06.07.2020 - 17:05 Uhr
EschenbachOberpfalz

SPD-Kreistagsfraktion fordert Radweg für NEW 43

Für einen Radweg zwischen Kirchenthumbach und der Holzmühle macht sich die SPD-Kreistagsfraktion stark. Zum Auftakt ihrer siebten Sitzung im Hotel „Rußweiher“ treffen sich die Mandatsträger zum Lokaltermin an der Kreisstraße NEW 43.

Die SPD-Kreisräte mit Fraktionssprecher Günter Stich (links) und Peter Lehr (rechts) fordern einen Radweg entlang der viel befahrenen NEW 43.
von Walther HermannProfil

Dort zeigten sie sich überrascht vom „beachtlichen Verkehr“ und zunehmend überzeugt von der Notwendigkeit eines begleitenden Radweges. Fraktionssprecher Günter Stich (Floß) nannte für den Ortstermin zwei Anlässe: den im laufenden Kreishaushalt enthaltenen Ansatz von 53 000 Euro für die Ortsdurchfahrt Tremmersdorf und die im Finanzplan enthaltene Oberbauverstärkung der Kreisstraße 43 zwischen Kirchenthumbach und Holzmühle mit einem Investitionsbetrag von 642 000 Euro bei einer Förderung von 50 Prozent.

Zur Information des Gremiums machte Peter Lehr darauf aufmerksam, dass der westliche Landkreis mit seinem Radwegenetz zwar gut aufgestellt sei, jedoch noch erhebliche Lücken bestünden. Er forderte daher ein Konzept zum Schließen bestehender Lücken.

Im Zuge der Oberbauverstärkung der NEW 43 hielt er es für zweckmäßig, in die anstehenden Arbeiten einen Radweg einzubeziehen. Ein Sicherheitsrisiko sah er in der gemeinsamen Trasse von Kreisstraße NEW 43 und Radweg R 16. Nachholbedarf erkannte er auch für die Verbindung zwischen Speinshart und Neustadt am Kulm.

„Wenn die Oberbauverstärkung dieses Straßenabschnitts schon mit 50 Prozent gefördert wird, sollten wir einen Schritt weitergehen“, forderte Stich und sah zwei mögliche Varianten: Verbreiterung der Straße durch einen markierten Radstreifen oder einen begleitenden Radweg. Die Prüfung obliege letztendlich jedoch dem Straßenbauamt.

Unterstützung fand er bei Fritz Betzl. Dem Eschenbacher war daran gelegen, eine Voraussetzung zu schaffen, Radfahrer „weg von der Straße“ zu bringen. „Im Raum Speinshart hat sich mit Radwegen bereits sehr viel getan“, erkannte Udo Greim (Grafenwöhr) und hielt einen weiteren Lückenschluss für sinnvoll. Er konnte sich vorstellen, bei Gesprächen mit der Forstverwaltung eine Alternative zu schaffen. Er fand damit Zustimmung bei Peter Lehr, dem daran gelegen war, abzuklären: „Was ist eventuell an nutzbaren Waldwegen vorhanden?“

Geradezu erschrocken zeigte sich Margit Kirzinger (Waidhaus) vom starken Autoverkehr auf dem Radweg R 16 und warf erklärte: „Auf einer solchen Straße kannst du mit Kindern nicht fahren.“ Sie rief auf zu „Forderungen gegenüber Kreistag und Kämmerer“ und fand damit die Unterstützung des gesamten Gremiums. Fritz Betzl erinnerte an den einst jährlichen Ansatz von 200 000 Euro im Kreishaushalt für den Radwegebau, „der leider seit etwa sieben Jahren verschwunden ist“.

Zwischen Kirchenthumbach und der Holzmühle befinden sich NEW 43 und R 16 auf einer für Radfahrer gefährlichen gemeinsame Trasse.

Mehr zum Radwegebau im westlichen Landkreis Neuustadt/WN

Schlammersdorf
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