09.08.2019 - 11:10 Uhr
FalkenbergOberpfalz

Auf Zuschuss angewiesen

Die Wasserversorgungsanlage Falkenberg wurde Ende der 1950er Jahre gebaut. Sie muss rasch saniert werden. Thema im Marktrat war nun eine notwendige Förderung.

Falkenberg wird durch eine rund 4,2 Kilometer lange Wasserleitung - derzeit durch die Steinwaldgruppe - versorgt. Die Erneuerung der Leitungen wurde jetzt auf den Weg gebracht. Im Bild das Wasserwerk bei der Hammermühle.
von Werner RoblProfil

Das rund 4200 Meter lange, längst veraltete Rohrleitungssystem mit Asbestzement-Leitungen müsse dringend erneuert werden, erinnerte Bürgermeister Herbert Bauer an die bereits geführten Debatten, bei denen es um die Sanierung der Trink- und Brauchwasserversorgung in der Marktgemeinde ging. Die Erneuerungskosten (rund 2.150.000 Euro), die der Markt Falkenberg dafür veranschlagt hat, schmerzen. Bauer sprach von einer "gewaltigen Summe“, wobei der Gemeindeanteil aber durch eine in Aussicht gestellte hohe Förderung deutlich nach unten gedrückt werden könnte.

Möglich sei die Kostenminderung für die Gemeinde durch eine neue Richtlinie für Zuwendungen zu wasserrechtlichen Vorhaben (RzWas 2018). „Wir erreichen die erforderliche Härteschwelle“, verwies Bürgermeister Herbert Bauer auf Berechnungen durch das Falkenberger Ingenieurbüro Bork. „Das ist für uns erfreulich.“ Er warnte auch: Nach dem Stichtag 31. Dezember 2021 sei keine Förderung mehr möglich. Die Kosten müssen vorher abgerechnet werden. „Wir sind daher gezwungen, rasch zu handeln.“ Der Bürgermeister versprach, sehr zeitnah mit den Ausschreibungen zu beginnen, um das Vorhaben zügig – zuerst am Zinnberg - umzusetzen. „Ohne Zuschüsse ist das nicht machbar“, stellte Zweiter Bürgermeister Bernhard Schuller klar.

Insgesamt werden 944.760 Euro an Fördergeldern beantragt. Dafür war ein Maßnahmen-Durchführungsbeschluss seitens des Marktrates, außerdem ein Sanierungs- und Strukturkonzept notwendig, das aber bereits in Auftrag gegeben wurde und dem Markt 38.879 Euro kostet. Bezuschusst wird es mit 20 Euro pro Einwohner (aktuell 948) vom Freistaat. Der Beschluss erging einstimmig.

Der Blick auf die künftigen Strompreise unterstreiche die Wichtigkeit einer (noch nicht gebauten) Photovoltaikanlage, sagte Bürgermeister Herbert Bauer zum Ergebnis der Bündelausschreibung für 2020 bis 2022 zur Strombeschaffung in der Verwaltungsgemeinschaft Wiesau-Falkenberg. Im Vergleich mit den Preisen für 2017 bis 2019 zeigte sich eine spürbare Erhöhung des Arbeitspreises bis zu 100 Prozent. „Dies bedeutet aber nicht, dass sich die Stromrechnungen insgesamt auch verdoppeln werden, da der Arbeitspreis rund 10 bis 15 Prozent der Stromkosten ausmacht“, wusste Geschäftsleiter Thomas Weiß. Bürgermeister Bauer machte klar, dass das konkurrierende Ausschreibungsverfahren dazu geführt habe, dass trotz der Kostenentwicklung wirtschaftliche Einkaufspreise erzielt worden seien.

Vorgelegt wurden die Abschlusszahlen für die Jahresrechnung 2018. Der Überschuss beträgt 202.185 Euro. Im Haushalt war eine Rücklagenentnahme von 120.000 Euro eingeplant, die jedoch nicht benötigt wurde. Damit verbessert sich der Haushaltsplan um 322.185 Euro.

„Die Erneuerung der Tirschenreuther Straße ist im vollen Gange“, verwies Bürgermeister Bauer am Schluss der Sitzung auf die aktuelle Baustelle, die derzeit für Behinderungen und eine Umleitung sorgt. Ohne Einwände passierte der Haushalt 2019 die Rechtsaufsicht, ließ er ergänzend wissen. Marktrat Matthias Grundler steuerte eine freudige Nachricht bei: „Das öffentliche W-Lan steht und kann im Bereich des Rathauses ab sofort genutzt werden.“

Der Ortskern von Falkenberg ist derzeit Baustelle. Die Sanierung der Tirschenreuther Straße ist in vollem Gange.

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