07.02.2021 - 12:00 Uhr
FlossOberpfalz

Feuerwehr Floß rückt aus neuem Heim aus

Gleich 8 Einsätze mussten die Männer und Frauen der Feuerwehr Floß in der ersten Woche in ihrer neuen Heimstatt bestreiten. Offenbar war die gründliche Einweisung durch Kommandant Felix Müller erfolgreich.

von Oliver MuttererProfil

Reibungslos, da gut geplant, ging auch der Umzug vonstatten. In den Wochen vor dem großen Termin hatten die Helfer bereits alle nicht lebensnotwendigen Gegenstände vom Marktzentrum ins neue Gerätehaus an der Plößberger Straße transferiert. Schritt für Schritt wuchs das Equipment an, während zeitgleich Handwerker die letzten Arbeiten erledigten.

Dann der große Fixtermin im Januar: Wie am Schnürchen klappte auch unter Corona-Bedingungen der Transfer aller Einsatzgegenstände, die vorher nicht auf zwei Häuser verteilt sein konnten. Mit Blaulicht und Martinshorn brachte man sich, die Fahrzeuge und letztes Material zum 5-torigen Gerätehaus.

Die technische Einweisung erfolgt noch am selben Tag durch Feuerwehrkommandant Felix Müller. Viele kleine Gruppen mussten den ganzen Tag über die neu strukturierten Abläufe kennenlernen, bis auch der und die letzte der über 60 Personen starken Wehr über alles im Detail Bescheid wusste. Da versagte schon mal die Stimme des Kommandanten, der für jede Gruppe die Infos nahezu gebetsmühlenartig wiederholte.

Eingelebt hat sich die Mannschaft im 980 Quadratmeter großen Gebäude nur teilweise. Trotz der Einsätze gab es noch zu wenig soziale Kontakte. Die Corona-Regeln sind momentan eindeutig dagegen, sich zusammenzusetzen.

Zwei zusätzliche Garagen gegenüber dem alten Domizil und genügend Platz in den Umkleiden sind kein Prunk sondern ein logischer Zweckbau in Industriehallenform. Alles hat seinen definierten Platz. Für die Damen gibt es endlich eine eigene Umkleide samt Toilette. Auch die vorgeschriebenen 1,2 Quadratmeter Umkleideplatz je Einsatzkraft konnten im Marktzentrum nicht verwirklicht werden. Dort musste man noch mit wenig Platz neben den Fahrzeugen und den damit verbundenen Abgasen leben. Dies ist durch die automatische Absauganlage nun Vergangenheit.

Bei Einsätzen war bisher der Markt oft zugeparkt. Nun hat man soviel Parkplätze wie Einsatzkräfte. Ebenfalls nach allen Vorschriften und DIN-Normen.

Die starke Feuerwehrjugend hat ihren eigenen Raum bekommen. Nun hofft die Wehr auf weiteren Zuspruch durch die Ortsjugend, um die in die aktive Erwachsenen-Wehr abwandernden Jugendlichen zu kompensieren.

Über 5.500 Arbeitsstunden haben Männer und Frauen geleistet, um Kosten zu sparen. „Es werden letztendlich weit über 6.000 Stunden werden“, so Kommandant Müller. Ob Möbel, Bestuhlung und Theke im neuen Floriansstüberl oder viele Stahlbauarbeiten innerhalb der Halle, außer der Hallenbau selbst.

Dem und dem guten Zutun der Firmen aus der Region ist es zu verdanken, dass sich der Bau bis dato im 2,5 Millionen Euro Kostenrahmen befindet. "Kein Feuerwehrhaus in der ganzen Region konnte in dieser Größe für dieses Geld gebaut werden", hört man aus den Führungskreisen. Selbst die moderne Technik wie Benachrichtigung und Einweisung über große Displays, gesteuerte Schließanlage oder lang ersehnte Schlauchwaschanlage haben den Kostenrahmen nicht gesprengt. Nun ginge es noch darum, das Gebäude der breiten Öffentlichkeit vorzustellen. Ein Wunsch, den momentan aufgrund der Einschränkungen niemand verwirklichen kann. Aber wer weiß.

Was geschieht mit dem vorhandenen Feuerwehrgerätehaus im Ortszentrum? Dieser Frage muss sich der Marktgemeinderates in Kürze stellen. Mehrere Optionen stehen zur Wahl, die bereits zur Kommunalwahl diskutiert wurden. Hoch im Kurs steht die mögliche Einrichtung einer Tagespflege. Auch ein Verkauf und privatwirtschaftliche Nutzung des Gebäudes, sei eine nennenswerte Option, ist aus dem Gremium zu hören.

Kurz vor der Fertigstellung des neue Gerätehauses

Floss

Für Sie empfohlen

 

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.