28.07.2020 - 12:37 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Rotary-Club Stiftland: Eine Wegkapelle als Geschenk

Mit einer Überraschung wartete der neue Präsident des Rotary-Clubs Stiftland bei seinem Amtsantritt auf: Peter Brückner will als sein persönliches Clubprojekt eine Wegkapelle in den Waldnaabauen bauen.

Past-Präsident Wolfgang Gropengießer (rechts) überreichte dem neuen Präsidenten, Peter Brückner Stab und Kerze als Insignien des Clubs und hängte ihm den neuen Cluborden für Präsidenten um.
von Ulla Britta BaumerProfil

Die Himmelsleiter auf dem Vinzinalbahn-Radweg durch die Waldnaabaue bekommt ein Gegenüber: Peter Brückner hat sich als neuer Präsident des Rotary-Clubs Stiftland bereits im Vorfeld viel Gedanken gemacht. In der Burg Falkenberg präsentierte er seinen Clubfreunden als sein persönliches Projekt eine Wegkapelle im futuristischen Stil.

Die kleine Begegnungsstätte, gebaut aus 325 Holzbalken und heimischen Kaolin in Verbindung mit Beton als Materialien, soll am Ufer eines kleinen Weihers in der Waldnaabaue vom Rotary-Club Stiftland verwirklicht werden. Finanziert werden soll das Bauwerk aus dem Verkauf der 325 Balken, die wie Brückner bereits ankündigen konnte, zwischen 50 und 200 Euro pro Stück kosten werden. Die Wegkapelle sei ein Geschenk des Clubs ans Stiftland, sagte Brückner: „Aus, in, für und mit der Region gebaut.“

Sonnenlicht als Schmuckstück

In Symbiose mit der Natur soll die Kapelle ohne Eingangsportal frei begehbar werden für Besucher. Einziges Schmuckstück im Innern wird das Sonnenlicht sein, das durchs Dach hereinscheint. Außen wird lediglich ein Holzkreuz auf den christlichen Charakters des Bauwerks hinweisen. Auf schlichten Holzbänken innen und außen können sich Fahrradfahrer und Wanderer eine Weile dort in der Stille aufhalten. So beschrieb Peter Brückner sein größtes Rotary-Club-Projekt, das er nachfolgend an seine Amtsübernahme bei der Präsidentschaftsübergabe in der Burg Falkenberg vorstellte. Mit dem Bau der Kapelle wolle er den Menschen im Stiftland und den Freunden im Club etwas zurückgeben, das mit seiner Clubmitgliedschaft vor 20 Jahren begonnen habe.

Wolfgang Gropengießer blickte schon auf sein Jahr als Präsident des Rotary-Clubs Stiftland

Tirschenreuth

Endlich wieder ein Treffen mit den Clubfreunden: Wolfgang Gropengießer hat sich das in seinem Jahr als Clubpräsident gewünscht. Denn Corona machte die regelmäßigen Meetings der Rotarier unmöglich. Zur Präsidentschaftsübergabe an Peter Brückner konnte der Past-Präsident zumindest 40 Rotarier einladen, darunter Freunde aus den Clubs Cheb, Salzburg und Weiden. Die Feier auf der Burg Falkenberg war geprägt von der Freude über das persönliche Wiedersehen und neuen Projekten, in welchen die Corona-Pandemie auch einmal keine große Rolle spielen wird.

Gropengießer überraschte zu seinem Abschied mit einer Neuerung, die in anderen Clubs bereits praktiziert wird. Allerdings müsse er den Präsidentenorden gleich wieder abgeben an seinen Nachfolger, meinte er lachend, nachdem ihm Clubsekretär Thomas Franz besagte Medaille umgehängt hatte. Ziel dieser Symbolik sei es, den amtierenden Präsident bei offiziellen Veranstaltungen als solchen erkennbar zu machen. Mit großem Applaus wurde Gropengießers Resümee eines nicht leichten Jahrs als Präsident beklatscht.

Reise nach Hamburg

Die Wegkapelle wird Brückners größtes Projekt in seiner einjährigen Präsidentschaft sein, aber nicht das einzige. Ein weiteres, großes Anliegen ist dem neuen Präsidenten unter anderem die Heimat und ihre Besonderheiten in Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft. Er möchte bei vielen Meetings, die Clubfreunde zu verschiedenen Orten führen wie in die Fronfeste Tirschenreuth, ins neue Verwaltungsgebäude der Ziegler Group in Liebenstein und mehr.

Was er sehr bedauerte: Der Weihnachtsmarkt bei der Burg Falkenberg muss für dieses Jahr wegen Corona abgesagt werden. Dennoch sei am 11. Dezember eine Weihnachtsfeier im Exerzitienhaus Johannisthal geplant, so Brückner. Unter anderem auch an dem auf den 1. Mai 2021 verschobenen Benefiz-Ball im Kettelerhaus „Tanz in den Mai“, gemeinsam mit dem Lions-Club hält Brückner in seinem Amtsjahr fest. Als Ziel der jährlichen Kulturreise der Clubmitglieder hat er sich Hamburg ausgesucht. „Ich hoffe, dass uns Corona nicht die Freude nimmt“, wünschte sich der neue Präsident. Ein einfaches Jahr werde es nicht.

Der neue Präsident Peter Brückner (Mitte) stellte am Ende des offiziellen Teils seine neue Vorstandschaft vor (von links) Landrat und Clubmitglied Roland Grillmeier, Jörg Schön (Berufsdienst), Uschi Huber (Gemeindienst), Klaus Kupke (Clubdienst), Johanna Zintl (Clubmeister), Past-Präsident Wolfgang Gropengießer, Tomas Linda vom Club RC Cheb, Christoph Starzer vom RC Salzburg, Peter Andritzky (Jugenddienst), Toni Schatzberger (Rotaract/New Generation), Elvira Leonhardt-Heinrich (Vortragsdienst), Incoming-Präsident Thomas Pfletscher, Sekretär Thomas Franz und Reinhold Gietl vom RC Weiden.
Past-Präsident Wolfgang Gropengießer (rechts) wünschte seinem Nachfolger Peter Brückner viel Freude im Amtsjahr als Clubpräsident.
Mit viel Leidenschaft im Herzblut stellte der neue Clubpräsident Peter Brückner sein wohl größtes Projekt im Amtsjahr, die Wegkapelle am Vinzinal-Radweg, vor.
Amtsübergabe Rotary-Club Stiftland
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