03.12.2018 - 13:04 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Licht am Ende des Tunnels?

"Jetzt red i in Fichtelberg": Trotz anhaltenden Eisregens blieb bei der Bürgerversammlung in Turnhalle fast kein Stuhl unbesetzt.

Auch die Bürgerinitiative Natur Fichtelsee meldete sich bei der Bürgerversammlung zu Wort. Die Gemeinde Mehlmeisel hat überiegs aktuell 1969 Einwohner und bislang 31 Sterbefälle, acht Geburten, 138 Weg- und 89 Zuzüge zu verzeichnen.
von Gisela KuhbandnerProfil

Kein Wunder – ging es doch um Forderungen von längst fälligen Infos und um Themen, die unter den Nägeln brennen – wie um Abwasseranlage (die Gebühren werden steigen), um die Kanalsanierung im Feriendorf Hüttstadl, die Sanierung der Brücken am Fichtelsee – und vor allem um die laufende Bebauungsplanänderung am Fichtelsee, wozu sich eine Bürgerinitiative gebildet hatte (wir berichteten mehrmals). Und gleich vorweg ein erfreuliches Fazit aller Beteiligten: „Man wird aufeinander zugehen und schauen, was geht!“.

Stellvertretender Bürgermeister Karl-Heinz Glaser, der seit Juni dieses Jahres den erkrankten ersten Bürgermeister Georg Ritter vertritt, hatte bei Dienstantritt keinen leichten Stand: „Keinen Verwaltungsleiter, keinen Kämmerer, keinen genehmigten Haushalt und keine Stabilisierungshilfe“. Glaser dankte hier gleich dem sich im Ruhestand befindenden ehemaligen langjährigen Kämmerer von Weidenberg Bernhard Dumbach und dem früheren, jetzt pensionierten Geschäftsstellenleiter der VG Neusorg, Gerhardt Kormann, die der Gemeinde über längere Zeit hilfreich zur Seite standen. Jetzt scheine es, langsam Licht am Ende des Tunnels zu geben. Denn mit …. Förster stellte die Gemeinde jetzt eine „ausgezeichnete Fachkraft“ ein und ab 1. 1. 2019 wird die Stelle des Kämmerers neu besetzt, informierte Glaser, betonte aber, „dass noch viele Probleme, viele Dinge aufzuarbeiten und wir noch lange nicht am Ende sind.

Schriftlich vorliegende Fragen hatte der Bürgermeister-Stellvertreter schon in seinem Rück-, Situations- und Ausblick beantwortet. Schamottwerk:

Für den Abriss des Schamottwerks wurde der Gemeinde eine Förderung von 90 Prozent zugesagt. Doch vor den Erfolg habe Gott den Schweiß gesetzt, sagte Glaser, „denn wir brauchen einen Eigenanteil, deshalb wird die Maßnahme auf das nächste Jahr übertragen.

Kaufmann-Areal:

Eine Förderung für Kauf und Planung ist zugesagt.

Bleaml-Alm-Gelände:

Wenn das Landratsamt sein O.K gibt, wird der Bau des dringend benötigten Funktionsgebäudes für den Skiclub Neubau im Juli 2019 beginnen. „Hoffentlich!“ so Glaser. gebaut. Hoffentlich!“ so der Bürgermeister.

Erneuerungen der Brücken am Fichtelsee:

Die Kosten von 390.000 Euro werden wie folgt aufgeteilt: 50 Prozent Naturpark Fichtelgebirge, 25 Prozent Landkreis Bayreuth, 25 Prozent Gemeinde. Vor Baubeginn evtl. im Frühjahr, sollen, so der stellvertretende Bürgermeister, Proben vom Beton der Pfeiler entnommen werden, um evtl. Schäden rechtzeitig zu erkennen.

Ferienpark Hüttstadl

Entgegen kursierender Aussagen darf jemand, der sonst keinen anderen Wohnort hat, im Ferienpark seinen ersten Wohnsitz anmelden.

Ehemaliges BLSV-Sportcamp

Es gibt einen Interessenten, der das ehemalige Sportcamp kaufen will, um in Fichtelberg ein „Europäisches Zentrum für Rollstuhlfahrer“ zu errichten. Konkrete Planungen stehen noch aus.

Kanalsanierung Hüttstadl

In einem kurzen Statement stellte Karl Kuhbandner als Sprecher der dortigen Bürgervertretung rückblickend die Situation dar: Die damalige schadhafte Kanalisation des Feriendorfs wurde von der Gemeinde übernommen. Durch diese Maßnahmen wie eigenmächtiger Kellerbau und Anschlüsse wird das Kanalsystem durch Fremd- und Grundwasser in einem sehr hohen Prozentsatz angereichert, der nicht mehr genehmigt wird. Mit dem Einbau der neuen Messanlage durch die Gemeinde Mehlmeisel mit Kosten von ca. 32.000 Euro wird jetzt die genaue Abwassermenge ermittelt. Sowohl diese Kosten als auch die Kosten für die Erneuerung mit voraussichtlich 1,5 Millionen Euro müssen alle Bürger von Hüttstadl gemeinsam tragen. Vor allem die „Ur-Hüttstadler“ müssen hier besonders tief in die Tasche greifen. „Kuhbandner hofft, „dass wir durch die neue Härtefallregelung einen hohen Zuschuss bekommen, wenn nicht, greifen wir zur Sammelbüchse“ meinte er augenzwinkernd. Karl-Heinz Glaser sagte die schnellstmögliche Unterstützung der Gemeinde zu.

Bürgerversammlung Statistik:
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