Filchendorf bei Neustadt am Kulm
30.10.2019 - 08:17 Uhr

21-Jähriger greift Polizisten an

Ein 21-Jähriger ist bei einer Kirchweih-Veranstaltung in Filchendorf (Neustadt am Kulm) ausgerastet. Er versuchte Polizeibeamten Kopfstöße zu versetzen und sie zu beißen.

Ein Streit eskalierte in Filchendorf Gegen 3.45 Uhr verständigten Gäste der Kirchweih die Polizei. Bild: Daniel Bockwoldt/dpa
Ein Streit eskalierte in Filchendorf Gegen 3.45 Uhr verständigten Gäste der Kirchweih die Polizei.

Der Streit bei einer Kirchweih-Veranstaltung in Filchendorf (Neustadt am Kulm ) eskalierte am frühen Morgen. Gegen 3.45 Uhr verständigten Gäste am Samstag die Polizei. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes hatten den laut Polizei "sichtlich angetrunkenen Unruhestifter" bereits festgehalten als die Polizeistreife eintraf. Der 21-Jährige geriet derart in Rage, dass er sich los riss und zu flüchten versuchte. Die Einsatzkräfte verhinderten dies.

Im Verlauf der Befragungen wurde der Mann immer rabiater. "Der Aufforderung ins Streifenfahrzeug einzusteigen kam er nicht nach", berichtet Polizeihauptkommissar Walter Schäffler. "Stattdessen holte er mit dem Kopf aus und schlug ihn gegen die Heckscheibe des Dienstfahrzeuges, so dass diese zersplitterte." Viele Kirchweih-Gäste begleiteten das Geschehen lautstark.

Der Angetrunkene versuchte dann, den Beamten Kopfstöße zu versetzen und sie zu beißen. Auch im Fahrzeug ließ er sich nicht beruhigen. Er spuckte um sich, trat mit den Beinen gegen die Fahrzeugausstattung und beleidigte die Beamten fortwährend. Polizeihauptkommissar Walter Schäffler: "Bei dem Vorfall blieben die Polizeibeamten unverletzt, der 21-Jährige wurde leicht verletzt."

Er hat sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, versuchter Körperverletzung, Beleidigung und Sachbeschädigung zu verantworten. Auch für den verursachten Schaden wird er aufkommen müssen.

Priorisiertes Verfahren:

Aufgrund der Gesamtumstände wird auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Weiden dieser Vorfall im „priorisierten Verfahren“ bearbeitet. Diese beschleunigte Sachbehandlung soll der Entschlossenheit der Ermittlungs- und Justizbehörden im Vorgehen bei Angriffen gegen Polizei und Hilfsorganisationen Nachdruck verleihen.

 
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