12.07.2018 - 15:38 Uhr
FloßOberpfalz

„Der Findling“

Der Markt Floß (Kreis Neustadt/WN) geht in die Umsetzungsphase des Doost-Weges. "Der Findling", so der Name des neuen Wander- und Besinnungswegs, soll ein Höhepunkt in der Region und ein Aushängeschild werden.

Am Doost erwarten den Wanderer mehrere Stationen und Hinweistafeln
von Oliver MuttererProfil

(omu) "Wir gehen jetzt in die Feinplanung und wollen noch 2018 mit der Umsetzung beginnen", ergänzt Kollegin Katrin Hartisch. In einer Zwischenrunde präsentierte das Büro "Hofberger und Hartisch" den Stand des durch den Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald cofinanzierten Projektes. Aus der Idee der Flosser "Beratungsgruppe Sonderprojekte" mit Vorsitzendem Markus Staschewski ist ein umfangreiches Unterfangen mit 12 Stationen entstanden. Viele Einfälle konnten eingearbeitet werden.

"Eintauchen in die Natur" und "Ruhe finden" ist in großen Lettern zu lesen. Und das lasse sich mit dem Findlingskonzept verwirklichen. Denn der Granit-Findling spiele bei dem Wanderweg eine große Rolle. Als Wegweiser und als Informations-träger werden die Granitbrocken eingesetzt, stets mit dem neuen F-Logo ausgestattet, auf welches sich die Verantwortlichen bereits einigen konnten.

Mit Fabeln und Märchen

Startpunkt und somit Station 1 wird mit dem Motto "Zurechtfinden" die Infohütte am Kreislehrgarten sein. Los geht es über den Bocklradweg und der "Station 2 - Gut finden" hinauf zum Primusblick und der "Station 3 - Wiederfinden" zum Galgen (Station 4 - Sich abfinden).

Ein Highlight auf dem Weg Richtung Würnreuther Höhe dürfte "Landschaft mit Weitblick" sein, ein geplantes Podest mit Blickrohren in verschiedene Richtungen ins Flosser Land. "Geschmack finden" werden die Wanderer an der 6. Etappe bei den "Terrassenfeldern", bevor es zum Schnepfenhof und der 7. Station mit Hofidylle am Weiher Ruhe geht.

Im Doost-Gebiet selbst erwarten die Besucher zwei Stationen. Sagen, Fabeln und Märchen werden auf Bronze-Platten dargestellt, und am Doost-Ausgang will man "Herausfinden" wo der persönliche Weg hingeht. In Stein gelassene Ökologiebücher erklären zudem Flora und Geologie. Unter dem Motto "Zurückfinden" geht der Weg über Ritzlersreuth (Station 10) zurück Richtung Boxdorf (Station 11) bis hin zum Kreislehrgarten. Hier beschließt man die Wanderung mit letzten Informationen und der Aufforderung "zu sich zu finden". "Bewusst haben wir das Wort 'finden' immer wieder gewählt", so die Planer. Daraus resultiere letztendlich auch der Name des Weges. Die wunderschöne Flosser Landschaft, der märchenhaft anmutende Doost und der Kreislehrgarten als Start- und Zielpunkt hätten es ja schließlich verdient, dass sie vom Betrachter gefunden werden. Und zudem solle deutlich werden, dass die Selbstfindung Bestandteil der Wanderung ist.

Bürger können helfen

In der Umsetzung ist das Planungsbüro nochmals auf die Kenntnisse der Bürger angewiesen. In Kooperation mit der BG Sonderprojekte werden die Detailfragen geklärt. Markus Staschewski, Christine Schreiber, Rita Rosner und Josef Schaller stehen für Fragen und natürlich für Hinweise insbesondere auch zu Sagen und Erzählungen zum Doost zur Seite. Die gebündelten Informationen fließen dann direkt in die Ausarbeitung des Planungsbüros ein. Auch die Marktgemeinde macht ihre Hausaufgaben. Bereits angeschrieben wurden die Eigentümer am Rande des Wanderweges mit der Bitte um Genehmigung der Hinweis-Findlinge, Wegweiser und weiterer Objekte. Man erhofft sich Entgegenkommen sowie eine möglichst schnelle Rückantwort auf die Schreiben.

"Dann würde den ersten Maßnahmen im Herbst nichts mehr im Wege stehen, eine feierliche Eröffnung könnte im Frühjahr 2019 stattfinden", so Bürgermeister Günter Stich. Im Marktgemeinderat sei man sich einig, dass das Projekt auch dem Tagestourismus zu Gute kommen wird.

Das Logo des Weges steht bereits fest.

Wegweiser werden aus Grantifindlingen entstehen.

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