Seit kurzem steht ein neues Wegkreuz der besonderen Art am Waldrand bei Etsdorf. Man findet es bei einem Waldweg ins Landschaftsschutzgebiet am Steinköppl in der Nähe der Asphaltkapelle. Auf dem Kreuz steht in Holz gefräst und mit Goldfarbe ausgelegt die Aussage „Oh Gott – kein Steinbruch“. Anlass dazu ist der befürchtete Schwerlastverkehr auf steilen, engen Waldwegen, der im Falle des Baus eines Steinbruchs über vier Kilometer durch das Landschaftsgebiet am Steinköppl führen soll. Der Steinköppl gehört zum Heiligenberg, so wurde früher der gesamte Höhenzug von Johannisberg über Hirmer- und Friedrichsberg bis Rottendorf genannt. Rottendorf hatte früher den Namenszusatz "am heiligen Berg".
Eine Beton-Unternehmerfamilie aus der Region hatte in den vergangenen Monaten geäußert, in dem Landschaftsschutzgebiet einen neuen Granitsteinbruch zu errichten. Wilhelm Koch ist Mitinitiator der Bürgerinitiative gegen das Projekt. Vor einigen Jahren schon erhielt er von einer Witwe aus Amberg das handwerklich gefertigte Grabkreuz ihres Ehemanns, das sie nicht entsorgen wollte. Sie hoffte mit der Übergabe an den Initiator des Kreuze-Wegs zur Asphaltkapelle, dass der Künstler mit dem Kreuz ein sinnfälliges Objekt errichten könnte.













Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.