04.10.2019 - 09:52 Uhr
EslarnOberpfalz

Atzmannsee bekommt Spiellandschaft

Die Bade- und Spiellandschaft in Eslarn soll ihren Platz nahe dem Atzmannsee finden. Bei vier Gegenstimmen beschließt der Marktgemeinderat vom Alternativstandort Kurpark Abstand zu nehmen.

In der leichten Senke oberhalb des Tennisgelände soll die Bade- und Spiellandschaft angelegt werden, weil daneben unmittelbar am Atzmannsee die notwendigen Einrichtungen wie Sanitäranlagen und Kiosk vorhanden sind und genutzt werden können.
von Walter BeyerleinProfil

Bürgermeister Reiner Gäbl listete die Punkte auf, die eine Errichtung der Bade- und Spiellandschaft im Kurpark nicht sinnvoll machen. So sei die Fläche zu klein, um alle vorgesehenen Geräte aufstellen und Wasserflächen anlegen zu können. Zudem sind einige der Flächen als Biotop ausgewiesen. Die fehlende Infrastruktur erfordert zusätzliche Ausgaben für Sanitäranlagen, das Wasser für die Teiche müsste ununterbrochen gepumpt werden, weil ein natürlicher Wasserzufluss fehlt.

Wolfgang Voit sprach sich dennoch für den Kurpark aus, weil der Atzmannsee für Familien mit Kleinkindern schwer zu erreichen sei. Außerdem würde die Bade- und Spiellandschaft den Kurpark bereichern. Der Spielplatz müsse aber auch attraktiv sein und mehr bieten als ein „üblicher“ Spielplatz. Vor allem aber sollten die Geräte neun oder zehn Monate im Jahr nutzbar sein, betonte Voit. Gäbl weitete die notwendige Attraktivität auch auf die Eltern selbst aus. Er gab aber auch zu bedenken, dass der Atzmannsee mit seiner Wassertiefe für Eltern mit Kleinkindern nicht geeignet sei.

Mit vier Gegenstimmen plädierte der Marktgemeinderat mehrheitlich für die Errichtung der Bade- und Spiellandschaft nahe dem Atzmannsee.

In einer Sitzung des Energie Effizienz Netzwerks bei der OTH Amberg wurden laut Gäbl Projekte angeregt, die in einem Energienutzungsplan festgehalten sind. So sollen im Rathaus die Steuerung der Heizung verbessert, in der Schule die schadhaften Druckknöpfe der Duschen ausgetauscht werden. Die Sonnenkollektorenanlage im Sportzentrum war seinerzeit als Pilotprojekt zur Warmwasseraufbereitung eingebaut worden, ist jetzt veraltet und soll durch eine neue Anlage ersetzt werden. Bei der Kläranlage eignet sich eine südlich gelegene Fläche für die Errichtung einer Photovoltaikanlage, die für die Kläranlage den Betriebsstrom liefern könne.

An seiner oberen Grenze fügt sich die Bade- und Spiellandschaft an die Einfriedung des Tennisgeländes an. Links verläuft der Bach, über den das Wasser des Atzmannsee abgeleitet wird. Das Gelände der Bade- und Spiellandschaft wird in seinem auf dem Bild unteren Bereich von den Straße entlang des Atzmannsee abgegrenzt.
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