13.09.2020 - 13:35 Uhr
EtzenrichtOberpfalz

2020 keine Kunst in der Etzenrichter Turnhalle

Zum 30. Mal hätte die Frauen-Union im Herbst ihre Hobbykunst-Ausstellung abhalten können. Doch das Coronavirus macht den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung.

Schon bei der allerersten Hobbykunst-Ausstellung der Etzenrichter Frauen-Union war der Besucherandrang groß und mit fast 300 Gästen übertraf es allen Erwartungen der damaligen Vorstandschaft.
von Autor WLRProfil

Wie so viele anderen Veranstaltungen auch, fällt Hobbykunst-Ausstellung der Etzenrichter Frauen-Union dem Coronavirus zum Opfer. Die 30. Ausgabe sollte es werden, und so hatten sich die Vorstandsmitglieder der FU schon im vergangenen Herbst viele Gedanken gemacht, wie sie das Jubiläum gebührend feiern können.

Auch wenn vieles wieder möglich ist, kam die Frauen-Union zu dem Ergebnis, dass es nicht möglich ist, die Abstandsregelungen im Verkaufsbereich in der Turnhalle und der Cafeteria zu gewährleisten. Außerdem darf die Turnhalle bis auf Weiteres nur für den Schulbetrieb genutzt werden.

Bereits die erste Ausstellung vor 30 Jahren, die Sylvia Wallinger angeregt und geplant hatte, war schon ein voller Erfolg. Fast 300 Besucher waren damals ins Heim St.-Nikolaus gekommen.

Versteckte Talente und leidenschaftliche Bastler zeigten, was sie im stillen Kämmerlein alles kreiirten. Melanie Weiß, Christine Gogolka, Ilie Beldean, Anneliese und Dieter Neumann, Margit Anspann, Hanni Heberlein, Annemarie Bergler, Ludwig Meier, Karl Seiler, Marie-Luise Krauß, Astrid Spitzkopf, Angela Prölß, Inge Michler und Sylvia Wallinger begeisterten mit ihren Kunstgegenständen. Die ehemalige Vorsitzende Inge Toth rief am Ende auf, dass sich weitere verborgene Talente gerne melden könnten.

Ebenfalls eine Absage

Etzenricht

In den darauf folgenden Jahren steig die Beliebtheit der Etzenrichter Hobbykunst-Ausstellung. Das Pfarrheim platzte aus allen Nähten und bot nicht mehr genügend Platz. 2001 folgte der Umzug in die Turnhalle der Ludwig-Meier-Schule. Fast ständig war auch die Aquarellgruppe um Ernst Landgraf und später um Anne Rodestock. Das Kunstangebot wechselte von Jahr zu Jahr, doch einige treue Aussteller wollten immer wieder dabei sein.

Ganz besondere etablierte Anlaufstellen waren in jedem Jahr der FU-Stand mit Eingemachtem und die Cafeteria mit den Torten und Kuchen. Im Laufe der Jahre breitete sich das Geschehen fast auf das gesamte Schulgebäude aus, nur die Klassenzimmer waren für die Nutzung außen vor.

Das eingenommene Geld reichte die Frauen-Union an Vereine und Institutionen weiter. Mit knapp 20.000 Euro könnten die Etzenrichter Frauen viel Gutes tun. FU-Vorsitzende Renate Müller bedauert es sehr, dass dies alles heuer nicht möglich sei. „Die Sicherheit der Aussteller und der Besucher geht vor", sagt sie. „Wir hoffen, dass es im nächsten Jahr wieder anders ausschaut und sämtliche Jubiläumsveranstaltungen des Jahres 2020 - und das waren im Zeichen von 750 Jahre Etzenricht nicht wenige - nachgeholt werden können.“

Im Jahr 1997 war klar, die Räume des Pfarrheims reichen nicht mehr aus, um sowohl den Ausstellern und auch den Besuchern gerecht zu werden.
2001 zogen Teddybär und Co. in die Turnhalle der Ludwig-Meier-Schule um. Eine große Erleichterung für das Organisatorenteam und viel Platz um noch zusätzlichen Künstlern den Raum für ihre Sachen zu geben und den Gästen Bewegungsfreiheit beim Bestaunen der Kunstgegenstände zu bieten.
Die Schüler der Ludwig-Meier-Schule werkelten um an ihrem Stand jedes Jahr aufs Neue mit tollen Gegenständen präsent sein zu können. Die Einnahmen kamen am Ende wieder den Kindern zu Gute.
Die leider viel zu früh verstorbene Etzenrichter Ausnahmekünstlerin Annemarie Bergler, hatte ihre Anfänge in der Aquarellgruppe und zeigte jedes Jahr ihre wunderbaren Werke bei der Hobbykunst-Ausstellung.
Ein Objekt aus dem Jahr 2019 vermittelt die Einstellung, die uns wohl allen zum Leitspruch während der Corona Krise geworden sein dürfte. Denn während uns diese Krankheit ein ständiger Begleiter geworden ist, nimmt jeder Mensch in erster Linie Rücksicht auf sich und seine Familie und meidet nach Möglichkeit größere Menschenansammlungen. Deshalb hat die Etzenrichter Frauen-Union die 30. Hobbykunst-Ausstellung auch abgesagt.
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