10.09.2020 - 09:41 Uhr
EslarnOberpfalz

Jeder Zweite fährt in der Eslarner Auenstraße zu schnell

Müssen die Eslarner in den „30-Zonen“ spürbar vom Gas gehen? Der Marktrat beschließt, einen Vertreter des Zweckverbandes Kommunale Verkehrsüberwachung einzuladen, um sich über die Möglichkeiten der Kontrolle informieren zu lassen.

Die Zahl "30" richtig überdimensioniert soll im Auenweg die Verkehrsteilnehmer künftig zum Einhalten der zugelassenen Geschwindigkeit bewegen. Ob es in den anderen "30-Zonen-Gebieten" des Ortes Eslarn dann ähnliche Regelungen gibt, wird sich in der nächsten Marktgemeinderatssitzung zeigen.
von Walter BeyerleinProfil

Anlass für die Diskussion war der erneut zur Entscheidung vorliegende Antrag von Marktrat Bernd Reil (FWG) auf Aufstellung von Pflanztrögen in der Auenstraße zur Verminderung der gefahrenen Geschwindigkeiten. Bürgermeister Reiner Gäbl erinnerte, dass die Entscheidung über den Antrag zurückgestellt worden sei, bis ein Ergebnis der Geschwindigkeitsmessungen vorliegt. Die Polizeiinspektion Vohenstrauß hat jetzt vom 9. Juni bis 6. Juli an 23 Tagen in der Auenstraße Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Dabei zeigte sich laut dem Bürgermeister, dass jeder zweite Autofahrer die zulässige Geschwindigkeit überschritten hat.

Es sollte aber jedem Marktratsmitglied klar sein, dass in allen „30-Zonen“ zu schnell gefahren wird, machte das Marktoberhaupt deutlich. Gäbl verhehlte aber auch nicht, und erhielt dafür keine Widersprüche, vielmehr Zustimmung aus dem Gremium, dass Anlieger am Auenweg und deren Familienangehörige bewusst schneller gefahren sind, um die Messergebnisse zu beeinflussen.

Gäbl zeigte auf der Leinwand unterschiedliche Möglichkeiten zur Geschwindigkeitsreduzierung auf. Diese Darstellung verband der Bürgermeister gleichzeitig mit Hinweisen auf die sich daraus ergebenden Folgen, wie beispielsweise der Absenkung des Asphaltbodens bei Blumentrögen (Kostenpunkt jeweils 500 Euro), dem notwendigen Abbau im Winter zur Vermeidung von Beeinträchtigungen des Winterdienstes, der Aufzeichnung von Piktogrammen auf der Straße mit der Zahl „30“, der künstlichen Verengung der Straßen oder der Aufstellung von „Lego-Steinen“. Zur Beteiligung des Zweckverbandes der Kommunalen Verkehrsüberwachung berichtete Gäbl über die Ergebnisse im Markt Waidhaus: Dort sei das Tempo in den Straßen deutlich zurückgegangen, demzufolge auch die Einnahmen für den Markt.

Albert Gollwitzer (FWG) nennt Hindernisse auf den Straßen „nicht glücklich“, regt Gespräche mit dem Zweckverband zur Kommunalen Verkehrsüberwachung an und schlägt das Aufmalen des Schriftzuges „30“ auf der Straße vor. Robert Brenner (CSU) erklärt, dass nur die Verwarnungsgebühren der Verkehrsüberwachung der Marktkasse zukommen. Gleichzeitig bittet Robert Brenner nicht nur den Bauausschuss mit der Behandlung der Problematik zu beauftragen, sondern das Thema im gesamten Gremium zu behandeln. Siegfried Wild (SPD) sieht in der Lösung Zweckverband den richtigen Weg, weil dann auch Anlieger die mit Absicht in der 30-Zone schneller fahren, herangezogen werden können.

Wolfgang Voit (CSU) stellte außer Zweifel, dass am Auenweg zu schnell gefahren werde, deshalb sollte speziell für diese Straße eine Lösung mit der Aufzeichnung der Straße mit „30“ gefunden werden. Georg Zierer (SPD) sieht die Problematik Geschwindigkeitsüberschreitung übertragbar auf alle anderen „30-Zonen“ des Ortsgebietes. Wie viele Gebiete das sind, zeigte Bürgermeister Gäbl eingangs mit einem Bild auf der Leinwand auf. Da wurde Georg Zierer (SPD) lauter und kündigt für die nächste Woche gleich die entsprechenden Anträge an. Mit 11:4 Stimmen beschloss der Marktgemeinderat den Versuch mit einem Piktogramm am Auenweg zu starten. Mit 13:2 Stimmen nahm das Gremium den Antrag an, den Kommunalen Zweckverband zu seinen Vorschlägen zu hören.

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