11.06.2019 - 14:08 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Tausende feiern die Blasmusik

Falkenberg, völlig in Feststimmung, feiert das 145. Gründungsjubiläum seiner Blaskapelle. In den Mittelpunkt des Pfingstwochenendes rückt natürlich die Musik. Und nicht nur "La Brass Banda" lassen es krachen.

von Werner RoblProfil

Der weiß-blaue Himmel war ein verdientes Geschenk, über das sich der Jubelverein, der 1874 ins Leben gerufen wurde, ganz besonders freute. Die Vorbereitungen unter Zweitem Vorsitzenden, Festleiter und Ideengeber Markus Prechtl, der vor rund zwei Jahren die Idee „Festwochenende in Falkenberg“ in der Jahreshauptversammlung verkündet hatte, hatten sich ausgezahlt. Belohnt wurde auch das Engagement des Festausschusses, der ein für alle Generationen bunt zusammengestelltes Jubiläumsprogramm unter dem Motto „Mim Gspuse zur Muse“ auf die Beine gestellt hatte.

So präsentierte man sich als junggebliebener Musikverein, der mit guten und abwechslungsreichen Ideen viele Gäste nach Falkenberg lockte, um in einem mit weiß-blauen Bändern sowie Herzen geschmückten Festzelt 145 Jahre Blaskapelle Falkenberg zu feiern. Verbunden war das Jubiläum mit dem Kreismusikfest des Nordbayerischen Musikbundes, der seinen Bezirksvorsitzenden Gerhard Engel entsandt hatte, um zusammen mit dem Kreisvorsitzenden Alexander Riedl die Glückwünsche und ein Geschenk in Form von Notensätzen zu überbringen (wir berichteten bereits).

Rund um das geräumige Festzelt mit großer Bühne waren vier Tage lang Bänke, Tische und Sonnenschirme aufgestellt, die man gerne nutzte, um das Pfingstwochenende zu genießen. Auftakt am Freitag war die lange Partynacht, die die unermüdlich aufspielenden „Stoapfälzer Spitzbuam“ aus Neunburg vorm Wald musikalisch umrahmen durften.

Ein „Bayerischer Abend“ war für Samstagabend versprochen worden. Das Angebot: regionale Gaumenschmankerl - bereichert von der Dießfurter Musikkapelle unter Werner Schremls Leitung, der mit seinen Musikanten ein kurzweiliges Potpourri altbekannter Egerländer Melodien, aber auch Stücke moderner Blasmusikliteratur auf die Bühne zauberte.

Dem Festgottesdienst am Sonntag in der Pfarrkirche war ein Kirchenzug vorangegangen. Nach dem morgendlichen Frühschoppen mit den Bärnauer „Grenzlandbuam“ folgten Platzkonzerte im Ort und ein großer Sternmarsch mit Massenchor am Marktplatz. Gleich drei Blasmusikkapellen gestalteten den Tag: „Mission Böhmisch“, die Kemnather Stadtkapelle und der Jubelverein selbst, der den Festabend prägte, der wie schon die Tage zuvor kein Ende nehmen wollte.

„Wir sind mit dem Vorverkauf sehr zufrieden“, zog Veronika Höcht, Vorsitzende der Blaskapelle Falkenberg, am ausklingenden Pfingstwochenende zufrieden Bilanz der zurückliegenden Tage, an denen man nichts unversucht ließ, die Werbetrommel zu rühren. Höchts Blick galt dem mit Spannung erwarteten Ausklang mit „La Brass Banda“, die zwei Vorbands – eine aus Niederbayern („Sunlight Pyramid“) und „Caravana Sun“ aus Australien - mitgebracht hatten, um „vorzuheizen“. „We love Zoigl, wie love Falkenberg“, nahmen die Gäste von der Südseite der Weltkugel Abschied von der Bühne. Für einen Hexenkessel sorgte schließlich „La Brass Banda“, die barfüßig und mit ihren Instrumenten in der Hand „Grüß Gott“ sagten, um am Restabend einen Ausnahmezustand zu bescheren. Mehr als 1000 feierwütige Gäste nahmen noch einmal - außer Rand und Band - gehörigen Anlauf, um „145 Jahre Blaskapelle Falkenberg“ einen würdigen Abschluss zu geben.

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