Das sogenannte „Gästehaus“ hat eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich. 1896 wurde das Gebäude als Schulhaus errichtet. Jetzt erfährt es mit dem Umbau zu modernen Wohnungen und dem Anbau eines Aufzugs eine erhebliche Aufwertung. Die Pläne dafür wurden dem Marktrat bereits vor längerer Zeit vorgelegt. Für den Umbau des Gästehauses sind im diesjährigen Vermögenshaushalt 1.500.000 Euro eingestellt. Im unteren Bereich war bis in die 1990er Jahre eine Art „Schlechtwetterraum“ für Urlauber eingerichtet, um sich dort die Zeit mit dem Lesen von Büchern, Zeitschriften und Spielen zu vertreiben oder zu plaudern. Beim Umbau des Rathauses in den 1980er Jahren war das Verwaltungspersonal einquartiert, ja, es fanden dort nach Überlieferungen 1980 sogar standesamtliche Trauungen statt.
2019 wurde in den Vereinen der Zustand des Gästehauses offen diskutiert. Damals, wie später auch in einer Marktratssitzung, erklärte Bürgermeister Reiner Gäbl, dass ein Abbruch des Gebäudes einen hohen sechsstelligen Betrag kosten würde. Die Rede war von 450.000 Euro, auf denen der Markt „sitzen bleiben“ würde. Doch damals entschied das Gremium bereits, in das Gästehaus Wohnungen einzubauen und dann zu vermieten.
So sollen jetzt im ersten und zweiten Obergeschoss Wohnungen in unterschiedlicher Größe entstehen. Sie sind über das Treppenhaus und einen Aufzug zu erreichen. Damit wird die Barrierefreiheit gewährleistet. Der Aufzug wird angebaut, außerdem ein zweiter Fluchtweg. Im Erdgeschoss behält die Gemeinde drei „Bedarfsräume“, die Vereinen zur Verfügung gestellt werden können. Der Umbau ist einer der fünf größten Ausgabeposten im Vermögenshaushalt 2021.
















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