10.10.2019 - 10:30 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Honig von hoher Qualität

Die Zukunft der Bienen bleibt auch nach dem Volksbegehren ein Thema, dem sich besonders die Imker widmen. Im wahrsten Sinne des Wortes „naturgemäß“ rücken sie bei der Kreisversammlung in den Mittelpunkt.

Bei der Imkerkreisversammlung sprachen (von links) Bürgermeister Herbert Bauer, Josef Ernst, Renate Feuchtmeyer und Johann Schön. Die Veranstaltung hatten die Falkenberger Bienenfreunde um Max Köllner (rechts) organisiert.
von Werner RoblProfil

Eingeladen, um über viele Problembereiche näher zu informieren, hatte der Imker-Kreisverband beziehungsweise Vorsitzender Johann Schön aus Schönficht. Die Herbstversammlung sei traditionell für die Fortbildung gedacht, hob der Fachmann mit Blick auf den Abend im Falkenberger „Roten Ochsen“ hervor. Organisiert hatten den Abend auch die Falkenberger Bienenfreunde um Vorsitzenden Max Köllner.

„Grüß Gott allen, die Verantwortung übernommen haben“, begrüßte Schön die große Teilnehmerschar. „Bei uns schlägt langsam der Zuwachs durch“, stellte Kreisvorsitzender Johann Schön angesichts der vielen Jungimker fest. „Das ist sehr schön.“ Vieles werde ehrenamtlich geleistet, richtete er seinen Blick an anderer Stelle auch auf den Kreis- und Landesverband, die – so der Sprecher – viel Unterstützung leisten.

Ein Grußwort sprach Bürgermeister Herbert Bauer. „Ihr rettet die Bienen“, erinnerte das Gemeindeoberhaupt an zurückliegende Diskussionen. „Das Retten und Schützen ist bei euch längst gang und gäbe“, ließ Bauer seine Freude und Anerkennung darüber anklingen. „Ich wünsche euch allen, dass der Honig auch weiterhin reichlich fließen wird. Auch dass ihr – ohne Ärger mit der Varroa-Milbe – künftig viel Spaß an der Arbeit habt“, ergänzte Bauer.

Dass die Imkerei Geld koste, sei nicht von der Hand zu weisen, bedauerte der Münchenreuther Fachmann Josef Ernst, der um einige Worte gebeten wurde. Ernst empfahl, die Fördermöglichkeiten zu nutzen. Nicht verschließen sollte man sich den regelmäßigen Untersuchungen. „Machen Sie mit beim Monitoring. Kontrolliert eure Völker.“ Freilich sei die Behandlung und die Vorbeugung von Krankheiten nicht einfach. „Nutzt die Zeitfenster, um im Bienenhaus prophylaktisch zu arbeiten“, empfahl der Münchenreuther. „Macht was!“, fügte er mahnend hinzu. Ernst kam auch auf die Verkaufspreise zu sprechen, die er mit Blick auf das „gute und natürliche Nahrungsmittel“ als durchaus berechtigt ansah: „Unser Honig hat eine hohe Qualität.“

„Blühstreifen sind zweifellos eine gute Idee. Mir gefallen sie“, erhob Kreisvorsitzender Johann Schön das Wort. „Aber sie reichen bei weitem nicht aus“, bedauerte er mit Blick auf den Rückgang der „bunten Helfer“ und blumenreichen Mähwiesen. Schön wechselte das Thema: „Die Arbeiten sind kompliziert“, richtete er ein Augenmerk auf die Untersuchungen an der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim. Bereits seit geraumer Zeit befasse man sich dort unter anderem mit den Mähverlusten.

„Nicht immer machen die Bienen mit“, erklärte er humorvoll die Probleme bei der Arbeit, die Honigbienen auf ihrem täglichen Flug zu begleiten. „Manchmal lieben sie halt den Wald, am anderen Tag den Klee“, erklärte Schön augenzwinkernd. Mit einem Schuss Humor machte er achselzuckend klar, dass man auf die endgültigen Ergebnisse noch warten müsse. Festgehalten werden dabei – falls überhaupt möglich – die Zahl der Tiere, die nach dem Ausflug nicht mehr zurückkehren. Die Gründe dafür seien vielfältig. "Moderne Mähgeräte stellen eine große Gefahr für die Pollensammler dar", erläuterte er den zu klärenden Schwund.

„Wir werden uns heute auf einen längeren Abend einstellen müssen“, verwies Johann Schön auf die weiteren Themen, für deren Erläuterung auch die Fachberaterin für Bienenzucht, Renate Feuchtmeyer von der Staatlichen Fachberatung für Bienenzucht in Amberg, eingeladen war.

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