30.09.2020 - 18:36 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Umzug in die IGZ-Softwarescheune 5.0 läuft in Falkenberg

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Die neue Softwarescheune 5.0 der IGZ in Falkenberg ist bezugsfertig. Als einer der ersten Bereiche ist dort die IGZ-Automation eingezogen.

Der Neubau der IGZ in Falkenberg.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Spatenstich für den IGZ-Neubau war im November 2018. Eigentlich war der Umzug der Mitarbeiter in die Softwarescheune 5.0 bereits im Mai diesen Jahres geplant. Wegen Corona gerieten die Arbeiten auf der Baustelle allerdings etwas ins Stockten, weil unter anderem Handelsketten der Baufirmen unterbrochen waren.

Jetzt ist das neue Hauptgebäude der IGZ bezugsfertig. Umziehen werden neben der Geschäftsführung auch noch die Abteilungen Buchhaltung, Vertrieb, Produktionssteuerung und Marketing. Als eine der ersten bezog die IGZ Automation GmbH (IGZ-A) ihren Bürobereich. 50 der insgesamt 250 Arbeitsplätze in der Softwarescheune belegen die Automation-Mitarbeiter.

Die IGZ-Automation wurde 2009 gegründet und ist in Falkenberg mit rund 50 Mitarbeitern vertreten, dort ist der Hauptsitz der IGZ-Tochter. Als Generalunternehmer bietet die IGZ-A Steuerungs- und Anlagentechnik aus einer Hand - von der Planung, Realisierung, Montage, Installation und Nachbetreuung. Am Hauptstandort sind die Bereiche Vertrieb und Planung sowie Einkauf und Projektmanagement angesiedelt. Am zweiten Werksstandort in Erbendorf sind 100 Mitarbeiter angestellt, dort ist die Steuerungstechnik und die Schaltschrankfertigung beheimatet. Die beiden Geschäftsführer Alfred Meyer und Christian Mattes wollen zwischen den Standorten in Erbendorf und Falkenberg pendeln. Deshalb haben Meyer und Mattes jeweils ein Büro an beiden Standorten. Meyer ist eher für den Vertrieb und die Planung zuständig, also verstärkt am Standort in Falkenberg tätig. Mattes Fokus liegt auf der Systemtechnik, er wird daher hauptsächlich in Erbendorf sein.

Mobile Arbeitsplätze

Die IGZ-Mitarbeiter ziehen sukzessive um. Die Büros die dadurch in den Bestandsgebäuden frei werden, bleiben allerdings nicht leer. Dort ziehen Kollegen anderer Abteilungen ein. Für die Mitarbeiter sei dies kein großes Problem, erklären die beiden Geschäftsführer. "Unser Team ist mobile Arbeitsplätze gewöhnt." Für jedes Projekt würden bei der IGZ neue Teams gebildet. Die Freude über das erweiterte Raumangebot ist dabei groß. "Unsere neuen Besprechungsräumen werden alle mit der neuesten Technik ausgestattet." Denn für die Abteilung wurden in den vergangenen Monaten Video-Konferenzen mit Kunden immer wichtiger. "Das hat uns nachhaltig verändert. Wir reisen viel weniger", sagt Meyer. Dennoch war Corona eine Umstellung: "Neben einem Hygienekonzept mussten auch die Montage-Fahrten umorganisiert werden." Das Unternehmen versucht, die Aufenthalte auf den Montage-Baustellen zu reduzieren, indem sie Software für Kunden durch ein neues System im Haus vorab testet.

Uns hat Corona nicht so hart getroffen wie andere.

Alfred Meyer

Im Bezug auf die Pandemie erklärt Meyer: "Uns hat Corona nicht so hart getroffen wie andere." Kurzarbeit war bei der Software-Firma kein Thema. Die IGZ arbeitet branchenübergreifend: Kunden sind etwa Hugo Boss, BASF, Hans Grohe oder regionale Firmen wie Conrad, Siemens, Hamm, Ponnath oder die Tuchfabrik Mehler. "Uns sind fast keine Kunden oder Aufträge weggebrochen", betont Meyer. Auch weil Projekte des Generalunternehmers von der Planung eines Neubaus bis hin zur Inbetriebnahme zwei Jahre dauern. Mattes: "Die können nicht von heute auf morgen gestoppt werden." Das Thema Homeoffice wurde durch die Pandemie verstärkt. "In der Corona-Hochphase von März bis April arbeiteten etwa 70 Prozent unserer Abteilung von zu Hause aus." Aktuell seien es noch rund 40 Prozent der Mitarbeiter.

Räume mit Ideen füllen

Über den Einzug in die neue Softwarescheune sind die Geschäftsführer sehr froh. "Jetzt wollen wir die neuen Räume mit Personen, Ideen und Projekten füllen. Wir sind weiterhin auf Wachstumskurs." Über ein Trainee-Programm wird mittlerweile auch Quereinsteigern der Einstieg bei IGZ ermöglicht, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Zudem arbeitet der SAP-Anbieter mit den EDV-Schulen in Wiesau und der OTH Amberg-Weiden bei der Berufsorientierung für Schüler und Studenten zusammen.

Insgesamt arbeiten bei der IGZ knapp 500 Mitarbeiter. Das Unternehmen hat sich in den vergangenen 20 Jahren zum Marktführer für Logistik- und Produktionsanwendungen im SAP-Umfeld im deutschsprachigen Raum entwickelt.

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Alfred Meyer und Christian Mattes (von lins), die Geschäftsführer der IGZ Automation GmbH, sind mit ihrer Abteilung als erste in das neue IGZ-Gebäude eingezogen.
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