Eschenfelden bei Hirschbach
05.10.2018 - 16:05 Uhr

Gospelsound aus 23 Kehlen

„Enjoy the Gospel“, dazu lädt Dekanatskantor Gerd Hennecke in die Corpus-Christi-Kirche ein. Der Sulzbach-Rosenberger Gospelchor Voices of Joy bringt ein schwungvolles Programm mit traditionellen Spirituals und neueren Gospels mit.

Der Gospelchor Voices ofJoy in Aktion. Bild: cog
Der Gospelchor Voices ofJoy in Aktion.

Die 23 Sänger erfüllten die Kirche mit ihren ausdrucksstarken Stimmen. Zwar war der Männerpart eher schwach besetzt, unter Henneckes sorgsamem Dirigat ergab sich aber trotz der Dominanz von Sopran und Alt ein harmonisches Klangbild. Kraftvoll und ausdrucksstark, dabei mit stets sehr guter Textverständlichkeit ließen die Voices of Joy bekannte Lieder wie „Go down Moses“ und „O when the Saints“ erklingen. Einige Lieder sangen sie a capella, andere begleitete Hennecke am Piano. Besonders schön war es, wenn der Dekanatskantor die Sänger an der Orgel begleitete. Das romantische Instrument wurde 1882 als Opus 223 von der Firma Steinmeyer in Öttingen erbaut. Es hat zehn Register und ein Pedal. Sehr reizvoll sind die außergewöhnlich warmen Flötenfarben und das majestätische Tutti.

Bei „Jubilate Deo“ spielte das historische Instrument moderne Töne, die weichen Klänge der Holzregister kamen aber vor allem bei den älteren Kompositionen gut zur Geltung. So wurde Bachs Choral „Jesus bleibet meine Freude“, den der Chor sang und Hennecke an der Orgel begleitete, ein besonderer Hörgenuss. Bei diesem anspruchsvollen Stück dirigierte die Ergoldinger Kantorin Ulrike Steinmetz die Sänger.

Das Vokalprogramm wurde von solistischen Orgelkompositionen ergänzt. Händels „The Arrival of the Queen of Sheba“ zeigte, dass eine Königin nicht machtvoll und kriegerisch auftreten muss. Die Königin von Saba zeigte sich als schöne, reizvolle und auch kluge Frau, die mit reichem Schmuck und Raffinesse bezaubert. „La follia“ von Vivaldi hatte Hennecke selbst für Orgel bearbeitet. Hier zog der Musiker buchstäblich alle Register. Jede einzelne Pfeife kam zum Einsatz. Mit spürbarer Spielfreude ließ Hennecke alle Klangfarben erblühen.

Pfarrer Konrad Schornbaum dankte den Sängern und ihrem Chorleiter für das „schöne, facettenreiche, beschwingte Konzert“, das Geist und Seele erfrischt habe. Nach Gebet und Segen sang der Chor noch „Make a Joyful Noise“, und wieder wippten alle Füße zur mitreißenden Musik. Mit kräftigem, ausdauerndem Applaus und großzügigen Einlagen in die Spendenkörbchen bedankten sich die Zuhörer.

Der Gospelchor Voices ofJoy in Aktion. Bild: cog
Der Gospelchor Voices ofJoy in Aktion.
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