07.06.2019 - 12:21 Uhr
FlossOberpfalz

Abtauchen in die Welt von Franjo terhart

Eine besondere Literaturstunde erlebten die Schüler der Grund- und Mittelschule. Der Düsseldorfer Schriftsteller Franjo Terhart machte Station in Floß.

Bestens gelang es Franjo Terhart, die Schüler jeder Altersstufe bei den Lesungen mit einzubeziehen
von Gerhard SteinerProfil

Den Klassen eins und zwei stellte er die Bilderbücher „Ein Drache, der kein Feuer speien konnte“ und „Ein Haustier für Henriette“ vor. Dabei gelang es Terhart, die Mädchen und Buben mit in die Handlung einzubeziehen. Bei einer Geschichte aus dem Buch „Florina und der Zauberstein – zehn Gute-Nacht-Geschichten“, durften die Kinder erzählen, was sie sich bei bestimmten Szenen vorstellten. „Seht ihr, Lesen ist Fernsehen im Kopf. Weil ihr dabei eure eigenen Bilder entwerft, die ablaufen wie ein Film“, meinte der Autor.

Der vierten und fünften Klasse las er aus „Die magische Karthagermünze“ vor. Sie handelt von dem Jungen Jannik, der in den Ruinen von Karthago in Tunesien eine geheimnisvolle Münze findet und damit plötzlich in das Heerlager von Hannibal versetzt wird. Franjo ist vor allem für seine Mitratekrimis aus der Römerzeit bekannt. So stellte er dann auch das Buch „Spuk in Pompeji“ vor, in dem vier Kinder den Untergang der Stadt miterleben.

Bei den Sechst- und Achtklässlern ging es um „Das Megaspiel“ , in dem es um Denis geht, dessen Vater ein Computerspiel erfunden hat, und mit seinem Freund unversehens in diese fremde Welt gerät. Diese weist aber verblüffende Parallelen zur eigenen Welt der Jugendlichen auf. Bis zum Schluss hob Terhart seinen Bestseller „Ich – Grace O’Malley“ auf, welcher von einer irischen Piratin, der Black Lady des Mittelalters, handelt. Dieses Buch sei sein erstes Werk gewesen und sein Lieblingsbuch. Das merkte man bei der Lesung. Rund 70 Minuten lang lauschten die Jugendlichen aufmerksam, bevor sie Terhart mit Fragen löcherten. Sie erfuhren unter anderem, dass Franjo für Franz Josef steht, das der Autor bereits 75 Bücher geschrieben hat, die bereits in 20 Sprachen übersetzt wurden. Überrascht waren die Jugendlichen von der Information, dass jeder Autor, egal wie berühmt er ist, maximal zehn Prozent Erlös von jedem verkauften Buch erhält.

Spontan entschloss sich Rektor Gerhard Steiner für die Schulbücherei je einen Band der vorgestellten Bücher zu kaufen. Auch die Schüler griffen zu und ließen sich die Bücher gleich signieren.

Bestens gelang es Franjo Terhart, die Schüler jeder Altersstufe bei den Lesungen mit einzubeziehen

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