uhr

Senioren sollen sicherer über Straße am Karlsplatz

Der Behindertenparkplatz am Karlsplatz in Eschenbach wird verlegt. Der Stadtrat beschloss, dass er eine neue Parkbucht neben dem Rotary-Brunnen bekommt.

Zu beiden Seiten des Rotary-Brunnens, mit dessen Übergabe an die Stadt am 27. Mai 1979 die Serie der Bürgerfeste begann, sollen neue Parkplätze ausgewiesen werden. Bild: rn
Zu beiden Seiten des Rotary-Brunnens, mit dessen Übergabe an die Stadt am 27. Mai 1979 die Serie der Bürgerfeste begann, sollen neue Parkplätze ausgewiesen werden.

Obwohl im Vergleich zu anderen Kommunen der Umgebung der Stadtplatz über eine große Anzahl von Parkplätzen verfügt, kommt es vor allem am Karlsplatz regelmäßig zu Engpässen. Aus Bequemlichkeit missbrauchen die Fahrer sogar den Gehsteig an der Nordseite des Platzes als Parkfläche.

Die „Schaffung weiterer Parkplätze am Karlsplatz auf Höhe der Anwesen Hausnummer 11 und 13“ stand deshalb auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Das Vorhaben fand die Zustimmung der Mandatsträger. Wie Geschäftsleiterin Heike Biersack dazu vortrug, befinden sich in der Parkbuchtreihe auf Höhe der Anwesen Karlsplatz 11 und 13 Flächen, die als Ein- beziehungsweise Ausfahrtmöglichkeit zwischen Durchgangsstraße und den Einfahrten zu den landwirtschaftlichen Anwesen angelegt wurden. Unter Verwendung von Bilddokumenten verwies sie darauf, dass diese Areale bereits als Parkplätze verwendet werden, obwohl ein Halteverbot bestehe.

Markierung auf Fahrbahn

Biersacks Änderungsvorschlag lautete: „Auf der Ein- beziehungsweise Ausfahrt oberhalb der Sitzmöglichkeiten (Karlsplatz 11) sollen zwei Parkbuchten markiert, beziehungsweise gepflastert werden. Unterhalb des Brunnens reicht die Fläche für zwei Parkbuchten nicht aus. Es würde sich jedoch anbieten, dass der Behindertenparkplatz, bisher Höhe Karlsplatz 5, an diese Stelle verlegt wird, da dadurch für die Nutzer der Weg zur Apotheke oder zum Arzt kürzer wird. Im Gegenzug könnten dann aus dem bisherigen Behindertenparkplatz vor dem Anwesen Karlplatz 5 und der daneben liegenden Parkbucht drei Parkplätze entstehen.“ Um ein barrierefreies Überqueren der Hauptverkehrsader vom neuen Behindertenparkplatz zu Apotheke und Arztpraxen zu ermöglichen, hielt die Geschäftsleiterin die Absenkung des Bordsteins vor dem Raiffeisenhaus für erforderlich. Des Weiteren könnte der Querungsbereich mit einer Fahrbahnmarkierung versehen werden. Biersack sprach auch von der Möglichkeit, für die Änderung der Parkflächen und den barrierefreien Umbau der Gehsteige Fördermittel zu beantragen.

In der Verlegung des Behindertenparkplatzes sah Marcus Gradl einen Vorteil für Kranken- und Behindertenfahrzeuge. Der erheblich breitere Parkplatz biete ausreichend Platz für die Nutzung von Behindertenfahrstühlen. Der Bürgermeister nahm Beobachtungen von seinem Dienstzimmer aus zum Anlass für einen Appell zu mehr Fairness. Er beklagte zu wenig rücksichtsvolle Autofahrer. Er bat eindringlich, anzuhalten und es so älteren Mitbürgern zu ermöglichen, die Durchgangsstraße zu überqueren. „Hier sollte sich jeder an der Nase packen.“ Als positives Beispiel nannte er das Verhalten amerikanischer Mitbürger.

Rollstuhlfreundlicher Belag

Als Seniorenbeauftragter begrüßte Klaus Lehl die vorgeschlagenen Maßnahmen. Insbesondere die Markierung eines Zebrastreifens sei seit langem ein Wunsch der Senioren. Ergänzend zu den baulichen Veränderungen regte Thomas Riedl (FW) an, das Pflaster der Straße neben dem Rathaus durch eine „rollstuhlfreundliche Bitumenschicht“ zu ersetzen. „Wir werden eine derartige Maßnahme bei einem Ortstermin prüfen“, kündigte der Bürgermeister an.

Thema während der Aussprache war auch die Durchfahrt zu beiden Seiten des Pavillons an der Bushaltestelle, die ebenfalls zum Parken missbraucht wird. Harald Neustätter (CSU) bezog sich auf Anliegergespräche aus der Zeit der Stadtplatzsanierung und empfahl, wegen der Nutzung der beiden Durchfahrten mit den Anliegern zu sprechen. Anstatt den Bordstein vor dem Raiffeisenhaus abzusenken, das erneut Unebenheiten zur Folge hätte, wünschte sich Reinhard Wiesent (CSU) nur das Anbringen einer Schräge. Die Verkehrssicherheit älterer Mitbürger griff Thomas Ott (SPD) auf und hielt einen weiteren Zebrastreifen auf Höhe des Pfarrhofs für sinnvoll. Er erinnerte zudem an den SPD-Antrag vom September 2020, das Pflaster beim Rathaus nach Ablauf der Fördermittelfrist durch eine Bitumenschicht zu ersetzen. Das Gremium beschloss die Änderung der Beschilderung, der Pflasterung sowie die entsprechenden Markierungen zu beauftragen.

OnetzPlus
Eschenbach03.02.2022
Hintergrund:

Querungshilfen

  • Zebrastreifen
  • Fußgängerampeln
  • Verkehrsinseln
  • Veränderung der Fahrbahnbreite
  • Pflasterstreifen
  • Brücken, Unterführungen
 
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