28.12.2018 - 11:11 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Wasser und Abwasser kosten Zeit und Geld

Investitionen, Fördermittel und damit eine Fülle von Zahlen prägen die Sitzung des Falkenberger Marktrats. In den Ansprachen zum Jahresschluss wird auch deutlich, welche Herausforderungen noch zu bewältigen sind.

Mit einem Kostenaufwand von rund 1,4 Millionen Euro soll der Gasthof „Zum roten Ochsen“ saniert werden. Der Markt Falkenberg beteiligt sich daran mit 100.000 Euro.
von Werner RoblProfil
Bereits ins Auge gefasst hat der Markt Falkenberg die Revitalisierung des Gewölbekellers in der Schwaige am Fuße der Burg.
Der Graf-Schulenburg-Weg dient als obere Zufahrt zur Burg. Für den Ausbau beantragt die Gemeinde eine Förderung.

Einiges anpacken will die Gemeinde mit Hilfe von Zuschüssen aus der Städtebauförderung. In der Bedarfsaufstellung sind auch die Kosten für den rund 50 000 Euro teuren Rückbau eines Anwesens an der Tirschenreuther Straße enthalten. Zudem habe man den Gemeindeanteil (100 000 Euro) für die geplante Sanierung des Gasthofes "Zum roten Ochsen" (errechnet wurden dafür rund 1,4 Millionen Euro) aufgenommen, erläuterte Bürgermeister Herbert Bauer das Zahlenwerk, das er den Markträten zur Prüfung und Abstimmung vorlegte. Auch die weiteren Arbeiten im Umgriff der Burg beziehungsweise die Revitalisierung des Gewölbekellers entlang der Schwaige (Kosten rund 338 000 Euro) seien berücksichtigt.

Am Torhaus soll zeitnah eine Toilettenanlage errichtet und der erweiterte Burgumgriff in Arbeit genommen werden (277 000 Euro). Ausbauen möchte die Gemeinde den Graf-Schulenburg-Weg, der als Zufahrt zur Burg dient. Dafür errechnete der Kämmerer 100 000 Euro. Einstimmig wurde die Bedarfsanmeldung in Höhe von insgesamt 2 365 000 Euro auf den Weg gebracht. Auf die Jahre verteilt bedeutet dies, dass 2019 ein Betrag von 700 000 Euro erwartet wird. 2020 sollen 550 000 Euro, ein Jahr später 500 000 Euro und 2022 noch einmal 615 000 Euro in die Gemeindekasse fließen.

Die Maßnahmen werden bei der Haushalts- und Finanzplanung 2019 berücksichtigt. Die entsprechenden Haushaltsmittel werde die Gemeinde bereitstellen, so Bauer. Die letzte Sitzung im Jahr ist stets auch Anlass zurückzuschauen. Kurz fasste sich dabei Bürgermeister Herbert Bauer: "Wir wissen alle, dass das Jahr 2018 anstrengend war." Bauer beleuchtete die zahlreichen Themen, die im Gemeinderat in der Regel einstimmig auf den Weg gebracht wurden. "Wir haben viele Projekte verfolgt. Dabei ließ Bauer anklingen, dass man noch so einiges zu verwirklichen habe.

Neubaugebiet

"Hinter uns liegt ein Jahr mit vielen Highlights, aber auch voller Herausforderungen", fasste Fraktionssprecher Matthias Grundler im Namen der CSU die gemeinsamen Weichenstellungen zusammen. Bei manchen Dingen wünsche er sich ein noch schnelleres Vorankommen, mahnte er. "Der IGZ-Spatenstich war ein mutiger und positiver Schritt." Von besonderer Bedeutung sei die Tatsache, dass die Grundschule gehalten werden konnte. "Das Angebot an Arbeitsplätzen hat eine Rekordzahl erreicht", betonte Grundler an anderer Stelle.

Mit den Worten "Stillstand ist Rückstand" forderte er, die noch offenen Themen zeitnah voranzutreiben. Deutlich formulierte er erneut den Wunsch nach der Schaffung eines Neubaugebietes. "Die Sanierung der Wasser- und Abwasserleitungen wird uns noch einige Zeit beschäftigen." Er fasste zusammen: "Ich blicke mit Zuversicht und Vorfreude auf das kommende Jahr und wünsche mir auch für 2019 den Zusammenhalt in der Gemeinde und ein harmonisches Miteinander." Der Sprecher rückte auch das Falkenberger Wahrzeichen ins Blickfeld: "Ein besonderer Dank gilt all denjenigen, die unsere Burg mit Leben erfüllen." In den Mittelpunkt rückte auch Peter Bork die Burg Falkenberg, der im Namen der UBF das Wort ergriff.

"Der Betrieb durch den Pächter ,Forum Falkenberg' läuft erfreulicherweise sehr gut." Bork erinnerte an vielerlei Entscheidungen. "Wir sollten uns im Zuge der Förderoffensive Nordostbayern bemühen, die Leerstände in den Griff zu bekommen. Zudem sollte man jungen Mitbürgern finanzielle Anreize bieten, sich der Immobilien anzunehmen, um damit der Abwanderung entgegenzuwirken."

Versorgungssicherheit

Peter Bork mahnte einen zeitnahen Rückbau des gemeindlichen Anwesens an der Tirschenreuther Straße an. "Kopfschmerzen bereiten die rund vier Kilometer alten Wasserleitungen", erinnerte er an die bevorstehenden Sanierungsarbeiten mit einem Investitionsbedarf von rund 1,5 Millionen Euro. "Wir müssen das Thema offensiv angehen. Die Versorgungssicherheit der Bürger mit dem wertvollsten Lebensmittel muss es uns Wert sein." Peter Bork dankte allen, für die stets sachlichen Diskussionen und die "gemeinsam getragenen Beschlüsse".

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