04.07.2019 - 13:37 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Suche nach neuen Wegen

Mit der Problematik um Engstellen im Straßen- und Wegenetz befasste sich der Falkenberger Marktgemeinderat. Offene Fragen gibt es auch im Zusammenhang mit dem Zoigl-Denkmal.

In Falkenberg gibt es Problemstellen, die es den Landwirten – wie hier am Bodenreuther Weg – nicht gerade einfach machen.
von Werner RoblProfil

Zahlreiche "Nadelöhre" machen es Landwirten nicht gerade leicht, zu ihren Flächen zu kommen. Mit neuen Verbindungswegen, zum Beispiel im südlichen Gemeindebereich hin zum Bodenreuther Weg, könnte für Entlastung gesorgt werden, meinte Bürgermeister Herbert Bauer. Zweiter Bürgermeister Bernhard Schuller ergänzte, dass viele Bauern mit ihren häufig breiten Geräten enge Wohngebiete durchfahren müssten. Die Entzerrung der Verkehrslage könnte auch dabei helfen, mögliche Unfälle zu vermeiden. Verbindungen außerhalb des Ortes wären eine Lösung, so Schuller.

In der Steinwaldallianz gibt es das Verfahren "Kernwegenetz", an dem sich die Gemeinde aber nicht beteiligt hat. Karsten Heßing vom Amt für ländliche Entwicklung sagte in der Sitzung, dass es hier nur wenig Aussicht auf Erfolg gebe. "Neue Wege können nur über ein Flurordnungsverfahren, nicht aber im Rahmen des Kernwegenetzes geschaffen werden", stellte Heßing klar. Für das Flurordnungsverfahren sei er aber nicht zuständig, so der ALE-Vertreter. Zudem seien die Kommunen gefordert, für entsprechende Flächen zu sorgen.

"Bei der Vielzahl der Grundstückseigner wüssten wir nicht, wo wir anfangen sollten", beklagte Bürgermeister Bauer. "Eine Lösung habe auch ich nicht in der Tasche", bedauerte Karsten Heßing. Er empfahl, ein Ergebnis "in kleinen Schritten" anzustreben. Die Grundstückseigentümer müssten für eine Diskussion an einem Tisch sitzen. Standort für Zoigl-Denkmal

"Der sinnvollste Platz für das künftige Zoigl-Denkmal ist zweifelsohne der kleine Platz am Brauhaus bzw. am Rathaus", sagte Bürgermeister Herbert Bauer zu diesem bereits mehrfach diskutierten Thema. Gesucht wird derzeit aber noch nach einer Lösung für die "Wassergestaltung", damit aus dem Denkmal auch ein Brunnen werden kann. "Die Vorgehensweise und die dafür entstehenden Kosten müssen noch gemeinsam abgestimmt werden", stellte Bürgermeister Bauer klar. Antrag auf Stabilisierungshilfe

Erneut einen Antrag auf Stabilisierungshilfe wird die Marktgemeinde stellen. Zuletzt habe man 2014 und 2015 Geld insgesamt 150.000 Euro bekommen. "Danach aber wurden die Anträge abgelehnt", bedauerte der Bürgermeister. Neu ist jetzt ein Zwei-Säulen-Modell, das zum einen Schuldentilgung vorsieht, zum anderen Investitionshilfe. Für Falkenberg ergibt sich laut Bauer aktuell nur die Möglichkeit, einen Antrag auf Stabilisierungshilfe zur Schuldentilgung zu stellen. Bis zu 681.918 Euro könnten abgelöst werden.

Beim Markt Falkenberg lägen als Voraussetzung für die Förderung sowohl eine finanzielle, als auch eine strukturelle Härte vor, so Bauer weiter. Die Verschuldung pro Einwohner betrage derzeit 1403 Euro und liege deutlich über der Mindestvoraussetzung. Die strukturelle Härte ergebe sich aus der geringen Einwohnerzahl im Verhältnis zur Gemeindefläche (24,23 Einwohner je Quadratkilometer). Man liege damit im Vergleich in Bayern deutlich unter der Höchstgrenze von 25 Prozent. Darüber hinaus habe man den Willen zur Konsolidierung bereits in einem Konzept aus dem Jahr 2016 nachweisen können. Die Aussicht auf Erfolg sei laut Bauer derzeit aber noch schwer einzuschätzen.

Karsten Heßing (rechts) vom Amt für Ländliche Entwicklung informierte über das Kernwegenetz.
Der Standort für das künftige Zoigl-Denkmal wurde bereits festgelegt (Bild). Wie es aber mit Wasser gespeist wird und welche Kosten dafür entstehen, muss noch geklärt werden.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.