Eslarn
02.05.2019 - 14:59 Uhr

Eslarner Festburschen bestehen Brauchtumsprüfung

Der Baum grüßt nicht nur den Wonnemonat, sondern kündigt auch das Heimatfest 2020 an. Die Festburschen stellen sich erstmals der Aufgabe, den Riesen mit Schwalben in die Höhe zu hieven.

Die Festburschen erproben beim Maibaumaufstellen mit Schwalben ihre Stärke. Der Baum grüßt wegen der Straßenbauarbeiten am Tillyplatz vom idyllischen Kurpark aus. Bild: gz
Die Festburschen erproben beim Maibaumaufstellen mit Schwalben ihre Stärke. Der Baum grüßt wegen der Straßenbauarbeiten am Tillyplatz vom idyllischen Kurpark aus.

Die Festburschen und einige Helfer feierten im Bürgermeister-Karl-Roth-Kurpark mit dem Aufstellen eines Maibaums nach altüberliefertem Brauch eine gelungene Premiere. Die Festburschen hievten die 18,50 Meter hohe geschmückte Fichte mit langen Stangenpaaren hoch. Das Besorgen des Baums hatte in den Vorjahren der Fischereiverein übernommen. In diesem Jahr gingen die Fischer mit den Festburschen auf die Pirsch nach einem geeigneten Gewächs. Bereits eine Woche vorher hatten die Arbeiter vom Bauhof im Kurpark für ein stabiles Fundament gesorgt.

Die froh gelaunten Festmädels und Festburschen bewachten das Prachtstück am Kommunbrauhaus in der Nacht zum ersten Mai. Einige Brauchtumsdiebe streiften in der Walpurgisnacht um das Kommunbrauhaus und machten mit umherliegendem Klopapier und zusammengetragenen Blumentöpfen auf sich aufmerksam. Die Festgesellschaft feierte aber bis in die Morgenstunden und bewachte so den Baum erfolgreich. Wegen der großen Gemeinschaft hätte sich keiner an den Baum getraut, waren sich die Brauchtumshüter einig.

Bis der Maibaum am neuen Standort die Gäste grüßen konnte, waren noch einige Handgriffe wie Schmücken und Kranzbinden erforderlich. Einige Löwenanhänger meinten, dass der Baum mit seiner grünen Spitze genau 1860 Zentimeter groß wäre. Beim Aufstellen im Bürgermeister-Karl-Roth-Kurpark war von den Festburschen Muskelkraft gefordert. In einer starken Gemeinschaft hievten sie mit erfahrenen Helfern die Fichte mit Hilfe von Schwalben in die Höhe. Die Regie dabei übernahm Hans Werner und für Sicherheit an den Seilen sorgten zweiter Bürgermeister Georg Zierer und Adjutant Daniel Biermeier. Die Aufsicht am Fundament übernahmen dagegen Gemeindevorarbeiter Anton Hochwart und Maximilian Hochwart.

Für das Ausrichten des Maibaums wurde Zimmerer Josef Frischmann zu Rate gezogen und für das Festkeilen war Anton Hochwart verantwortlich. Nach getaner Arbeit gab es von den Zuschauern für die Festburschen und Verantwortlichen Beifall und Anerkennung. Im Anschluss feierten Akteure und Zuschauer im Festsaal des Brauermuseums "Biererlebnis Kommunbrauhaus" das Maifest, bei dem die Festmädels mit Bedienen und an der Kuchentheke reichlich für Verpflegung sorgten. Das Zapfen von Rebhuhnzoigl und das Grillen von Bratwürsten und Steaks war den Männern vorbehalten. Ein Dank ging vor allem an die Kuchenbäckerinnen und an die vielen Helfer.

Die Festdamen übernehmen an der Kuchentheke den Verkauf der Backwaren. Bild: gz
Die Festdamen übernehmen an der Kuchentheke den Verkauf der Backwaren.
Die Festburschen feiern beim Aufstellen des Maibaums mit Schwalben eine gelunge Premiere. Bild: gz
Die Festburschen feiern beim Aufstellen des Maibaums mit Schwalben eine gelunge Premiere.
Mit Muskelkraft transportieren die Festburschen den Maibaum in den Kurpark. Bild: gz
Mit Muskelkraft transportieren die Festburschen den Maibaum in den Kurpark.
 
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