23.09.2019 - 14:28 Uhr
FichtelbergOberpfalz

Wasser ist wertvoller als Gold

Schlaraffenland und bedrückende Gedanken: Der Fichtelberger Frauenbund denkt mit Sorge an die Zukunft.

Was nützt alles Gold der Welt, wenn daraus kein Wasser fließt? Interessante Gedanken machten sich (von links) zweite Frauenbunds-Vorsitzende Heidi Lechner, Vorsitzende Karin Müller, die Vorstandsmitglieder Barbara Reichenberger, Petra Markhof und Anja Hornung-Zahn sowie (vorne) Karl Kuhbandner
von Gisela KuhbandnerProfil

Schlaraffenland auf der einen – bedrückende, aber dennoch von Hoffnung getragene Gedanken auf der anderen Seite beim Frauenfrühstück im Pfarrheim, veranstaltet vom örtlichen Katholischen Frauenbund:

Dessen Mitglieder hatten keine Mühen gescheut, um im Pfarrheim für seine Gäste – auch ein Mann hatte den Weg dorthin gefunden - ein Frühstücksbuffet zu zaubern – von süß bis deftig, üppig und kreativ, das keine Wünsche offenließ. Dickbauchige Kaffeekannen standen bereits auf den liebevoll herbstlich gedeckten Tischen.

FB-Vorsitzende Karin Müller hatte die Versammelten begrüßt – ebenso Karl Kuhbandner, der nach dem ausgiebigen Frühstück eine Stunde lang in Wort und Bild Infos und Denkanstöße gab zum „Wasser – warum jeder Tropfen zählt“.

„1,2 Milliarden Menschen leben ohne sauberes, bezahlbares Trinkwasser“ informierte er und „nach Schätzungen der UN werden es 2025 1,8 Milliarden sein. „Wir können uns nicht vorstellen, dass auch bei uns die Quellen nicht ewig fließen“ machte er deutlich. „Wie selbstverständlich drehen wir heute den Wasserhahn auf, wenn wir Hände waschen, Kaffee aufgießen, duschen oder die Klospülung drücken“ sagte er. Über diese alltäglichen Dinge würden viele kaum noch nachdenken. In Afrika beispielweise müssen sich Leute mehrere Kilometer auf den Weg machen für sauberes Trinkwasser, während bei uns Wasser aus der Leitung komme – warm und kalt – so viel jeder mag: „Was für ein Luxus!“ Betroffen von diesem Problem, das bereits dramatische Auswirkungen hat, sind vor allem Menschen, die schon heute in großer Armut leben. „ Fehlendes sauberes Wasser und hygienische Sanitäreinrichtungen verursachen etwa 80 Prozent aller schweren Krankheiten“ berichtet die Weltgesundheitsorganisation WHO. Rund 2,2 Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen - darunter 1,8 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Erschreckende Zahlen, die auch die Versammelten schockierten. Ihnen gab Karl Kuhbandner noch brauchbare Denkanstöße mit auf den Weg mit der Bitte, Vorbild zu sein im bewussten Umgang mit Wasser, das wertvoller sei alles Gold der Welt.

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