14.09.2020 - 10:29 Uhr
EslarnOberpfalz

Tag des offenen Denkmals in Eslarn ohne Besucher

Eslarn ist reich an Bau- und Bodendenkmälern, wobei es unter den rund 30 Gedächtnisstätten überwiegend Kreuze, Bildstöcke und Kapellen zu bewundern gibt. Der Tag des offenen Denkmals am Sonntag lief wegen Corona ohne Publikum.

Zu den ältesten Denkmälern zählen die Pfarrkirche und die Friedhofskapelle.
von Karl ZieglerProfil

Die Baugeschichte der spätgotischen Pfarrkirche "Mariä Himmelfahrt" reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Das durch Brände und Plünderungen stark in Mitleidenschaft gezogene Gotteshaus wurde 1689 durch einen Neubau ersetzt und in den folgenden Jahrzehnten immer wieder aufgebaut und saniert. Die Pfarrkirche im Ortszentrum ist mit dem typischen Flankenturm und der Zwiebelhaube das Wahrzeichen von Eslarn.

Denkmaltag überwiegend virtuell

Amberg

Im gegenüberliegenden Rathaus befand sich früher der Gasthof "Zum Goldenen Löwen". Nach dem Kauf 1919 installierte die Gemeinde sechs Jahre später darin die Gemeindeverwaltung. An der Außenfront erinnert ein in Stein gehauenes Wappen an das ursprünglich 1848 abgebrannte Rathaus. Eines der meist angepriesenen Bauten aus dem 19. Jahrhundert ist das dreigeschossige Kommunbrauhaus. An der Stelle stand bereits im 16. Jahrhundert ein herrschaftliches Malzhaus, das der Markt 1755 für 150 Gulden kaufte und wegen des schlechten Zustands um 1900 als bürgerliches Brauhaus wieder aufbaut. Direkt daneben ist im Museum die Eslarner Brautradition und Kommunbraugeschichte zu sehen.

Erste Friedhofskapelle

Die Geschichte der ersten Friedhofskapelle, die dem Patron des heiligen Sebastian geweiht ist, reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück. Nach einem Brand im 18. und 19. Jahrhundert sowie nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Saalbau mit Walmdach jeweils wieder aufgebaut. Nach dem 1920 vor Ort der neue Friedhof installiert wurde, erfolgte 1922 die Einweihung einer neuen Kapelle. Am Friedhof, den eine Granitbruch-Mauer umgibt, steht wie auch am Schlossberg jeweils ein gusseisernes Kruzifix mit flachem Granitsockel aus dem 19. Jahrhundert.

Eine der ältesten kleineren Sakralbauten in Eslarn ist die Wegkapelle am Bühl mit ihrem Pyramidendach aus dem 19. Jahrhundert. Bei Sanierungsarbeiten wurde ein Totenbrett aus dem Jahr 1884 entdeckt. In Eslarn bereichern weitere sieben Kapellen die Umgebung. An der Büchelberger Straße steht das älteste Eslarner Bauernhaus aus Holz aus dem 18. Jahrhundert. Am Tillyplatz befindet sich seit 1914 zum Gedenken an die Gefallenen und Vermissten der Kriege aus dem 19. und 20. Jahrhundert ein Kriegerdenkmal und auf einem Postament eine aus Granit gehauene Soldaten-Skulptur mit Schwert und Fahne.

Viele Bodendenkmäler

In der Liste der Bodendenkmäler des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege sind zudem die frühneuzeitlichen Schanzen beim Ortsteil Tillyschanz aufgeführt. Auf weitere Bodendenkmäler in Eslarn weisen untertägige mittelalterliche und frühneuzeitliche Befunde im Bereich des ehemaligen Standortes des Alten Schlosses unterhalb der Schulsporthalle und ein ehemals neuzeitliches Neue Schloss am Schlossberg hin.

An der Außenfront des Rathauses erinnert ein in Stein gehauenes Wappen an das ursprünglich 1848 abgebrannte Rathaus.
Einer der schönsten Bildstöcke ist das Granit-Kreuz aus dem 19. Jahrhundert mit der Mutter Gottes am Schlossberg.
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