27.12.2019 - 11:46 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Vorfreude auf weitere 250 Arbeitsplätze

Die Dezember-Sitzung nutzen die Falkenberger Markträte zur Rückschau, auch zum kurzen Innehalten. Dabei klingt aber durch, dass im neuen Jahr wieder viele Herausforderungen zu meistern sind.

Bürgermeister Herbert Bauer: "Die Veranstaltungen – auch in der Burg und im Tagungszentrum - machten Falkenberg weiter bekannt.“
von Werner RoblProfil

Doch es gab nicht nur Rückblicke. Auf den Tischen der Markträte lagen Pläne und ein Bauantrag für ein Wohnhaus mit Doppelgarage, die ein Falkenberger Ehepaar auf den Flurnummern 463/12 und 463/17 errichten möchte. Aus den Zeichnungen, die das Pilsacher Architekturbüro Berschneider und Berschneider erstellt hatte, ging jedoch hervor, dass die Dachform und -neigung, zudem auch der Dachüberstand und die Dacheindeckung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes "Schopperbergweg" abweichen.

Den Wünschen der Bauherren, mit denen sich auch Städteplaner Dr. Emil Lehner vom Weidener Architekturbüro SHL beschäftigt hatte, könne man im Wege einer Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplanes zustimmen, erklärte Bürgermeister Herbert Bauer in der Gemeinderatssitzung. Die Abweichungen seien städtebaulich vertretbar, hatte das Fachbüro in einer schriftlichen Stellungnahme mitgeteilt. "Die Sicht zur Burg bleibt erhalten", fasste der Rathauschef zusammen. Nach gewohnt eingehender Prüfung wurde dem privaten Bauvorhaben, dessen Erschließung gesichert ist, einstimmig grünes Licht erteilt.

Bereits seit längerem wird im Marktrat über die Sanierung der Brücken und des Wegs an der Hammermühle diskutiert. Um das Vorhaben am nicht ausgebauten Feld- und Waldweg voranzutreiben, empfahl Zweiter Bürgermeister Bernhard Schuller, bald eine Anliegerversammlung einzuberufen. "Wir werden der Empfehlung zeitnah Folge leisten", versprach Bürgermeister Herbert Bauer kurz vor Sitzungsende.

"Ein ereignisreiches Jahr neigt sich dem Ende entgegen", sagte Herbert Bauer in seine Rede zum Jahresschluss. Man habe viel erreichen können. "Viele Veranstaltungen liegen hinter uns." Bauer erinnerte an das viertägige Gründungsfest der Blaskapelle mit Sternmarsch durch Falkenberg. Im Sommer feierte man Primiz. "Auf der Droht fand ein Open Air statt. Die Veranstaltungen - auch in der Burg und im Tagungszentrum - machten Falkenberg weiter bekannt." Bauer empfahl, jetzt ein wenig inne zu halten; danach aber müsse man die bereits beschlossenen Maßnahmen zügig angehen.

Keine Stabilisierungshilfe

Erfreut zeigte er sich auch über den Baufortschritt am IGZ-Firmengelände. "Es werden rund 250 Arbeitsplätze geschaffen", berichtete Bauer. Die erfreuliche Tatsache kommentierte er freudestrahlend mit: "Ein Wahnsinn." Jedoch habe man auch einen Wermutstropfen schlucken müssen: "Die erhoffte Stabilisierungshilfe blieb auch heuer wieder aus."

Eine Jahresansprache hatte auch CSU-Fraktionssprecher Matthias Grundler vorbereitet. "Wir haben einen Kollegen verloren", bedauerte er und erinnerte an den Tod von UBF-Marktrat Peter Bork. "Bork hat viel vorangetrieben." Wie sein Vorredner erinnerte Grundler an Ereignisse, Beschlüsse und die Einstimmigkeit bei vielen Entscheidungen im Marktrat. "Bürgermeister Herbert Bauer ist ein Mann voller Mut und Tatendrang", dankte Grundler Bauer, aber auch Stellvertreter Bernhard Schuller, zudem den Marktratskollegen beider Fraktionen. Lob hatte Grundler auch für Jugendbeauftragte Alexandra Hasenfürter und Seniorenbeauftragte Rita Wildenrother parat: "Mit ihrer Arbeit tragen sie dazu bei, dass der Ort lebens- und liebenswert bleibt."

Straffes Programm

Für die UBF bedankte sich Gerhard Enslein, der in seiner Rede auch an Peter Bork erinnerte. "Wir haben nicht nur einen Marktrat, sondern auch einen Freund verloren. Wir sollten seine Ideen weiterverfolgen. Uns erwartetet in den kommenden Monaten ein straffes Programm." An anderer Stelle rückte Enslein die Bedeutung der Vereine in den Blickpunkt. "Einer Gemeinde ohne Vereine fehlt die Seele", schloss Enslein.

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