02.01.2019 - 11:32 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Mit den Aufgaben wachsen

Der letzte Böllerknall ist kaum verhallt, schon trifft man sich in Falkenberg zum Neujahrsempfang. Dabei rücken Ehrungen in den Mittelpunkt.

Im Mittelpunkt des Falkenberger Neujahrsempfangs stehen Ehrungen durch Bürgermeister Herbert Bauer. Im Bild von links Albert Zrenner, dessen Ehefrau Inge, Niklas Enslein, Rita Wildenrother und Bürgermeister Herbert Bauer.
von Werner RoblProfil

Zur ersten Veranstaltung im neuen Jahr gehörten Ansprachen, freilich auch die Falkenberger Zoiglmusik. Eingebettet ins Neujahrstreffen waren zudem lobende Worte, mit denen Bürgermeister Herbert Bauer im Namen der Marktgemeinde drei Gemeindebürgern Danke sagte. Er ließ ihnen eine besondere Ehrung zuteil werden. Albert Zrenner wurde für sein 24 Jahre währendes Engagement als Kirchenpfleger ausgezeichnet. Vergelt’s Gott sagte Bauer auch Rita Wildenrother, die seit 18 Jahren die Außenstelle der Volkshochschule leitet. Ein Einser-Abitur schaffte Gymnasiast Niklas Enslein, den der Bürgermeister ebenfalls zu sich nach vorne bat.

„Ob das vor uns stehende Jahr – kaum ein paar Stunden alt – neu wird, liegt nicht am Kalender, auch nicht an der Uhr“, sagte Bauer nach dem musikalischen Auftakt durch die Zoiglmusik. Der Bürgermeister stellte fest: „Ob ein Jahr neu wird, liegt an uns.“ Neben vielen Bürgern aus der Gemeinde begrüßte das Falkenberger Marktoberhaupt auch Landtagsabgeordneten Tobias Reiß, den Wiesauer Amtskollegen Toni Dutz, Pfarrer Maximilian Roeb, Pfarrvikar Franklin Mboma und Altbürgermeister Eduard Zrenner. „Denke immer daran, dass es nur eine wichtige Zeit gibt: Heute, hier und jetzt“, zitierte Bauer Leo Tolstoi. In der Folge erinnerte er an die Schlagzeilen im vergangenen Jahr, zudem auch an die weltweiten Katastrophen und Krisenherde. Er empfahl, Neues zu bedenken, aber auch Gemeinsames zu planen. Der Bürgermeister bat, die Herausforderungen des gerade angebrochenen Jahres anzunehmen. Mit Victor Hugo fuhr der Falkenberger fort: „Ein Traum ist unerlässlich, wenn man die Zukunft gestalten will.“ Auf das Gemeindeleben schauend folgerte er: „Wir glauben fest daran, dass es sich lohnt, in unserer Gemeinde zu wohnen, zu arbeiten und zu leben.“

"Zum Blick nach vorne gehört auch der Blick zurück", fuhr Bauer fort. „Die Zukunft wächst aus der Vergangenheit.“ Er ergänzte: Das zurückliegende Jahr sei geprägt worden von wegweisenden Entscheidungen in der Welt, "ebenso auch bei uns".

Verabschieden musste man sich in Falkenberg von beliebten und verdienten Gemeindebürgern. „Wir mussten uns leider auch mit einstweiligen Verfügungen und Anwälten auseinandersetzen“, bedauerte der Bürgermeister in seiner Neujahrsansprache die belastenden Diskussionen um den Lärmschutz in und an der Burg. „Das Fahrwasser wird nicht ruhiger. Immer wieder tauchen Probleme auf, die uns herausfordern.“ Als Beispiele nannte der Sprecher auch die Wasserversorgung. „Die Grundschule war fast weg.“ Noch anzugehen seien weitere Maßnahmen. „Plötzlich sollen die beiden Brücken der Gemeinde gehören“, erinnerte Bauer an eine aktuell nicht zu lösende Eigentümerfrage und an die Folge, wer die Reparaturen am Eingangstor zum Waldnaabtal bezahlen muss. „Die Renovierung des Gasthofs ,Zum roten Ochsen‘ steht an.“ Anklingen ließ Bauer an anderer Stelle zudem das Windenergiekonzept, die Gleichstromtrasse und den Ostbayernring.

Erfreulich nannte er den IGZ-Spatenstich. "Die größte Baustelle im Landkreis", stellte Herbert Bauer fest. Weiter ließ er die Veranstaltungen, die das Leben im Ort bereicherten, Revue passieren. Noch nicht vorangekommen sei man in der Grundstücksfrage mit Blick auf neue Bauplätze. „35 Flächen wären vorhanden. Aber sie sind nicht greifbar“, bedauerte das Gemeindeoberhaupt. Worte des Dankes richtete er an die ehrenamtlichen Mitarbeiter von "Forum Falkenberg – Freunde der Burg". Herbert Bauer schloss: "Ich möchte die Gelegenheit auch dazu nutzen, allen, die unseren Markt in der Öffentlichkeit positiv herausstellen, ein großes Dankeschön und Vergelt's Gott zu sagen." Zudem zitierte er Literatur-Nobelpreisträger André Gilde: "Das Glück des Menschen liegt nicht in der Freiheit, sondern in der Übernahme einer Pflicht."

Mahnende Worte des Pfarrers:

Zu leicht

Dem Neujahrsempfang vorangegangen war ein Gottesdienst mit einer, so Bürgermeister Herbert Bauer, „beeindruckenden Predigt“. „Nun folgt Teil zwei meiner Feiertagsansprache“, hob Pfarrer Maximilian Roeb dann an und empfahl, Abschied von „guten, aber oft nicht zu verwirklichenden Vorsätzen“ zu nehmen. „Das Körper-Idealgewicht ist unbedeutend.“ Dennoch werde man einmal gewogen und daran bemessen, wie viel an Zeit man Gott und den Menschen geschenkt habe. „Es könnte sein, dass wir beim Eintritt in den Himmel für zu leicht bewogen werden“, sagte Roeb und mahnte: „Investieren Sie nicht in gute Vorsätze, investieren Sie in Zeit, die man verschenken kann.“ (wro)

Grußwort von Tobias Reiß:

Früh aufstehen

Grußworte überbrachte Landtagsabgeordneter Tobias Reiß. Zurückblickend auf das vergangene Jahr stellte er fest: „In Falkenberg war Bewegung zu spüren. Dafür braucht es aber auch Verständnis unter der Bevölkerung.“ Man müsse sich als Partner sehen, forderte er einen stets fairen Dialog untereinander. Der Neujahrsempfang sei auch ein zuversichtliches Zeichen für die noch zu erwartenden Erfolge Falkenbergs: „Früh aufstehen, früh anfangen.“ (wro)

Beim Neujahrsempfang im Tagungszentrum der Burg spielt die Falkenberger Zoiglmusik auf.
MdL Tobias Reiß: „Im Ort ist viel Bewegung.“
Der Neujahrsempfang im Tagungszentrum der Burg Falkenberg ist gut besucht.
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