14.02.2020 - 09:59 Uhr
EschenbachOberpfalz

Umweltverträgliche Klärschlammentsorgung als Ziel

Ideen zum Umweltschutz, zu Wirtschaft, Digitalisierung, Bildung und zur medizinischen Versorgung hat SPD-Landratskandidat Peter Lehr im Gepäck. Beim Bürgergespräch der SPD in Thomasreuth nimmt er zu diesen Themen Stellung.

von Walther HermannProfil

Nach der Bürgermeisterkandidatur von Thomas Ott warteten die Teilnehmer am Bürgergespräch in Thomasreuth nun auf Aussagen des SPD-Landratskandidaten Peter Lehr zur angestrebten Kreispolitik. Als Fortsetzung der kommunalen Umweltpolitik in Eschenbach wünschte er sich die „Realisierung der Eigenstromversorgung landkreiseigener Gebäude, die nicht unter Denkmalschutz stehen“. Neben dem Bau von Elektroladesäulen an den kreiseigenen Schulgebäuden strebt er eine umweltverträgliche Klärschlammentsorgung an. „Sie entlastet unsere Kommunen“, zeigte sich Lehr überzeugt. Dazu erinnerte er an die Demo-Anlage des Fraunhofer Instituts in Hohenburg zur Verarbeitung von getrocknetem Klärschlamm: Aus 500 Kilogramm Trockensubstrat würden dort laut Lehr 50 Liter Biobenzin oder Biodiesel entstehen.

Lehr plädierte auch für ein Technologietransferzentrum als ausgelagerte Forschungseinrichtung einer Hochschule. Er verwies dazu auf eine Initiative der SPD-Kreistagsfraktion. Ein Anliegen ist dem Landratskandidaten auch die Umsetzung der Förderprogramme für die Digitalisierung von Bildungseinrichtungen. Als Beitrag der Stadt Eschenbach nannte er das Einlegen von Leerrohren im Zuge des Ausbaus der Jahnstraße: „Mit dieser Maßnahme hat Eschenbach dem Landkreis bereits Ausgaben von 100.000 Euro erspart.“

In Kooperation mit der Stadt Weiden und dem Landkreis Tirschenreuth ist Lehr zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in der Region und zum Erhalt der Arbeitsplätze sehr an der Realisierung einer tragfähigen und finanzierbaren Struktur für die Kliniken AG Nordoberpfalz gelegen.

Nachdem neben Kastl und Parkstein bereits weitere Gemeinden ihr Interesse an der Seniorengemeinschaft „Hand in Hand“ (GehiH) des westlichen Landkreises bekundet haben, regte Lehr eine Ausweitung von „GeHiH“ auf das gesamte Landkreisgebiet an. Zu den Forderungen des Landratskandidaten nach sozialer Gerechtigkeit gehörte auch der Bau von bezahlbarem Wohnraum. Darüber hinaus wolle Lehr die Kommunen bei der Schaffung von Betreuungsplätzen in den Kindertageseinrichtungen unterstützen. „Der SPD ist daran gelegen, die Lebensführung junger Familien zu unterstützen“, versicherte er. Aus örtlicher Sicht galt sein Augenmerk der Modernisierung des Sonderpädagogischen Zentrums in der Jahnstraße – nach Neustadt und Vohenstrauß.

„Peter Lehr kann Leute zusammenführen“, zeigte sich Udo Müller überzeugt. Vom Wahlspruch der CSU, „9+X, sonst wird des nix“, hielt er wenig und bekräftigte: „9 bedeutet Einheitsbrei.“ Er sprach sich für eine Ausgewogenheit in der Zahl der Stadtratsmandate aus: „Zusammenraufen ist besser.“ Applaus erhielt Willi Rauch für seinen Vorschlag zur Einführung einer „Allgemeinen Liste“ mit Namen nur von A bis Z und nicht aufgeteilt in „Schwarze oder Rote“. Auf örtlicher Ebene sollte nicht Parteidenken, sondern kommunaler Gemeinschaftssinn im Vordergrund stehen.

Stellung bezog Thomas Ott zur Frage nach der „Spange Ost“. Er stellte klar, dass für den negativen Bürgerentscheid nur eine Bindungsfrist von einem Jahr gelte und der Entscheid nach zwei Jahren durch Stadtratsbeschluss übergangen werden könne.

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